Vorab: ich bin NICHT mit diesen Büchern aufgewachsen, und hatte schon früh aus allen möglichen Gründen (die nicht unbedingt explizit etwas mit dem Buch selbst zu tun hatten), eine etwas ablehnende Haltung. Nun sind wir aber auf dem Flohmarkt an das Buch herangelaufen + ich dachte, ich sollte ihm vielleicht doch noch eine Chance geben.
Und meiner Meinung nach hat es sich gelohnt. Anfangs war ich noch ziemlich verärgert und irritiert von dem ruppigen Tonfall der Oma (ständig "zetert" und schreit sie (könnte man Bestimmteheit nicht etwas freundlicher beschreiben??), und der durscheinende Dialekt (der für mich recht Bayrisch klingt) ist auch nicht gerade mein Fall + erinnerte mich gleich an eine Vielzahl anderer Kinderbücher wie beispielsweise Pumuckl etc, in denen diese permanent zeternden und schimpfenden Eltern und Nachbarn als völlig normal dargestellt werden). Aber trotz aller ursprünglichen Vorbehalte hat es Frieders Oma geschafft, mich zu erweichen und mich dazu zu bringen, sie ins Herz zu schließen als - für mich bayrische - Mary Poppins-Karikatur, die keinerlei Pseudo-Erwachsene Standesdünkel von dem, was Spaß macht und benötigt wird, abhalten können. Allerdings halte ich die Altersempfehlung "ab 5" für deutlich zu hoch - das sind für mich eher Geschichten für deutlich jüngere (Kindergarten)Kinder oder dann eben für's erste Lesen (wie nun bei meiner Tochter) - was nicht heißen soll, daß nicht auch ältere Kinder ihren Spaß daran haben können.