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Omnisophie. Über richtige, wahre und natürliche Menschen Gebundene Ausgabe – 2002

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 439 Seiten
  • Verlag: Springer (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3540436235
  • ISBN-13: 978-3540436232
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Mehr über den Autor

Gunter Dueck ist 1951 in Hildesheim geboren und lebt heute mit seiner Frau Monika in Walhilsbach bei Heidelberg. Ihre Kinder Anne und Johannes sind "schon groß" und promovieren derzeit in Biochemie bzw. Mathematik.
GD studierte in Göttingen Mathematik und BWL, danach folgten Promotion (1977) und Habilitation (1981) an der Universität Bielefeld, wo er bis 1987 als Professor für Mathematik lehrte. Dann trat er ins IBM Wissenschaftliche Zentrum der IBM ein, betrieb Forschungen in der Optimierung von Industrieproblemen, war mit seinen Finanzrisikobetrachtungen damals hoffnungslos zu früh dran, baute das Data Warehousegeschäft der IBM auf und legte in neuester Zeit das Fundament für IBM Cloud Computing. Zuletzt war er bis 2011 Chief Technology Officer der IBM Deutschland. Heute arbeitet er als Schriftsteller und Keynotespeaker nach seiner Pensionierung weiter.

Gunter Dueck ist IBM Distinguished Engineer Emeritus, Fellow des amerikanischen Ingenieurverbandes IEEE, Fellow der Gesellschaft für Informatik und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Er war je acht Jahre Mitglied der Präsidien der Gesellschft für Informatik und der Dt. Mathematikervereinigung. Er schreibt seit 1999 in jedem Heft des Informatik-Spekrtrum eine lange Kolumne und alle vierzehn Tage ein "Daily Dueck" auf seiner vielbesuchten Homepage "omnisophie.com", wo auch Videos von Reden, viel mehr Infos als hier und alles zu finden ist, was man so über ihn wissen kann.

Seine Bücher sind zum größeren Teil philosophisch und ranken sich um sein großes Thema der "artgerechten Haltung des Menschen". Die nichtartgerechte Haltung geißelt er so herrlich beißend-gallig-satirisch in seinen Büchern "Lean Brain Management" (FTD Management Buch des Jahres 2006!) und "Direktkarriere", dass etliche Leser die Bücher wörtlich bierernst nehmen und schlechte Rezensionen bei Amazon schreiben. Sein großer Versuch einer neuen Wirtschaftsdeutung "Abschied vom Homo Oeconomicus" wurde vom Handelsblatt zu den zehn wichtigsten Wirtschaftsbüchern 2007 gezählt, ebenso das 2013 erschienene Buch "Das Neue und seine Feinde", in dem es um Innovation geht.

Und sonst? "Ich bin schon ziemlich alt, aber eigentlich Digital Native. Ich frage mich, ob ich nicht Botschaften bei YouTube hochladen sollte statt lange an Büchern zu feilen. Ich bin beeindruckt vom Echo auf Videobotschaften! Am liebsten wäre ich reiner Dichter geworden. Mein mir am meisten am Herzen liegendes Buch ist mein Vampirroman Ankhaba! Darf ich das hier einmal sagen? Ich habe einen ziemlich offiziellen Beruf und würde anderswo mit so einem Bekenntnis ausgelacht. Den Roman würde ich gerne verfilmen, ich schreibe bestimmt noch Fortsetzungen! Ach ja, jeder hat seine Träume, oder?"


Produktbeschreibungen

Rezension

Was ist der Mensch? Und was soll er tun? An Antworten auf diese philosophischen Grundfragen ist beileibe kein Mangel. Berühmte Geistesgrößen haben seit Jahrtausenden viele kluge Sätze dazu verfasst. Und jetzt kommt ein kleiner Mathematikprofessor (1,69 Meter nach eigener Angabe), der inzwischen als Manager bei IBM arbeitet, und will allen Ernstes etwas Neues dazu beitragen?

Gunter Dueck gelingt, was zunächst wie schiere Anmaßung anmutet. Und den Anschein der Anmaßung lässt er gar nicht erst aufkommen, indem er dem Leser in einem 400 Seiten langen, ausschweifenden Gespräch ein sehr buntes und sehr persönliches Bild von sich selbst preisgibt - nichts von einem entrückten Weisen auf dem Thron der Erkenntnis.

Duecks neuer Denkansatz, der seinen berühmten philosophischen Vorgängern nicht zu Gebote stand, ist der Computer als Metapher für den Menschen. Das Gedächtnis als Festplatte mit einer übersichtlichen Dateistruktur, wohlsortierten, abrufbaren Informationen, das Gehirn als Prozessor, der vorgefertigte Programme ausführt und damit zu richtigen Ergebnissen kommt - diese naive Vorstellung greift Dueck auch auf; aber für ihn ist dieser innere PC nur ein Teil des Menschen, derjenige, den heutige Neurowissenschaftler gerne in der linken Hirnhälfte ansiedeln.

Ein anderer Teil, vielleicht die rechte Hirnhälfte, ist organisiert wie ein "neuronales Netz". Das leuchtet ein: Nachdem die Informatiker diese künstliche Struktur der Anatomie des echten Gehirns nachempfunden haben, wird das echte Gehirn vielleicht auch einige ihrer Eigenschaften zeigen. Ein neuronales Netz ist lernfähig, das heißt, es ändert unter dem Einfluss von Erfahrungen gewisse Stellgrößen ("Gewichte") in seinem Innern so, dass es am Ende ein neues Erlebnis beurteilen kann: "Das ist eine reife Frucht", "das ist ein vertrauenswürdiger Mensch". Im Gegensatz zum Expertensystem in der anderen Hirnhälfte kann ein neuronales Netz seine Urteile nicht begründen. Selbst eine sorgfältige Inspektion aller Gewichte würde nicht erklären, wie es zu seinen Schlüssen kommt. Plötzlich habe ich eine Erkenntnis oder eine feste Überzeugung und kann beim besten Willen nicht sagen, wie sie zu Stande gekommen ist.

Die dritte Komponente des menschlichen Geistes entstammt nicht der Literatur, sondern Duecks eigener wissenschaftlicher Arbeit. Sie besteht aus sehr vielen Elementen, die er "Flash-Mode-Sensoren" oder "Seismographen" nennt. Man soll sie sich als winzige Unterprogramme vorstellen, die ständig im Arbeitsspeicher stecken, ihn wegen ihrer Kleinheit nicht sonderlich belasten und in der Regel nichts tun - es sei denn, es kommt ein Input, auf den der Sensor geeicht ist. Dann, und nur dann, schlägt er Alarm; das kann sich in einem Angstausbruch, einem Adrenalinstoß oder auch nur in Erregung von Aufmerksamkeit äußern. Ein solcher Sensor entsteht durch einschneidende Erlebnisse, insbesondere durch einschneidende Erziehungsmaßnahmen. Sein Output erzeugt die Gefühle, die weitgehend unser Handeln lenken - auf den Pfad der Tugend oder vielmehr der angstvollen Anpassung, wenn wir, zum Beispiel durch Erziehung, entsprechend konditioniert sind. Vor allem aber sind unsere eigenen Sensoren uns in der Regel unbewusst; so erzeugen sie unsere Vorlieben, Abneigungen und Vorurteile, ohne dass wir es merken.

Zu den verschiedenen Computern in unserem Kopf gehören verschiedene Menschentypen. Diejenigen, die vorwiegend mit ihrem PC denken, nennt Dueck richtige Menschen, die mit dem neuronalen Netz die wahren Menschen. Dann wären die natürlichen Menschen diejenigen, die nur ihrem vorbewussten Sensorensystem folgen? Nicht ganz. Nach Dueck sind es diejenigen, die vor allem ihrem eigenen Willen folgen - wie er selbst als Kind: Der Autor spart nicht mit drastischen Beispielen, und die Geschichte mit dem Pferd ist eines der harmloseren.

Überhaupt versteht er es, seine Typeneinteilung der Menschen mit den buntesten Erzählungen zu erläutern, was sein Buch ausgesprochen kurzweilig macht. Die positiv gefärbten Bezeichnungen "richtig", "wahr" und "natürlich" sind mit Bedacht gewählt; Dueck liebt die Menschen alle, auch wenn er selbst sich als wahrer Mensch outet und die gegenwärtige Dominanz des richtigen Denkens als höchst problematisch darstellt.

In der Gesellschaft allgemein, und besonders in der Schule und im Arbeitsleben, wird das Ideal des richtigen Menschen hochgehalten und durch Einpflanzen entsprechender Flash-Mode-Sensoren befestigt, um den Preis, dass den wahren und den natürlichen Menschen wenig anderes übrig bleibt, als ihr Wesen zu verleugnen oder zu unterdrücken. Weil die Philosophen die Frage "Was soll der Mensch tun?" allgemeingültig beantworten wollen, statt die Verschiedenheit der Menschen anzuerkennen, kommt bei dem ganzen Nachdenken nur Belangloses und/oder Unpraktikables heraus: "Tugend sei das höchste Ziel des Menschen."

Die Übermacht der richtigen Menschen ist allerdings bedroht. Ihre Stärken sind nämlich genau diejenigen, in denen ihnen der Computer zunehmend den Rang abläuft. Was Wunder: Die richtigen Menschen haben den Computer nach ihrem Bilde geschaffen, und nun wächst er ihnen über den Kopf. Hier knüpft Dueck an seine Bücher "Wild Duck" und "E-Man" an (Spektrum der Wissenschaft 11/2000, S. 101 und 9/2002, S. 114) und wagt die Prognose, dass die Richtigen ihre Führungsrolle in naher Zukunft an die Wahren werden abtreten müssen.

Mit der Typeneinteilung - die Dueck noch erheblich verfeinert - ist das so eine Sache. Ich bin bereit, "richtig", "wahr" und "natürlich" als eine Art von Koordinatensystem zu akzeptieren. Jeder Mensch ist eine Mischung aus diesen drei "Reinformen", und deren Studium hilft, mich und andere zu verstehen - was Dueck eindrucksvoll nachweist. Aber er geht darüber hinaus, indem er behauptet, im Prinzip sei jeder Mensch einer der Reinformen zuzuordnen, und das sei auch gar nicht schwer herauszufinden: Eine dreiminütige Selbstdarstellung genüge. Dass regelmäßig eine der Komponenten dominiere, sei auch nicht weiter verwunderlich: Ein Mischtyp habe es eben viel schwerer im Leben, weil er die inneren Konflikte zwischen seinen verschiedenen Komponenten mühsam in jedem Einzelfall lösen müsse.

Das klingt mir zu sehr nach Schubladendenken. Mit diesem Einwand gehöre ich in die Kategorie "wahrer Mensch", Unterkategorie "Pfarrer und Menschenversteher"; denn Dueck kann die Menschen bereits nach den Einwänden, die sie gegen seine Philosophie äußern, in Schubladen einteilen. Aber das stört nicht besonders. Der wahre Mensch Dueck bietet so viele originelle und unkonventionelle Gedanken, dass dieses kleine Abgleiten in eine Unart der Richtigen nicht ins Gewicht fällt.

Rezensent: Christoph Pöppe

Klappentext

Das Buch spielt mit einem neuen, ganzheitlichen Vorstellungsbild des Menschen, der aus drei verschiedenen Einheiten zusammengesetzt gedacht wird: das analytische Denken residiert in einer computerähnlichen linken Gehirnhälfte, die kreative Intuition sitzt wie ein naturbelassenes neuronales Netzwerk in der rechten. Der Mensch denkt, wohin ihn das dritte System lenkt: Ein hyperschneller Anzeichen-Identifizierer alarmiert bei Gefahr, Boss oder nackter Haut die Aufmerksamkeit, unbe-wusst, ohne Denken. Bis auf ein paar Zeilen mathematischer Erklärung ist dieses Buch fulminante Philosophie. Alle Ansichten dieser Welt werden gedreht und bleiben zum Teil auf dem Kopf stehen. Die Lehren von Platon, Aristoteles, Konfuzius, Epikur, Freud & Co erscheinen als notwendige Philosophien verschiedener Gehirnnutzungsvarianten. Das Buch ist eine scharfsinnig-bissig-humorvolle und sehr persönliche Auseinandersetzung des Autors mit dem, was wir „Lebenssinn“ nennen. Und eine Antwort versucht es auch! Zum Lachen, zum Staunen, zum Kopfschütteln, und zum Weinen natürlich.
„Der Sinn des Lebens – made by Dueck“ so lautet der Slogan auf Plakaten des Verlages.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ekkehard Schulz am 30. August 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite, Aus griechischen Philosopen wie Plato, Aristoteles, Aristid, Mathematik neuronaler Netze, Erfahrung aus Lehre und Wirtschaft und wahrer Menschenkenntnis webt Prof Dueck ein dichtes Modell der verschiedenen Menschentypen, ihrer Strategien, das an Einsicht und Klarheit nicht zu überbieten ist. Seine Beispiele sind einprägsam,lebensnah und auf den Punkt formuliert. Man lernt sich und andere besser verstehen und sieht den Sinn seines Lebens nachher in einem anderen Licht. Ein wahres Buch nicht nur für wahre Menschen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kankin Gawain TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 27. September 2009
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Dueck wollte ursprünglich nur aufzeigen, wie sehr die Personal-, also Menschenführung, unserer Unternehmen auf selbstschädigend-dämliche Weise von den Erfordernissen unserer menschlichen Natur abweicht, wie wenig der Mensch darin wirklich gefördert wird, und in welch geringem Maße er trotz aller anderslautenden (und wohlklingend verkündeten) "Unternehmensphilosophien" wirklich seine Kreativität entfalten, Sinnvolles schaffen kann. Im Gegenteil stutzen Managementstrukturen und die darin begünstigte, menschenunkundige, Managerklasse jeden noch so zarten Trieb persönlicher Entfaltung und außergewöhnlicher Leistung.
Um dies so begründen zu können, dass es wirklich auch der letzte seiner Leser versteht, muss Dueck erst einmal tief Atem und dann weit aus-holen, um zunächst jene Sinn-Konzepte der antiken Philosophen auseinanderzunehmen, die einfach nicht in der Lage sind, den Sinn unserer menschlichen Existenz so zu erfassen und zu deuten, dass es wirklich auf jeden Menschen passt - ein Unterfangen, dass Dueck auf originellste Weise mit ein paar tiefsinnigen aber doch simplen Fragen gelingt.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "dantamberg2" am 7. März 2003
Format: Gebundene Ausgabe
In Douglas Adams subversiv-philosophischem Science-Fiction-Epos "Per Anhalter durch die Galaxis" ist die Erde ein riesiger Computer zur Ermittlung der Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und allem anderen. Kurz bevor das Ergebnis der ungeheuer langwierigen Berechnung jemandem mitgeteilt werden kann, wird die Erde von ignoranten Vogonen gesprengt. Wäre das nicht nur ein überdrehtes Science-Fiction-Szenario, dürften wir langsam beginnen uns zu fürchten. Denn für mein Gefühl kommt der Mathematiker und hauptberufliche IBM-Querdenker Gunter Dueck in "Omnisophie" dem Kern der Sache, was bisher zwischen den Menschen eigentlich so schrecklich schief läuft, schon ziemlich nahe. Das geschieht in durchaus weltverbesserischer Absicht, aber ohne unangenehmen missionarischen Eifer, ohne religiösen oder esoterischen Fundamentalismus und - in diesen Zeiten eine Wohltat - ohne eine neue vermeintliche Heilslehre zu propagieren. Stattdessen schafft es Dueck mit seinem einzigartigen, scheinbar ausschweifenden, aber am Ende immer „sinn-vollen" Schreibstil, den Leser quasi in Echtzeit in seine Überlegungen und in sein Ringen um Erkenntnis hineinzuziehen, um am Ende „gemeinsam" zu gut begründeten Vermutungen, plausiblen Vorschläge und fruchtbaren Fragen zu kommen.
Dueck holt bis in die Antike aus: Zunächst dekonstruiert er die Philosophien seiner berühmten klassischen und neuzeitlichen Vorgänger zu den Themen "höchstes Gut", "Lebenssinn" und "Erkenntnis". Er entlarvt sie u.a. als Ausdruck der verschiedenen Charaktertypen ihrer Schöpfer und erklärt den "ewigen Streit" zwischen den verschiedenen Philosophie-Schulen deshalb für nicht zu entscheiden.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "hmedeiros" am 18. Oktober 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Inspiriend, zutiefst humanistisch und human hört sich dieses Buch an. Man hat, sagen wir mal, bis Seite 36 oder 105 oder so gespannt gelauscht und dann: Zack! Hoppla!, was war das?! Zurück blättern und Wort für Wort, Gedanke für Gedanke wie eine belgische Praline gaaanz langsam im Geist schmelzen lassen! Bei jedem liebevollen Schmunzeln des Autors mitschmunzeln, hier und dort komplizenhaft augenzwinckern "ach ja, Sie also auch...". Die Stellen mit den mathematischen Erklärungen nicht auslassen, bloß nicht, sie sind ein kristallklares Vergnügen!
Und wenn dann, später, viel später, deine linke Gehirnhälfte signalisiert: fertig gelesen, wir sind bei der letzten Seite angekommen und da macht ein richtiger Mensch das Buch zu... glaub es ihr nicht, geh doch zurück in das Hundertwasserhaus, irgendwo bei Plato um die Ecke, glaube ich, und horche ruhig noch einmal wie die ganze Melodie sich anfühlt!
Dieses Buch handelt nämlich von uns.
Richtig! Echt wahr, natürlich!
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