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Kundenrezensionen

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Nachdem ich vor gut 2 Jahren mit einer Canon 1100D angefangen habe, hatte ich einige Zeit eine Canon 550D und dann eine Sony Alpha 57(siehe mein Test). Mit dieser war ich eigentlich sehr zufrieden, aber für viele Anwendungen war mir diese oft zu groß. Deshalb war klar, dass eine spiegellose Systemkamera her musste.
Nach einiger Suche standen drei Spiegellose in der engeren Auswahl: Die Sony NEX 6, Olympus E-PL5 und eben die Olympus OM-D E-M5.
Warum meine Wahl auf die OM-D fiel werde ich im weiteren erläutern.

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>>>>>>>>>> VERARBEITUNG / GEHÄUSE <<<<<<<<<<<

Die Verarbeitung der OM-D ist über jeden Zweifel erhaben. Alles füllt sich sehr stabil und robust an, was man aber auch am Gewicht merkt. Denn im Vergleich zu den kompakten Abmaßen ist die Kamera recht schwer, was aber auch zum wertigen Eindruck beiträgt.
Besonders toll und einer meiner der Kaufgründe ist der Staub- und Spritzwasserschutz. Endlich nicht mehr die Kamera verstauen müssen, wenn es mal anfängt zu regnen und auch im Winter bei Schnee fotografieren.
Der Retrolook ist sicher Geschmackssachem, ich finde ihn aber wirklich sehr gut gelungen. Bei der schwarzen Variante hat der Griff eine Maserung, die eher an modernes Synthetik-Gewebe erinnert und sieht damit etwas eleganter und moderner aus. Wer es richtig Retro mag nimmt die silberne Variante, deren Griff mit typischer Ledermaserung daherkommt.

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>>>>>>>>>> HANDLING / ERGONOMIE <<<<<<<<<<<

Einen ausgeformten Griff wie eine große DSLR bietet die OM-D nicht. Auch ist die Grifffläche an der Vorderseite recht glatt. An der Rückseite gibt es dafür eine sehr gut platzierte Daumenmulde, durch die die Griffigkeit deutlich verbessert wird und man auch ohne Probleme einhändig fotografieren kann. Insgesamt liegt die Kamera gut in der Hand, aber nicht sehr gut.

Die Knöpfe fühlen sich ungewohnt schwammig an. Besonders die Pfeiltasten des Vier-Wege-Kreuzes gefallen mir nicht so. Ansonsten sind diese alle sehr gut erreichbar und reagieren prompt. Allerdings sind die Tasten, bedingt durch die kompakten Ausmaße der Kamera, etwas klein. Wer keine große DSLR mit rumschleppen will, muss eben auch Kompromisse eingehen können. Mich stören die etwas kleinen Knöpfe nicht, allerdings könnten Leute mit großen Händen Probleme beim Handling der Kamera haben.

Die zwei Bedienräder an der Oberseite sind sehr hochwertig, bieten genau den richtigen Widerstand und lassen sich damit angenehm bewegen. Das etwas weiter oben und links liegende Rad kann theoretisch auch mit dem Daumen von hinten bedient werden, allerdings liegt es dafür etwas zu weit links. Besser ist es mit dem Zeigefinger von vorne überzugreifen. Klingt umständlich, ist es aber nicht. Die zwei Bedienräder, der Auslöser und zwei frei belegbare Knöpfe liegen auf der Oberseite zwar nah beisammen, lassen sich aber durch unterschiedlich hoher Anordnung gut unterscheiden und tragen zu einem hervorragendem Workflow bei.
Die Wiedergabe- und Fn1-Taste oben rechts auf der Rückseite sind sehr klein und mit dem Daumen etwas schwer zu bedienen, lassen sich aber sogar durch übergreifen mit dem Zeigefinger betätigen. Mit der OK-Taste hat man schnell zugriff auf alle übrigen Einstellungen, die man noch nicht auf irgend eine Taste gelegt hat.

Die Aussagen über eine unübersichtliche oder unzumutbare Menüführung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es gibt sicher auch Übersichtlichere, aber ich habe mich nach wenigen Minuten daran gewöhnt. Es gibt eben einfach eine ganze Menge einzustellen. Nicht so schön sind die vielen Abkürzungen, die wirklich unnötig sind, da genügend Platz vorhanden ist. Im allgemeinen versteht man aber was gemeint ist. Viel gravierender ist die schlechte Übersetzung. Das „Farbraum“ mit „Raum färben“ übersetzt wird kann man sicher noch verschmerzen, aber die Infoboxen sind teilweise nicht zu verstehen. Da ich wissen wollte, ob das wirklich an der Übersetzung liegt, habe ich die Sprache auf Englisch gestellt und siehe da plötzlich war das alles ganz verständlich.
Insgesamt ist das aber alles halb so schlimm, da es vielleicht 5-6 Menüpunkte betrifft und ja auch bei weitem nicht so schwer wiegt wie z.b. eine fehlende Funktion. Ein Blick ins Handbuch ist aber in jedem Fall dringend nötig.

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>>>>>>>>>> AUSSTATTUNG / KONFIGURIERBARKEIT <<<<<<<<<<<

Ehe ich aufzähle, was es alles an Funktionen gibt sage ich lieber was es im Vergleich zur Konkurrenz nicht gibt. Ein Panorama-Funktion, eine HDR-Funktion bei denen die Fotos gleich zusammengefügt werden und Wifi-Funktion fehlen.
Ansonsten gibt es fast alles was das Fotografenherz begehrt und eine echte Weltneuheit – Live Bulb. Aber das Wichtigste und für mich auch kaufentscheidende gegenüber der Sony NEX 6 ist die hohe Konfigurierbarkeit.
Insgesamt 5 Tasten und die beiden Bedienräder lassen sich individuell mit Funktionen belegen. Sogar die für mich sonst unnütze Videotaste bekommt so eine nützliche Funktion. Das Objektiv besitzt darüber hinaus noch eine frei belegbare Taste, die ich sinnvollerweise mit der Umschaltung von MF/AF belegt habe. Wer aber eh nur mit Autofokus knipst kann sich hier aber auch was anderes drauf legen. Alle nicht auf Tasten verteilte Funktionen sind schnell über die OK-Taste erreichbar. Außerdem kann man noch viele viele andere Kleinigkeiten einstellen, die jetzt aufzuzählen den Rahmen sprengen würde.

Das Display löst mit 610.000 Pixel eher moderat auf für die Preisklasse. Das ist zwar absolut ausreichend, aber etwas mehr wäre doch ganz schön gewesen. Mit Pixeln scheint Olympus allerdings allgemein nicht so freigiebig zu sein. Dafür bietet das Display mit OLED-Technik ein sehr helles und kontrastreiches Bild. Das es nur klapp- und nicht schwenkbar ist könnte den einen oder anderen stören, mich aber nicht. Die Touchfunktion ist ein nettes Extra, vor allem zum zielgenauen fokussieren und auslösen.

Der Sucher löst genauso fein auf, wie meine Sony SLT-A57 – mit 1,44 Mio. Pixeln. Allerdings ist er wesentlich kontrastreicher wie bei der SLT-A57. Der Mitzieh-Effekt beim schwenken ist gering und lässt sich für Sportaufnahmen im Menü noch weiter verbessern, allerdings mit ganz leichten Einbusen bei der Auflösung. Wasserwaage und Live-Histogramm lassen sich natürlich auch einblenden.

Der Bildstabilisator arbeitet sehr gut und steht einem guten optischen Stabilisator eines Objektives in nichts nach. Mit aufgestützten Ellenbogen, ruhiger Hand und etwas Übung sind auch bei einer Auslösezeit von 1/2 s verwacklungsfreie Bilder möglich. Dass der Bildstabilisator laut ist stimmt nur wenn man ihn so einstellt, dass er bereits beim fokussieren(halb gedrückter Auslöser) arbeitet. Ansonsten ist der kaum zu hören und auch sonst ist er nicht lauter wie so manch anderer Stabilisator.
EDIT: Mit M.Zuiko 40-150mm vor kurzem getestet: Verwacklungsfreie Bilder bei 150mm Brennweite, 1/10s Verschlusszeit und aus der (ruhigen)Hand, sind möglich - Super!

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>>>>>>>>> AUTOFOKUS / GESCHWINDIGKEIT <<<<<<<<<

Man sollte sich von Anfang an im klaren sein, das man es hier mit einem Kontrast-Autofokus zu tun hat. Das bedeutet, dass das Objekt mit dem höchsten Kontrast im Bild fokussiert wird und das muss nicht zwingend das Objekt sein was einem am nächsten ist. Das komplette Fokusfeld zum fokussieren zu benutzten ist deshalb in den seltensten Fällen sinnvoll. Ich benutzte meist die mittleren 9 AF-Felder. Aber auch dann kann es vorkommen, dass der Hintergrund fokussiert wird. Das passiert allerdings eher selten. Im allgemeinen fokussiert die Kamera sehr sicher und präzise. Der Vorteil des Kontrast-Autofokus ist, das immer exakt fokussiert wird, Front- oder Backfokus gibt es nicht. Für weitere Infos dazu schauen sie einfach unter "Weiterführende Links" am Ende der Rezension.

Die Geschwindigkeit des AF ist phänomenal schnell. So macht fotografieren einfach Spaß.
Den kontinuierlichen Autofokus(C-AF) habe ich noch nicht getestet, soll allerdings nicht an den C-AF eines Phasen-AF herankommen.
Beim Einschalten ist die OM-D allerdings nicht die schnellste. Bis die Kamera schussbereit ist kann es schon mal fast 2 Sek. dauern. Klingt viel, merkt man aber in der Praxis eher selten.
Zusammenfassend findet man hier einen wirklich guten Autofokus, der auch zum großen Teil dazu beiträgt, dass es einfach Spaß macht mit der OM-D zu fotografieren.

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>>>>>>>>>> BILDQUALITÄT / OBJEKTIV <<<<<<<<<<

Das Kitobjektiv ist meine persönliche Überraschung an der Kamera. Es ist trotz einer Baulänge von 8 cm relativ lichtschwach. Dafür fährt es weder beim Fokussieren, noch beim Zoomen aus. Zoomring, Fokusring und Bajonett sind aus Metall, der Rest aus sehr gut verarbeitetem Kunststoff. Dadurch dass in dem Objektiv mechanischer Zoom, elektronischer Zoom und eine Makrofunktion vereint sind, ist es sehr flexibel einsetzbar.
Beim elektrischen Zoom wird der Zoomring fixiert und lässt sich gegen einen Widerstand leicht nach rechts und links drehen, wodurch man sehr präzise die Geschwindigkeit des Zooms steuern kann. Der mechanische Zoom geht leider nicht ganz so geschmeidig, aber immer noch um Längen besser als z.B. der Zoom des neuen Kit-Objektivs der Sony NEX 6. Im Makromodus wird die Brennweite auf 43mm fixiert und man kann besonders nah an das Objekt heran.
Schon bei Offenblende sind die Bilder hervorragend scharf und auch abblenden bringt kaum noch ein Auflösungsgewinn. Das ist angesichts der schwachen Lichtstärke auch gut so. Man kann also ohne Bedenken jederzeit zur größtmöglichen Blende greifen.
Insgesamt ist es das besste Kit-Objektiv, dass ich bisher hatte.

Das Rauschverhalten steht meiner Sony SLT-A57, trotz des kleineren Sensors, in nichts nach. Vor allem das Schattenrauschen ist bei der OM-D deutlich weniger stark vertreten, was sie ideal für Low-Light-Einsätze macht. Die Rauschunterdrückung arbeitet effektiv, wobei aber natürlich Details verloren gehen. Dennoch werden auch bei höchster Rauchunterdrückung bis ISO 3200 noch recht wenige Details verschluckt. Da sahen die Texturen bei meiner SLT-A57 oft schon recht matschig aus. Im großen und ganzen ist das Rauschen sehr feinkörnig und angenehm und sollte auf Ausdrucken selbst bei hohen ISO-Zahlen kaum zu sehen sein.

Insgesamt ist die Abbildungsleistung der OM-D mit dem Kit-Objektiv schon außerordentlich gut. Aber wie bei jeder Kamera gilt, dass man nur mit entsprechenden Festbrennweiten die volle Leistung aus der Kamera holen kann. Mit den zwei Linsen von Sigma(19mm f/2,8 und 30mm f/2,8) bekommt man hier sogar einen sehr guten und günstigen Einstieg.

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>>>>>>>>>>> LOWLIGHT-PERFORMANCE <<<<<<<<<<<<<

Hier muss man unterscheiden, ob man statische oder bewegte Motive fotografieren. Bei statischen Motiven, möchte ich behaupten, sind die Lowlight-Eigenschaften der E-M5 sogar besser als die vieler Vollformatkameras ist, was an dem hervorragendem 5-Achsen-Stabilisator liegt. Denn der kann locker 3-4 Belichtungsstufen ausgleichen und das vor allem auch mit Festbrennweiten, die sonst an kaum einer Kamera stabilisiert werden - d.h. statt ISO 3200 kann ich zu ISO 400 oder mit ruhiger Hand auch zu ISO 200 greifen.

Bei bewegten Motiven sieht das natürlich etwas anderes aus. Da brauche ich kurze Verschlusszeiten und muss den ISO-Wert entsprechend hochdrehen, wobei Kameras mit geringerer Pixeldichte natürlich Vorteile haben. Bedenken muss man aber auch noch, dass ich bei MFT-Kameras ohne Probleme zur Offenblende(z.B. f/1,8) greifen kann ohne dass sich das negativ auf die Bildschärfe auswirkt. Bei Kameras mit größeren Sensoren ist die Bildschärfe bei offener Blende meist nicht optimal.

Es wird ja ständig moniert, dass die MFT-Sensoren stärker rauschen und deshalb schlechter für Lowlight-Situationen geeignet sind. Insgesamt kann man sagen, das sie stärker rauschen, aber deshalb nicht gleich schlechter für Lowlight-Situationen geeignet sind. Bei statischen Motiven ist insbesondere die OM-D E-M5 sogar besser als manch andere Kamera mit größerem Sensor.

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>>>>>>>>>>>> FAZIT <<<<<<<<<<<<

Von einer echten DSLR, über eine Hybrid mit halbdurchlässigen Spiegel bis hin zu einer Spiegellosen habe ich nun jedes System einmal ausgiebig ausprobiert. Und endlich kann ich sagen, dass ich am Ziel bin. Für mich kommt in Zukunft keine andere Kamera, wie eine Spiegellose in Frage. Wenn Olympus so weiter macht wird es auch wieder eine Olympus sein.
Die Olympus OM-D E-M5 kombiniert in herausragender Art und Weise hervorragende Bildqualität, perfekte Verarbeitung, tolles Design und garniert das ganze mit einem rasanten Autofokus und hoher Konfigurier- und Individualisierbarkeit. Und nun für alle Freunde der harten Zahlen, meine abschließende Wertung.

Verarbeitung/Gehäuse >> 5 Sterne (12,5 %)
Handling/Ergonomie >> 4,5 Sterne (12,5 %)
Ausstattung/Konfigurierbarkeit >> 4,8 Sterne (12,5 %)
Autofokus/Geschwindigkeit >> 4,7 Sterne (12,5 %)
Bildqualität/Objektiv >> 4,8 Sterne (50 %)

GESAMT >> 4,8 Sterne <<

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+++++ DIE ALTERNATIVEN +++++

Panasonic GX7:
Ausstattungstechnisch bietet die einiges mehr und auch die Bildqualität ist fast auf gleicher Höhe. Dazu kostet sie auch etwa genauso viel. Allerdings ist die Verarbeitung der OM-D noch etwas besser und man muss auf den Staub-und Spritzwasserschutz und 5-Achsen-Stabi verzichten. Auch ist der Sucher nicht so gut für Brillenträger geeignet.

Panasonic G6:
Ähnliche Merkmale wie die Panasonic GX7, allerdings ist die Bildqualität minimal schlechter und die Verarbeitung ist bei weitem nicht so hochwertig. Dafür ist sie gut 400 EUR günstiger.

Sony NEX 6:
Gut 300 EUR günstiger und ebenfalls hervorragende Bildqulität. Auf Staub-und Spritzwasserschutz und 5-Achsenstabi muss man auch hier verzichten. Außerdem ist das Menü katastrophal und Funktionsumfang, Ergonomie und AF sind deutlich schlechter. Auch ist der Sucher für Brillenträger wieder nicht so gut geeignet.

Sony NEX 7:
Etwa 200 EUR günstiger und durch ihren 24MP-Sensor im niedrigen ISO-Bereich etwas bessere Bildqualität. Ansonsten trifft das selbe zu wie auf die Sony NEX 6.

Olympus E-P5:
Der selbe Preis und die selbe Bildqualität. Hat ein paar Funktionen mehr und das Handling mit den doppelt belegbaren Einstellrädern finde ich toll. Allerdings muss man auf den Staub- und Spritzwasserschutz verzichten. Außerdem ist kein Sucher integriert. Den muss man sich als Aufstecksucher extra kaufen.

Olympus OM-D E-M1:
In allem belangen eine Weiterentwicklung. Die Bildqualität ist aber nur marginal besser. Ansonsten ist die E-M1 ein echtes Profimodell mit einem entsprechend Preis. 700 EUR mehr muss man gegenüber der E-M5 auf den Tisch legen.

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+++++ WEITERFÜHRENDE LINKS +++++

Die meisten werden sich sicher schon alle möglichen Tests angeschaut haben. Wer der englischen Sprache mächtig ist sollte sich aber auf jeden Fall den auf dpreview.com zu Gemüte führen. Dieser ist sehr ausführlich und enthält auch eine Auflistung aller Funktionen und Menüpunkte der OM-D. Mir hat er sehr geholfen, da ich genau wissen wollte was ich alles einstellen kann und welche Funktionen die Kamera hat.
Hier der Link:
>>> Der Link wird leider nicht angezeigt, ich werde ihn in einem Kommentar hinterlegen!

Wer dem Kontrast-AF noch etwas skeptisch gegenübersteht und auf den Phasen-AF schwört, der sollte sich mal den Bericht auf colorfoto.de anschauen. Hier werden Kontrast- und Phasen-AF eingehend verglichen.
Hier der Link:
>>> Der Link wird leider nicht angezeigt, ich werde ihn in einem Kommentar hinterlegen!

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+++++ NACHTRAG(nach 2 Monaten Nutzung) +++++

Damit meine Rezension nicht zur einzigen Lobhymne auf die OM-D wird möchte ich noch ein paar Kritikpunkte anbringen, die mir so aufgefallen sind:

- Leider kann man beim filmen nicht mit dem Touchscreen fokussieren und muss sich auf den Autofokus verlassen. Manuelles Fokussieren ist für Film-Anfänger etwas schwierig, da es kein Fokus-Peaking gibt. Der Autofokus könnte manchmal etwas flotter scharf stellen, im Großen und Ganzen bin ich aber gut damit zurechtgekommen. Für professionelle Filme ist der AF aber einfach zu unzuverlässig.

- Die Veränderung der Größe des AF-Feldes könnte direkter erreichbar sein. Denn dazu muss man erst 2 Tasten drücken. Besser wäre es, wenn man die Größe des AF-Feldes gleich nach dem Drück auf die "Pfeil-Links-Taste" ändern könnte, man muss aber erst noch die Info-Taste drücken, was unnötig und umständlich ist.

- Die MySets sollten einen extra Platz auf dem Moduswahlrad haben. Denn das auswählen über das Menü ist etwas umständlich. Bereits bei der E-PL5 konnte man das machen. Schade das Olympus seine höher angesiedelten Modelle nicht per Firmware an den Funktionsumfang der Einsteigermodelle anpasst, das machen andere Hersteller deutlich besser. Siehe Panasonic oder Fujifilm, die ihrer X-E1 sogar das Fokuspeaking der günstigeren X-M1 spendiert haben.

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+++++++++++ UPDATE 04/2014: Nicht mehr die beste, aber immer noch auf der Höhe der Zeit ++++++++++++++++++++++

Nach einem Jahr Nutzung bin ich immer noch absolut zufrieden mit der OM-D E-M5. Trotz den zwei Jahren die sie schon auf dem Markt ist, hat sie nicht von ihrer Aktualität verloren. Meist sind es nur Kleinigkeiten, wie Wifi und Fokus-Peeking, die sich weiterentwickelt haben. Die wichtigen Dinge, wie Bildqualität, sind aber immer noch absolut auf Höhe der Zeit. Desweiteren ist sie immer noch irgendwie einzigartig - den 5-Achsen-Stabilisator und Staub-und Spritzwasserschutz gepaart mit der Kompaktheit bietet bisher kein anderes Kameramodell.
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66 Kommentare|111 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2014
Es ist ja schon viel über diese Kamera geschrieben worden und ja auch meist sehr positiv. Ich habe viele dieser Rezensionen gelesen ehe ich nun diese Kamera angeschafft habe. Es ist meine erste spiegellose Systemkamera, davor hatte ich erst zahlreiche analoge SLR Kameras und dann zwei DSLRs. Natürlich nebenbei noch handlichere Kompaktkameras wie z.B. die XZ-1, aber ich habe halt immer noch ein besseres Gefühl für die Bildkomposition, wenn ich durch einen Sucher sehen kann.

Anderseits bin ich nur selten geneigt eine mächtige Ausrüstung mitzuschleppen. Die ist zuhause prima, aber kommt höchstens bei bewussten Einsätzen aus dem Haus und so zum Mitnehmen war es dann bisher doch eher die Kompakte. Leider gibt es keine perfekte Kamera für alle Zwecke und die Frage wie und wo man seine Kamera(s) hauptsächlich einsetzten will, muss jeder für sich beantworten.

Eine weitere Überlegung ist vielleicht wie man sich die zukünftige Entwicklung vorstellt. Digitale Kameras veralten anscheinend rasend schnell und so werden viele Überlegungen auch schnell obsolet. Glücklicherweise scheint das bei Objektiven nicht so zu sein, so hatte ich z.B. die noch an der analogen Kamera genutzten Nikon Objektive sehr gut verkaufen können. Damals hatte ich auf das APS-C Format und Canon gewechselt. Dann habe ich nochmals auf Four-Thirds gewechselt und nun auf MFT. Immer bin ich zumindest die Objektive ganz gut losgeworden. Trotzdem hoffe ich dass diese Auswahl nun mal wieder länger hält, aber das habe ich immer gedacht...

Derzeit gefällt mir vieles am MFT System gut, vor allem die Kompaktheit, die mittlerweile recht gute Auswahl und dass man nicht ein Vermögen für akzeptable Objektive ausgeben muss.

Eine weitere Überlegung war, doch eventuell wieder ein Universalzoom für unterwegs zu probieren. Ich hatte das schon beim Umstieg auf APS-C mit dem Canon 17-85mm probiert und war damals sehr enttäuscht von der sehr schlechten Qualität im Weitinkelbereich und so wurde es doch wieder eine fette Ausrüstung und mehrere Objektive.

Jetzt wollte ich den Versuch wieder wagen und etwas kompaktes universelles mit guter Qualität suchen. Mein Sohn hatte ein M-Zuiko 14-150 an seiner Pen und da konnte ich an den Bildern wirklich nichts aussetzen. Dieses Objektiv konnte ich mir durchaus als ein häufig genutztes Objektiv in meinem Set vorstellen. Eine Pen wollte ich aber schon mangels Sucher nicht unbedingt. Und da dieses und viele andere interessante MFT Objektive keinen Stabi haben, war eine OM-D (mit sensor-shift Stabi) schnell an erster Stelle der Liste.

Davon hatte ich nun 3 zur Auswahl: Die E-M5 war ja nun schon einige Zeit am Markt aber vielleicht doch die für meine Zwecke idealste. Die E-M10 ist nicht so gut von den Elementen geschützt und da die Kamera viel mit auf dem Segelschiff ist wollte ich da eher auf der sicheren Seite sein, auch weil ich mit einer Canon 350D in der Seeluft nicht so gute Erfahrungen gemacht habe. Ja und dann ist da noch der bessere Stabi gegenüber der M-E10. Eher hätte ich noch zur M-E1 tendiert, schon wegen der alten FT Objektive, von denen ich aber nun nur mehr eines habe (50mm 2.0). Aber größer und viel teurer... Also dann doch die erprobte E-M5.

Das waren die Gedanken vor dem Kauf, ich habe dann die E-M5, ein M-Zuiko 14-150mm und ein Lumix 20mm f1.7 gekauft. Ein oder zwei Objektive werden sicher noch dazu kommen.

Nun, da ich die Kamera einige Wochen ausprobiert habe, kann ich auch sagen, dass meine Erwartungen eher übertroffen wurden.

Die Kamera ist noch kompakter als ich gedacht habe, trotzdem kann ich sie gut handhaben und mit dem 14-150 in einer kleinen Neopren-tasche ist das Set wirklich handlich genug um fast immer dabei zu sein. Auch wenn das Objektiv seine Schwächen hat (ausgeprägte CA im WW Bereich), wird es trotzdem wohl für 90% der Bilder herhalten. Es ist einfach praktisch und die Resultate für mich mehr als zufriedenstellend. Auf jeden Fall habe ich nicht mehr das Gefühl die Weitwinkelbider am liebsten wegzuwerfen wie damals beim alten Canon 17-85 das mich mal so von den Travelzooms abgeschreckt hat.

Die Kombination E-M5 und 14-150 ist eine klare Empfehlung. Auf Stellung 20mm und verglichen mit dem ausgezeichneten Lumix 20mm 1.7, sieht man auf einem bildschirmfüllenden (17"MacBook) Foto keinen Unterschied, man muss schon die Lupe nehmen um die CA und gewisse Randunschärfen zu sehen. Kontrastmäßig scheinen beide Bilder gleich. Auf Stellung 50mm und verglichen mit dem extrem scharfen MF 50mm 2.0 Macro, ist es ähnlich. Hier kann man einen leichten Kontrastunterschied erahnen, mit der Lupe sieht man beim Zoom leichte Unschärfen im Randbereich, die CA ist bei 50mm kaum noch erkennbar. In Bildmitte kann ich keinen Unterschied herausarbeiten.

Aber eigentlich geht es hier um die Kamera, die ich allerdings nicht so ganz, ohne Objektive mit einzubeziehen, beurteilen möchte.

Nachdem ich so viel über diese Kamera gelesen hatte, war meine Erwartung entsprechend gross, trotzdem war ich positiv von der Bildqualität und dem geringen Rauschen bei hohen ISO Werten überrascht. Ich habe eine einzige Kerze angezündet und damit das Wohnzimmer beleuchtet. Wenn man die Kamera machen lässt was sie für gut hält und iAUTO einstellt, dann belichtet sie in diesem Fall mit f1.7 (Lumix 20mm) und 1/6s bei 1600 ISO. Aus der Hand ist kein Verwackeln zu sehen, absolut kein Rauschen, um die herum Flamme etwas überstrahlt und der ganze Raum ist ausgeleuchtet zu sehen. Ich habe es dann mit ISO8000 versucht und eine entsprechend kürzere Verschlusszeit bekommen. Rauschen ist dann minimal sichtbar aber nicht störend. Ich habe übrigens die Rauschunterdrückung abgeschaltet und die Schärfung auf -2 zurückgedreht, diese Kamera braucht das alles nicht, es wirkt eher übertrieben.

In einer alten Fabrik habe ich bei wenig Licht mit dem Universalzoom gearbeitet. Bei langen Brennweiten bis 150mm (300mm Kleinbildequivalent) hat die Kamera auf bis zu ISO 8000 hochgeregelt, aber alle Aufnahmen sind einwandfrei, umverwackelt und Rauschen muss man suchen. Ich hatte in dem düsteren Raum viele Bilder mit verschiedenen Brennweiten geschossen und die Kamera hat via Auto-ISO werte zwischen 200 ISO und 8000 ISO sehr sinnvoll und brennweitenabhängig ausgewählt. Die Verschlusszeiten lagen zwischen 1/30 und 1/250. Ich habe noch nie in meinem bisherigen Fotoleben so scharfe umverwackelte Telebilder bei so wenig Licht machen können.

Apropos Tele, stark reingezoomt kann man auch kreativ die Schärfenebene beeinflussen und ein recht nettes Bokeh aus dem Universalzoom bekommen. Systembedingt halten sich hier die Möglichkeiten leider in Grenzen.

Angenehm finde ich, dass das satte 'Schlapp' des Spiegels nun wegfällt und man nur kurz den Verschluss hört. Weniger Erschütterung und die Serienbilder gehen mit 9/s sehr mühelos ab. Sehr schön ist das für das Bracketing und ich mache nun viel häufiger Aufnahmen mit drei Belichtungen weil das so schnell und fast unbemerkt geht. Die HDS Nachbearbeitung hatte bisher nie Probleme mit aus aus der Hand geschossenen Serien. Wenn da etwas verwäscht sind es Blätter die sich im Wind bewegen, aber alles andere sieht genauso gestochen scharf wie in den einzelnen Bildern aus.

Auch der Autofokus, ganz besonders in Kombination mit dem 14-150 Zoom überzeugt durch Schnelligkeit und Treffsicherheit. Ich kann hier keinen Nachteil zu den mir bekannten Phasen Autofokus Systemen erkennen. Das trifft auf jeden Fall für die beiden MFT Objektive die ich habe zu. Das aus dem FT System stammende und über Adapter betriebene 50mm Macro stellt allerdings sehr langsam scharf, trifft aber auch den Fokus genau.

Den mitgelieferten Aufsteckblitz habe ich noch nie benutzt und werde ihn wahrscheinlich auch nie benutzen weil die Kamera bei fast jedem Licht noch gute Bilder macht. Manchmal finde ich zwar einen schwachen Aufhellblitz ganz gut, aber ich glaube nicht, dass ich ihn dafür extra raushole. Das ist vielleicht ein kleiner Nachteil gegenüber der E-M10.

Negativpunkte:

Da habe ich eigentlich keine Überraschungen gehabt. Mir fehlt eigentlich nur der gestalterische Spielraum mit Schärfen und Unschärfen. Da kann man mit langen Brennweiten noch ein bisschen was machen, aber es ist kein Vergleich zu Vollformat. APS-C war aber diesbezüglich für mich auch keine Lösung.

Bedienung und Menüführung sind bisweilen umständlich und mindestens gewöhnungsbedürftig. Es dauert einige Zeit bis man alle Einstellungen die einem wichtig sind, schnell und zielsicher herstellen kann. Die 4 speicherbaren Einstellungen helfen mir da definitiv. Für mich ist es schwierig mich zu erinnern welche Funktion ich auf welche Taste gelegt habe, das lässt sich für verschiedenen Betriebsmodi individuell festlegen. Hier ist Zurückhaltung angebracht.

Beim Konfigurieren der beiden Einstellräder, sollte man bedenken, dass man das vordere zwar sehr bequem bedienen kann, aber auch leicht versehentlich verstellen. Ich hatte für Programmautomatik das vordere Rad mit der Belichtungskorrektur belegt und das hintere mit Program-Shift. So kamen die einzigen fehlbelichteten Bilder daher, dass ich versehentlich das vordere Rad verdreht hatte. Da diese Einstellungen auch nach dem Ausschalten erhalten bleiben, kann es einige Zeit dauern bis man das Problem sieht. Zwar sieht man im Sucher durchaus wie die Belichtung ist und es werden auch die jeweils ins Schwarz oder Weiss auslaufenden Flächen farbig angezeigt, aber ich habe mehrfach erst nach ein paar Bildern gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich habe in diesem Fall die Funktionen der beiden Räder wieder zurückgetauscht. Das nur als Beispiel dafür, dass man die optimale Konfiguration erst nach ausgiebiger praktischer Erfahrung erreicht. Bei mir wird es wohl noch dauern.

Ich habe ja schon erwähnt, dass ich im Allgemeinen den EVF dem Display vorziehe. Für die seltenen Fälle in denen ich lieber am Display einstelle vermisse ich die Möglichkeit das Display wirklich in alle Richtungen schwenken zu können.

Über die Video Funktionen kann ich nicht viel sagen. Ich habe derzeit kein Interesse mehr am Filmen und nutze es deswegen nicht. Ich hab's kurz ausprobiert, auch in der düsteren Fabrik, und fand das Resultat am HD Fernseher ganz toll. Allerdings bin ich diesbezüglich nicht auf dem Stand der Zeit. Ich habe nur gestaunt, dass ich bei dem wenigen Licht ein so klares, helles und scharfes Bild bekommen habe. Aber wahrscheinlich ist das heute einfach Stand der Technik.

Ich habe der OM-D E-M5 5 Sterne gegeben, wohl weil sie meine Erwartungen übertroffen hat und ich schon länger keine neue Kamera hatte bei der ich wirklich zufrieden war. Meine Idealkamera gibt es (noch) nicht und so ist eine Kamera immer ein gewisser Kompromiss. Diese aber ist ein wirklich guter Kompromiss.
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am 14. Mai 2012
Die Klasse der spiegellosen Systemkameras gibt es seit der Veröffentlichung der Panasonic G1 im Herbst 2008, also erst seit einer vergleichsweise kurzen Zeit. Ich habe die G1 damals auf die Photokina erlebt und war von den Möglichkeiten begeistert, die sich da auftaten. Und das nicht nur bezüglich Größe und Gewicht, sondern vor allem bezüglich Präzision und Art (Gesichtserkennung, Tracking AF etc) des Autofokus. Trotzdem habe ich erst mal nicht zugeschlagen, weil jede seitdem veröffentlichte spiegellose Systemkamera irgendein gravierendes Manko hatte. Zum Beispiel einen inakzeptabel langsamen AF, entscheidende Lücken in der Objektivauswahl, schlechte Stabilisierung oder einen minderwertigen Sensor (die Liste ließe sich fortsetzen).

Die Olympus OM-D E-M5 ist aus meiner Sicht die erste Spiegellose überhaupt, die sich in diesem Sinne keine gravierenden Schwächen mehr leistet. So hatte ich vor dem Kauf gehofft, und so hat es sich glücklicherweise bestätigt, auch nach vier Wochen intensiver Benutzung. Mit ihr habe ich erstmals in meinem Leben als Käufer digitaler Kameras das Gefühl, angekommen zu sein und nicht mehr auf Neuentwicklungen hoffen zu müssen. Ich glaube, die E-M5 wird bei mir bleiben, bis sie das zeitliche segnet.

Die Liste der erwünschten Eigenschaften, hinter die man mit der E-M5 einen Haken setzen kann, ist zu lang für eine Rezension wie diese. Ich empfehle einen Blick auf die üblichen Review-Seiten. Auf dpreview gibt es bereits einen wie gewohnt sehr guten Bericht von Richard Butler; imaging-resource und dcresource werden bald folgen. Zu den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten informiert man sich am besten im Einstellungs-Thread zur E-M5 des deutschen Systemkamera-Forums. In diesem Bericht hier möchte ich vor allem auf die Punkte eingehen, die auch nach Lektüre der üblichen Berichte nicht unbedingt klar sind, mindestens nicht in dieser Deutlichkeit. Als da wären:

- Der Stabilisator funktioniert ganz ausgezeichnet, sehr im Gegensatz zu den in den PENs eingebauten Stabis. Man soll wie immer die Werbeaussagen ('5 Blendenstufen') nicht für voll nehmen, aber der Stabi konkurriert mit den besten Objektivstabis am Markt, und das ist für einen Gehäusestabi ziemlich sensationell. Mir persönlich bringt er sichere drei Blendenstufen, was viel ist. Vor allem hat er sich aber bei mir noch nie sichtbar negativ auf die Bildqualität ausgewirkt. Auch Videos werden ganz ausgezeichnet stabilisiert (auch dies ist bei den PENs nicht der Fall).

Alle Stabilisatoren erzeugen Geräusche, so auch dieser, und es stimmt, dass er lauter arbeitet als andere Stabilisatoren. Das gilt nicht im Videomodus, wo er deutlich leiser ist, kurioserweise aber sehr wohl, wenn man ihn komplett abschaltet (keine Ahnung, ob sich letzteres durch ein Firmware-Update mal beheben lässt). Allerdings halte ich dies für ein Non-Issue. Ich habe mit der Kamera bereits in geschlossenen, vergleichsweise stillen Räumen mit anderen Personen fotografiert, und noch nie hat jemand das Geräusch bemerkt (ich habe gelegentlich nachgefragt). Dafür müsste es noch mal um einiges lauter sein.

- Für Portraits funktioniert der AF mit Gesichtserkennung ganz vorzüglich, auch bei sehr lichtstarken Objektiven (ich arbeite derzeit ausschließlich mit dem Panasonic Leica 25mm/1.4). Wenn die Person grob Richtung Kamera guckt, wird das Gesicht sicher erkannt und das vom Fotografen eingestellte Auge (das linke, das rechte, oder schlicht das nähere) fokussiert. Und zwar exakt. Kein Frontfokus, kein Backfokus, und es wird auch wirklich das Auge fokussiert und nicht etwa die Nase, die Hutkrempe oder sonst etwas, was sich dichter an der Kamera befindet als das Auge.

Trotz solcher positiven Highlights wird man als DSLR-Umsteiger den Umgang mit dem AF lernen müssen. Die typische DSLR-Fokussiereigenschaft, immer auf das nächste Objekt im AF-Bereich zu fokussieren, über deren Fehlen ich mich eben im Fall von Portraits noch gefreut habe, wird anderenorts nämlich durchaus vermisst. Wenn das AF-Feld zum Teil ein kontrastarmes Objekt im Vordergrund enthält, Teile aber auch von kontrastreichem Hintergrund ausgefüllt werden, wird sich der AF meist für den Hintergrund entscheiden, was man ja nun gar nicht will. Und diese Situation tritt oft auf, Haut und Fell sind nun mal kontrastarme Strukturen. Man kann sich dagegen wehren, insbesondere mit der Lupenfunktion, mit deren Hilfe man de facto das AF-Feld verkleinern kann. Doch der Umgang damit will geübt werden, vor allem wenn man bei Serienbildern mit AF-C das Hauptmotiv dann in dem kleinen und ab dem 2.Bild nicht mehr angezeigten AF-Rahmen halten muss...

- A propos Serienbilder: hier macht sich sehr positiv bemerkbar, dass die E-M5 eine kurze Blackout-Zeit hat, durchaus mit der von Spiegelreflex-Kameras vergleichbar. Bei den weitaus meisten Spiegellosen ist das leider nicht der Fall. Dies hilft nicht nur bei Serienbildern, sondern vor allem auch bei der ganz normalen Fotografie: sehr schnell nach dem Auslösen hat man wieder ein Live-Bild im Sucher und kann also ggfs. schnell erneut auslösen.

- Eine echte Überraschung stellten die Art-Filter für mich dar. Eigentlich hatte ich die vor dem Kauf als nutzloses Werbefeature abgetan, doch siehe da: einige davon verwende ich tatsächlich. Es ist eben doch ein Vorteil, bereits bei der Aufnahme im Sucher vorgeführt zu bekommen, wie das ganze am Ende aussehen wird und wie sich z.B. Änderungen in der Belichtung auswirken.

- Speziell mit dem Panasonic Leica 25mm/1.4 ist aufgefallen, dass dessen berüchtigtes Blendenklappern an der E-M5 in der Regel nicht mehr auftritt. Tipp: beim Objektivwechsel die Kamera ausschalten, sonst klappert es trotzdem! Wer als Besitzer einer E-M5 und des 25/1.4ers wissen will, wovon überhaupt die Rede ist, kann mal testhalber das Modus-Wahlrad auf 'Movie' drehen, dort Modus P einstellen und ohne wirklich einen Film aufzunehmen dann Kameraschwenks zwischen sehr hellen und sehr dunklen Motiven ausführen... das ist im Gegensatz zum Stabirauschen mal wirklich ein störendes Geräusch, und es tritt mit diesem ansonsten tollen Objektiv an allen µFT-Kameras mehr oder minder stark auf. Nur an der E-M5 nicht. Habe ich beim Kauf nicht gewusst und freue mich nun um so mehr!

- Sehr störend finde ich die 'D-Ringe', das sind diese dreieckigen Metall-Klapperteile, an denen man den Kameragurt befestigen soll. Glücklicherweise lassen sie sich sehr leicht entfernen (die flexiblen Plastikteile abziehen und dann die Metallteile ähnlich wie Schlüsselringe herausdrehen). Ich habe, einem Forumstipp folgend, an der rechten Öse jetzt so eine Handschlaufe von der Wii-Remote hängen (die Dinger halten wirklich was aus, seit Nintendo wegen zu schwacher Bänder in den ersten Versionen verklagt wurde). Damit finde ich die Handhabung nun sehr gut.

- Das Touchdisplay ist ein schöner Mehrwert. Leider kommt es sich gerne mit dem Augensensor ins Gehege, so dass man letzteren lieber deaktiviert. Das gezielte Fokussieren und die Direktauswahl von Menüpunkten im SCP (dem wichtigsten Menü) ist aber eine feine Sache. Und der Klappmechanismus ist die von mir bevorzugte Variante: mit einem Handgriff hat man eine Lichtsucher-Kamera, die sich überdies sehr gut halten lässt (ist bei den Dreh/Herausklapp-Displays leider nicht der Fall, so dass ich diese trotz ihrer größeren Flexibilität nicht so gerne mag). Leider funktioniert das Touchdisplay nicht während des Filmens, so wie überhaupt nur sehr wenige Benutzereingriffe während des Filmens möglich sind. Dies und die fehlende Unterstützung für PAL-Bildwiederholraten und 24p wird wohl Videofans einen Bogen um die Kamera machen lassen, trotz des Stabis, des auch im Video-Modus funktionierenden Tracking-AF und der auch im Video-Modus starken Bildqualität.

- Bei der Wiedergabe finde ich die langsamen Reaktionszeiten der Kamera etwas enttäuschend. Sie führen dazu, dass man nicht schnell durch die Bilder blättern kann, indem man flink am Rad dreht (es werden dann etliche Klicks einfach verschluckt). Glücklicherweise gilt das wirklich nur im Wiedergabemodus; bei der Aufnahme reagiert die Kamera flott und zuverlässig auf Benutzereingaben.

Fazit: eine richtig gute Kamera ist Olympus da gelungen! Endlich kann man von den Systemstärken wie dem ausgereiften kabellosen Blitzsystem und dem tollen µFT-Objektivpark profitieren, ohne sich an anderer Stelle mit gravierenden Einschränkungen abfinden zu müssen. Ich halte dies für den ersten ernsthaften Angriff aus dem spiegellosen Lager auf semiprofessionelle DSLRs, und das nicht nur wegen des staub/wassergeschützten Bodies und des optionalen Batteriegriffs, sondern vor allem wegen des rundum gelungenen Gesamtpakets.
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TOP 500 REZENSENTam 28. April 2012
Gute Weiterentwicklung

Seit nunmehr gut zwei Wochen besitze ich die OM-D von Olympus und habe diese in vielen Situationen mit anderen Kameras verglichen, z.B. mit Sonys NEX-7 (aus eigenem Bestand, habe diese also nicht nur mal im Laden in der Hand gehabt), die in meinen Augen der einzig ernstzunehmende Wettbewerber ist (Stand Ende April 2012, das kann nächste Woche schon ganz anders aussehen).

Im folgenden möchte ich mal ein paar Stichworte abarbeiten:

Sucher:

Der EVF ist hervorragend, arbeitet rausch- und flimmerfrei. Im Gegensatz zur NEX-7 ist dieser Sucher deutlich besser, denn: bei schwachem Licht rauscht es nicht. Während bei der NEX nur noch Schneetreiben im Sucher zu sehen ist erhält man bei der OM-D noch immer ein klares Bild.

Handling

Zwei Drehräder an der Oberseite bieten die Möglichkeit, voreingestellte Parameter zu ändern. Prima. Problem: das linke rückwärtige Drehrad liegt so weit links, das ich es, der mit dem rechten Auge durch den Sucher schaut, fast nicht bedienen kann und muss die Kamera dafür vom Auge abnehmen.

Bildstsbilisator

Der Bildstsbilisator funktioniert sehr gut. Hier hätte weniger mehr sein können: das laute Rauschen des Stabis stört draußen auf der Straße nicht, in ruhigen Räumen mag ich die Kamera kaum in die Hand nehmen, weil die Geräuschentwicklung des Stabis so erheblich ist. Wenn die Kamera dann angeschaltet auf den Tisch legt, wird's noch lauter

Menüs

Die Menüs sind aufgebaut, wie man es von den E und EP's kennt: sehr, sehr umfangreich, leicht verschachtelt aber nach kurzer Einarbeitung gut zu bedienen. Optisch etwas aufgefrischt.

Effekte

Die internen Effekte wurden um einige Modi erweitert, was mich sehr freut, ich arbeite gern damit. Ein echtes HDR fehlt nach wir vor (schade). Die Effekte sind teilweise wahrlich hervorragend und ich bin bei einigen Bildern, die ich geschossen habe sicher, dass ich den einen oder anderen Effekt am Rechner nur mit sehr hohem Aufwand herstellten könnte. Witzig: es gibt die Möglichkeit, ALLE Effekte auf ein Bild anzuwenden, d.h, nach Drücken des Auslösers erhält man 12 Aufnahmen mit jeweils einem anderen Effekt. Ich habe mir erlaubt, hier mal ein paar Bilder, die out of the cam sind, hochzuladen.

Geschwindigkeit

Die Kamera ist sehr schnell, der AF arbeitet auch bei schlechtem Licht sehr sicher, deutlich, um Welten besser und schneller als bei Sonys Flaggschiff.

Verarbeitung

hervorragend. In dieser Preisklasse und von Olympus nicht anders zu erwarten.
Die Staub- und feuchtigkeitsverträglickeit habe ich nicht getestet und habe dies bewusst nicht vor. Die gummierten Tasten lassen sich gut bedienen.

Bulb und Livemodus - ein Highlight

In diesen beiden Belichtungsmodi wird die Bildentwicklung nachvollziehbar, so dass das Herantasten an die gewünschte Belichtungszeit - bei Langzeitbelichtung - der Vergangenheit angehört. Hier ist die Anzahl der Entwicklungsschrittanzeige jedoch begrenzt (je nach eingestellter ISO), die Intervalle lassen sich voreinstellen. Ein Fernauslöser ist hier angeraten. Ich habe mir so ein Billigteil von JJC gekauft. Nicht schön aber praktisch und billig.
Objektiv

Das Kit-Objektiv bietet mit 12-50 mm einen guten Bereich. Schön finde ich die 24mm vor. Das Objektiv ist länger als die üblichen Panasonic und Olympus 14-42mm, dafür etwas schmaler. Das Objektiv ist wohl schon länger auf dem Markt. Besonderheit: es fährt beim Zoomen nicht aus und lässt sich auch elektronisch bedienen. Zunächst etwas ungewohnt bietet diese Funktion jedoch wohl gerade beim Videodreh die Möglichkeit ruckelfreie Zoomfahrten zu machen (n.n. getestet).

Ach ja: Bildqualität und low light

Die Bildqualität ist toll und in meinen Augen über jeden Zweifel erhaben. An die Detailtreue der NEX7 kommt die OM-D nicht heran. Muss sie aber auch nicht.

Bei schwachem Licht arbeitet die Olympus schnell, präzise und bis ISO 1.600 fast rauschfrei. Toll.

Ein erstes Fazit: bis auf Kleinigkeiten eine wahrlich grandiose Kamera, die Maßstäbe setzt. Der laute Stabilisator ist ein echtes Ärgernis - jedoch nur in ruhiger Umgebung.

Ich hoffe sehr, dass Olympus nicht auch hier den Fehler begeht und in 6 Monaten einen Nachfolger präsentiert.

1. Nachtrag 07.05.12
Ich war am Wochenende auf einem Poloturnier und habe den Vergleichstest gemacht: 1. Tag Olympus, 2. Tag NEX 7
Beide Tage schwierige Lichtverhältnisse und schnelle Sportszenen. Mit der Sony habe ich deutlich länger zum Fokussieren gebraucht, viele Fotos sind so gar nicht entstanden oder waren z.T. unscharf. Die Olympus war deutlich - um Klassen - schneller, treffsicherer und hat am Ende auch die besseren Bilder fabriziert. Für mich ein klares Ergebnis.

2. Nachtrag 31.05.12
Inzwischen habe ich auch den passenden Batteriegriff besorgt. Ist mit knapp EUR 300,- sehr happig berechnet, verbessert jedoch das Handling der Kamera ungemein. Die Anschaffung macht jedoch in meinen Augen nur Sinn, wenn man auch Ersatzakkus hat. Den Preis zu investieren nur damit die Kamera besser in der Hand liegt ist dann doch zu viel des Guten. 'Eigentlich' hätte sie von vornherein so bequem in der Hand liegen können.

Bei Fragen: fragt mich gern.
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am 14. Dezember 2012
Wie schreibt ein Kommmentator zu einer Rezension hier so passend? "Es ist schon manchmal ein Kreuz mit der Meinungsfreiheit." Und er spricht mir damit wirklich aus der Seele...

Wie kann man einer solchen Kamera die schlechteste Bewertung (1 Stern) geben die AMAZON zu bieten hat und dieses dann auch noch mit einem Äpfel-Birnen-Vergleich par excellence untermauern? Dieses heraus zu finden wird mir wohl nicht gelingen, denn auch nach lesen des gesamten Kommentarbaums stehen mir immer noch sämtliche Haare zu Berge. Sicher kann man geteilter Meinung darüber sein, wie eine übersichtliche Menüstruktur auszusehen hat und ich würde sogar zustimmen das OLYMPUS nicht das Musterbeispiel hierfür abliefert. Aber wenn man sich an die Struktur gewöhnt hat ist es sehr einfach diese Kamera zu bedienen. Insbesondere die Möglichkeit alle für die Aufnahme wichtigen Kameraeinstellungen direkt auf dem rückseitigen Display einstellen zu können - ohne zuvor das Menü aufzurufen oder eine ggfs. vorhandene Direkttaste zu benutzen ist einfach unschlagbar. Olympus nennt sieses übrigens das "Super Control Panel" oder kurz SCP.

Aber vielleicht stimmt es ja, dass Mitbewerber ihre eigenen Redakteure beauftragen die Produkte der jeweils Anderen negativ zu bewerten. Anderes kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, denn die Kamera ist ein absoluter Hammer und liefert auch mit dem hier angebotenen Kit-Objektiv (12-50mm) schon sehr beeindruckende Fotos die wirklich überhaupt keinen Vergleich mit doppelt oder dreifach teureren Kamera-Objektiv-Kombinationen zu scheuen brauchen. Wenn man sich aber mal eine Festbrennweite, zum Beispiel das für knapp 250,00 EUR angebotene ZUIKO 1.8/45mm Objektiv an die OM-D schraubt, dann bleibt einem beim Betrachten der Fotos schlicht der Mund offen stehen. Für Portraitaufnahmen ist dieses Objektiv aus meiner Sicht nicht zu toppen. Allenfalls schaffen es deutlich teurere und rotberingte Objektive hier Schritt zu halten, aber besser gehts m. E. nach einfach nicht!

Das Retro-Design (und ja, Marianne: Das ist Retro-Design!) ist unglaublich gut gelungen. Aus etwas Entfernung kann man diese hochmoderne Kamera, die mit allem was das Fotografenherz höher schlagen lässt ausgestattet ist, fast nicht mehr von der Olympus OM-1 aus dem Jahr 1972 unterscheiden. Das sehr hochwertige, stabile und wirklich sehr kleine Gehäuse ist Staub- und Spritzwassergeschützt. Die Daumenauflage vermittelt einem Sicherheit und sorgt für ein wirklich gutes Anfassgefühl. Die Gummierung an der Vorderseite der Kamera fühlt sich wunderbar und rutschsicher an. Über die Haltbarkeit der Gummierung kann ich verständlicherweise noch nichts schreiben.

Der Autofocus ist - laut Olympus - der weltweit schnellste und sitzt wirklich schnell und punktgenau. Besonders die Gesichtserkennung arbeitet einwandfrei und focusiert immer sehr treffsicher auf das vordere Auge, so man es denn so eingestellt hat. Die Kamera verfügt über insgesamt 35 AF-Punkte die auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr zuverlässig arbeiten.

Das klappbare 3 Zoll große OLED Touchscreen Display ist wirklich sehr farbtreu und hat einen tollen Kontrast. Es ermöglicht auch Bodennahe- oder Überkopfaufnahmen ohne hierfür einen Winkelsucher einsetzen zu müssen. Der große Betrachtungswinkel ermöglicht hier auch dann Aufnahmen zu machen, wenn man mal nicht rechtwinklig hinter der Kamera stehen kann. Der elektronische Sucher, der sich automatisch einschalten kann, wenn man sein Auge vor den Sucher führt, ist zwar anfänglich etwas ungewohnt, denn man schaut auf einen kleinen Monitor und nicht über Spiegel durch das Objektiv und das merkt man natürlich auch. Ich finde das Bild aber sehr gut und der Vorteil hierdurch auf die Spiegelmechanik verzichten zu können macht sowieso alle evtl. angeführten Nachteile locker wieder wett. Wer schon mal seine Kamera reaprieren lassen musste, weil die Spiegelmechanik verschlissen war weiß wovon ich rede.

Der 5-Achsen-Bildstabilisator funktioniert. Mehr kann ich hierzu erst mal noch nicht sagen. Bei Videoaufnahmen während des Gehens bleibt das Bild sehr ruhig im Sucher. Statische Motive vorausgesetzt bin ich mir sicher, dass einem mit diesem Stabilisator auch mit Belichtungszeiten von 1/30 sec. gute und scharfe Fotos gelingen werden.

Der separat mitgelieferte Mini-Blitz ist ein winziger Kritikpunkt im ansonsten sehr stimmigen Kamerakonzept. Spontane Blitzlichtfotos sind hiermit einfach nicht möglich. Er muss nämlich aus dem Transportbeutelchen entnommen und auf den Blitzschuh der Kamera aufgebracht werden. Da wäre es doch schöner, wenn dar (Not-)Blitz, denn mehr ist so ein eingebauter Blitz einfach in keiner Kamera, einfach nur hochklappen werden müsste.

Das Olympus bei seinen Objektiven die Gegenlichtblenden für viel zu teures Geld separat verkauft ist höchst ärgerlich. Aber die Tatsache, dass Obhektive der SLR Kameras bei gleicher Leistung das fünffache kosten mildert den bitteren Beigeschmack etwas.

Mein Fazit:
***********

Diese Kamera ist nichts für die, die für wenig Geld Blümchen knipsen wollen. Aber ambitionierte Hobbyfotografen (oder auch Profis), die es satt haben kiloschwere Rucksäcke durch die Gegend zu schleppen, finden hier alles zum Glücklich werden.

Für mich ist diese Kamera und auch das 1.8/45mm eine ganz klare Kaufempfehlung.
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am 2. Mai 2012
Zu meinem Hintergrund: Ich bin Amateurfotograf und habe schon so einige Jahre Erfahrung mit digitalen Spiegelreflex- und System-Kameras, angefangen von Nikon D70s & D200, über eine Sigma SD-14 bis hin zu Olympus PEN E-P1. Und daher weiß ich, dass Kameras immer ein zweischneidiges Blatt sind - zum einen muss die Bedienung passen, aber auch die Ergebnisse stimmen und die Handhabbarkeit der Kamera ist wichtig. Ist die D200 für mich immer noch erste Wahl bei Studio-Aufnahmen und besonderen Anlässen, da ich sie einfach blind bedienen kann und sie es auch zulässt, so war die PEN E-P1 bisher meine "immer dabei" Kamera, die einfach, handlich und gut war. Da nun nach zweieinhalb Jahren wieder eine neue Kamera fällig war, stand ich am Samstag vor der schweren Entscheidung, ob es eine X Pro 1 oder E-M5 werden soll. Zwei unterschiedliche Kamera-Konzepte auch mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten. Ich entschied mich für die vernünftige Wahl, die E-M5. Der Kopf sagt E-M5, das Herz X Pro 1. Aber der Kopf hat diesmal gesiegt. Denn mit der E-M5 hat Olympus die bisher beste und ausgereifteste MFT-Kamera präsentiert. Das Display ist gut, der Sucher ist gut, die Kamera ist klein, handlich und trotzdem gut zu bedienen, das MFT-System bietet eine gute Auswahl an Objektiven, die Möglichkeit auch mal Videos zu machen ist ganz nett und das Objektiv eignet sich mit dem Power-Zoom auch dazu. Also, dann am Samstag los und gleich alles ausprobieren. Als Objektive waren neben dem E-M5 auch das Olympus 45mm/1.8 dabei. Hier mal meine Eindrücke:

Positives:
- Gehäuse und Kamera machen einen wertigen Eindruck, fassen sich gut an und trotz der kompakten Abmessungen liegt sie gut in der Hand
- Es ist zur Not ein Aufsteckblitz dabei, den ich bisher aber nicht genutzt habe
- Kamera mit aufgesetztem Objektiv, Not-Blitz und zwei weiteren kleinen Objektiven und Zubehör passen auch in noch gut tragbare Kamerataschen (Kalahari Orapa K-21)
- Das Display ist gut, kontrastreich und auch im Sonnenlicht noch brauchbar
- Der elektronische Sucher ist gut, auch wenn der Annäherungssensor zur automatischen Umschaltung nicht immer fehlerfrei funktioniert
- Die Art-Filter machen Spaß und verleiten zum Experimentieren
- Die nachträgliche Anwendung von Art-Filtern auf RAW-Bilder ist möglich
- Art-Bracketing erlaubt, ein Bild in allen Filter-Varianten aufzunehmen
- Zwei Einstellräder erlauben eine schnelle und flüssige Einstellung auch im M, A und S-Modus
- Die Bildstabilisierung arbeitet sehr gut und Belichtungszeiten bis zu 1/2 sind bei geringen Brennweiten auch ohne Stativ möglich
- Die Fokussierung arbeitet schnell und zuverlässig (DSLR-Niveau, vergleichbar mit meiner D200)
- Kit-Objektiv mit manuellem und Power-Zoom
- Fokussierung und Auslöser sind sehr leise
- Bildqualität bis ISO 1600 gut, ISO 3200 akzeptabel
- Menüführung und Bedienkonzept ist gut, aber wie bei jeder Kamera erfordert auch diese Einarbeitungszeit, bis man alle Einstellungen gefunden hat. Die Bedienbarkeit reicht aber nicht an eine D200 ran.
- Monochrom-Modus sehr variantenreich mit vielen Einstellmöglichkeiten
- Sehr gute Schärfe mit Festbrennweiten
- Sehr gute JPEG direkt aus der Kamera
- Schwenkbares Display für bodennahe Aufnahmen oder über Kopf

Negatives:
- Grundempflindlichkeit ISO 200 (problematisch oft im Studio, wenn man die Blitze nicht weit genug runter regeln kann oder die Blendenzahl nicht weiter vergrößern möchte)
- Zoom-Objektiv gewöhnungsbedürftig, sowohl Power-Zoom als auch manueller Zoom
- Die Tasten an der Rückseite könnten einen wertigeren Eindruck machen. An der E-P1 gefallen sie mir besser.
- Videos in Full-HD ruckeln zumindestens auf dem Display

Insgesamt eine gute Entscheidung, denn auch fotografisch macht die OM-D E-M5 richtig viel Spaß. Sie ist gut zu bedienen, vieles ist intuitiv, ausgefallenere Einstellungen findet man zumindestens mit etwas Suchen im Menü. Das Objektiv ist im Kit ganz brauchbar, allerdings auch recht groß im Vergleich zum 14-42 der PEN. Wer aber mehr aus der Kamera herausholen möchte, sollte insbesondere noch ein oder zwei Festbrennweiten dazu nehmen. Das Olympus 45mm/1.8 ist gerade auch für Portraits und Detailaufnahmen gut geeignet und dazu sehr preiswert. Weiterhin empfehlenswert das Panasonic 20mm/1.7 und als Sahnehäubchen das Voigtländer Nokton 25mm/0.95. Andere Festbrennweiten kenne ich selbst noch nicht.

Für wen eignet sich die Kamera? Für alle ambitionierten Fotografen, die mehr als nur den Auslöser drücken wollen, aber auch nicht eine Riesen-Ausrüstung mit sich herumschleppen möchten. Sowohl Kamera als auch Objektive sind deutlich kompakter als eine vergleichbare Nikon oder Canon DSLR-Ausrüstung. Die Lichtempfindlichkeit reicht auch für Innenraumaufnahmen ohne Blitz aus, besonders auch bei lichtstarken Festbrennweiten. Die gute Bildstabilisierung leistet bei statischen Motiven einen guten Beitrag. Der schnelle Fokus erlaubt auch Bilder von Motiven wie Katzen, die ungerne ruhig auf den Auslöser warten, als auch Kindern. Zu Sportfotografie kann ich wenig sagen. Im Studio werde ich trotzdem meine D200 weiterhin nutzen.

Die Bildqualität insbesondere der JPEGs ist sehr gut. Eine Nachbearbeitung in anderen Programmen wie Lightroom oder Aperture nur für die RAW-Entwicklung ist eigentlich nicht nötig. Die Art-Filter auch nachträglich erweitern den kreativen Spielraum, besonders die neuen Artfilter Cross-Entwicklung, Diorama, Gemälde oder Dramatisch machen richtig Spaß und liefern schnell interessante Ergebnisse, ohne dass man teure Filter in PhotoShop bemühen muss.

Fazit: Die bisher beste MFT-Kamera, die ich ausprobiert habe und selbst für Semi-Profis eine gute Wahl.
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am 21. April 2016
Zunächst einmal zu micro four thirds (mft) allgemein...

Ein paar Gedanken - damit nicht versehentlich systembedingte Eigenheiten für Unzufriedenheit mit dieser hervorragenden Kamera verantwortlich gemacht werden.
Wer sich für das mft-System entscheidet, ist sich im allgemeinen bewusst, dass er Kompaktheit den Vorzug gegenüber höherer Sensorleistung gibt.
Natürlich stimmt es: Ein größerer Sensor liefert grundsätzlich eine bessere Abbildungsleistung als ein kleinerer. Klar. Das galt schon für die unterschiedlichen Negativformate zu analogen Zeiten. Trotzdem sind wir auch damals nur in den seltensten Fällen mit Mittelformat- oder Fachkameras losgezogen. Kleinbild hat meistens völlig gereicht. Will damit sagen: Die beste Qualität bedeutet für mich, immer die Abbildungsleistung zu haben, die ich jeweils brauche - ohne unnötigen Ballast.

Mft ist für mich eine Alternative bzw. Ergänzung zur bestehenden EOS-Ausrüstung geworden. Ich war es leid, im "Gelände" schon 2-3kg Fotoausrüstung mitzuschleppen, wenn ich lediglich einen Body und ein oder zwei Wechselobjektive benötigen würde.
Mein erster Kontakt mit dem mft-System fand in Gestalt der OM-D E-M1 statt: "ist die niedlich!" Dachte ich, als ich sie bei einem Bekannten in die Hand nahm. War aber mißtrauisch. Ich erinnerte mich noch an meine Versuche mit 4/3 (Olys E 420): War kein großer Erfolg für mich.
Und heute? Inzwischen setze ich meine VF-EOS fast ausschliesslich studiomässig ein. APS-C habe ich völlig abgeschafft - für mich persönlich hat es keinerlei Vorteile mehr: Wo die Schlepperei kein Argument ist, ziehe ich VF vor (die Gehäuse sind auch nicht sooo viel größer und schwerer als APS-C), und wo es unterwegs auf geringe Masse ankommt, leistet sich mft gegenüber APS-C keine gravierenden Schwächen mehr. Entweder die E-M1 oder die E-M5 ist praktisch immer "am Mann".
Dazu sei gesagt: Ich bin kein Pixelpeeper oder Testchartfotograf. Fotos sollen für einen vorher definierten Verwendungszweck bestmöglich geeignet sein - aber ohne unnötigen Ballast. Egal ob er durch Equipment, durch ungenutzte Auflösungsreserven oder nicht benötigte Dateiformate entsteht.

... und nun zur Olympus OM-D E-M5

Zu dieser Kamera bin ich eigentlich zufällig gekommen: Ich erhielt sie im Februar 2016 als Pro Kit mit dem hervorragenden mft 12-40 f/2,8 für gerade mal 100€ Aufpreis gegenüber dem Objektiv allein...

Der erste Eindruck ist schon positiv. Klein und hübsch im ansprechenden Retro-Design. Gefällt mir, erinnert mich an die alten analogen Reflexen, bevor Autofokus kam und die Kameras immer mehr Speck ansetzten. Die Kamera liegt ohne Griffwulst natürlich nicht so satt in den Händen wie bspw. die E-M1, ist dafür aber nochmal deutlich kompakter und fühlt sich mit ihrem angenehmen Gewicht ebenfalls gut verarbeitet an. Nirgends wackelt oder klappert was. Die Finger finden die wichtigsten Räder und Taster intuitiv und fast von allein.
Ohne Handgriff ist die E-M5 für leichtere handlichere Objektive besser geeignet. Ideal zum Beispiel mit dem Zuiko 1,8/17 oder 1,8/45: Kompakt und leicht. Mit dem 2,8/12-40 manchmal grenzwertig. Für meinen Geschmack ist die Kamera für dieses oder für noch größere Objektive zu kompakt. Der Zusatzhandgriff könnte hier allerdings für besseres Handling sorgen.
Die Menüführung ist Oly-typisch gewöhnungsbedürftig. Mein Eindruck: Ein ursprünglich überschaubares System wurde immer weiter ausgeweitet. Wie eine Heckenrose, die unkontrolliert wuchert. Aber hat man sich durch die Menüs einmal durchgekämpft und die tatsächlich benötigten Funktionen dort hingelegt, wo man sie bei Bedarf schnell zur Hand hat, hat man ein sehr gut angepasstes Werkzeug.

Elektronischer Sucher (EVF) und Display sind tatsächlich sehr gut. EVF ist inzwischen erfreulich nahe am optischen Sucher einer Reflex, gute Farbwiedergabe, schnelle Reaktion. Unter problematischen Lichtverhältnissen oft sogar besser, da auf Wunsch aufgehellt.

Wichtigster Punkt: Die Abbildungsleistung.
Der Autofokus arbeitet sehr schnell und präzise. Will sagen: er denkt beim Scharfstellen meist in die selbe Richtung wie ich. Sogar die Gesichtserkennung benutze ich inzwischen gerne (Sakrileg, Pfui!) weil sehr zuverlässig.
Was sich mir jedoch überhaupt nicht erschließt:
*SÄMTLICHE* Methoden zur Wahl des Fokusfeldes sind, wie bei bei *ALLEN* Herstellern, UMSTÄNDLICH, UNERGONOMISCH und MITTELALTERLICH. Warum setzt kein Hersteller mehr eye controlled focussing wie bei der analogen EOS 5 ein? Hat blitzschnell und zuverlässig funktioniert, sogar mit Brille. Die grundsätzlich fummelige Verstellung des Fokusfeldes - auch mit Touchscreen, v.a. wenn EVF genutzt, das kommt da alles nicht mit.

Farben werden natürlich und gefällig wiedergegeben, bei automatischem Weißabgleich tendenziell leicht warm.

Bereits öfter wurde das ISO-Rauschen der E-M5 bemängelt. Das ist inzwischen wahrscheinlich das am meisten überschätzte Problem aktueller Kameras und auch bei dieser Kamera kann ich es nicht nachvollziehen. Als Immerdabei-Kamera benutze ich sie meist mit Blendenvorwahl und ISO-Auto mit einem Bereich bis 6.400. Zumindest bis dorthin liefert die E-M5 Aufnahmen, bei denen am oberen Ende zwar deutlich wahrnehmbares Rauschen vorhanden ist, das jedoch m.E. nicht unangenehm oder entstellend wirkt, vergleichbar mit der EM1 und für mich kein Grund, Kameraseitig oder in der EBV noch große Verrenkungen zum Entrauschen zu machen. Glaube eher, hier spielt oft die Nutzererwartung eine Rolle, ein Foto muss bei ISO 25.6' genauso glatt sein, wie bei ISO 100. Ist natürlich Geschmackssache.

Der Schlitzverschluss geht auffallend kernig zur Sache - anders als bei der EM1 nach dem Update auf Software Version 4 gibt es auch keinen elektronischen Verschluss. Ist aber unkritisch, da nicht bildwirksam. Irgendwelche Shutter Shock Schauergeschichten kann ich bisher selbst im Makro-Bereich nicht bestätigen.

Der Wackelsensor verrichtet seine Arbeit hervorragend und sehr unauffällig. Möglich dass beim Filmen mit dem integrierten Mikro sein Rauschen zu hören ist, kann ich nicht beurteilen. Ich filme nicht. Auf jeden Fall ermöglicht er traumhafte Haltezeiten. Den Stabi ins Gehäuse zu integrieren ist sowieso sinnvoll. Zum einen arbeitet er dann immer - objektivunabhängig. Zum anderen sind so eher Updates möglich: Kameras werden erfahrungsgemäß eher ausgewechselt als Linsen.

Fazit:
Meiner Meinung nach liefert die OM-D E-M5 nach wie vor absolut zeitgemäße Bildqualität und ist dabei sehr kompakt, ohne unnötigen Speck auf den Hüften. Dabei stabil und durch Spritzwasserschutz auch für rauen Einsatz geeignet. Entsprechende Objektive vorausgesetzt natürlich.
Abbildungsleistung ist einwandfrei - Vergleiche insbesondere mit VF-Systemen hinken genauso, wie wenn ich einen Golf schlecht bewerte, weil ein LKW mehr Stauraum bietet.
Die beste Kamera ist die, die man dabei hat: Hier habe ich ein System, das man praktisch ständig mitführen kann, um hervorragende Ergebnisse zu erreichen. Deutlich kompakter (bei vergleichbarer Leistung) wird es nur noch durch die Pen - deren Hauptmanko bisher für mich im fehlenden EVF bestand. Wenn der später ergänzt werden soll, wird es teuer.

Zur Zeit werden offenbar E-M5 Bestände zum Teil spottbillig verbimmelt - zum Teil noch als Kits mit allen möglichen Objektiven. Wer so ein Teil zum guten Preis ergattern kann, kommt so sehr günstig in das mft-System. Oder zu ner prima Zweitkamera.

Bin sehr zufrieden, klare Empfehlung.
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am 1. Oktober 2013
Nach etlichen Enttäuschungen mit spiegellosen Systemkameras habe mich auch aus alter Anhänglichkeit an das gute alte (analoge) OM-System für die OM-D entschieden und -um es gleich zu sagen- nicht bereut. Die OM-D ist meines Erachtens die erste spiegellose Kamera, die es wirklich mit den DSLR - Konkurrenten aufnehmen kann. Die Bildqualität ist, sicherlich auch dank des sehr guten Kit-Objektives, hervorragend und die technischen Möglichkeiten schier unerschöpflich. Ich möchte daher im Detail hier nicht darauf eingehen sondern nur die Highlights aus meiner Sicht dieser herausragenden Kamera kurz darstellen:

- 5-Achsen Bildstabilisator.
Der Bildstabilisator der OM-D arbeitet hocheffektiv. Mir sind schon Aufnahmen aus der Hand mit 1/2 Sek. Belichtungszeit gelungen. Hätte ich nicht für möglich
gehalten. Darüberhinaus muss erwähnt werden, dass der Stabi NICHT!!! zu laut ist. Ich kann nicht verstehen, dass so mancher Rezensent oder so manche Fotozeitung von einem lauten, störenden
Geräusch sprechen. Wenn der Bildstabilisator arbeitet erzeugt er ein kaum hörbares, hauchfeines Summen. Wer das hört oder wen das stört, sollte mal zum Ohrenarzt. Außer dem Fotografen selbst
-wenn überhaupt- hört das mit Sicherheit niemand.

- Art-Bracketing.
Die Kamera bietet eine große Anzahl sogenannter Art-Filter an, mit denen schon in der Kamera künstlerische Effekte erzeugt werden können. Für die Nutzer, die sich nicht
entscheiden können, gibt es das sogenannte "Art-Bracketing", bei dem die Kamera von jedem Foto eine Variante in allen vorhandenen Filtereffekten erzeugt. Dabei sollte aber bedacht werden, dass
das Speichern eine gewisse Zeit benötigt (insbesondere bei RAW) und dass erhebliche Datenmengen erzeugt werden (Speicherkarte!!).

- Live-Bulb.
Wer gerne Nacht- und/oder Sternenaufnahmen macht, weiß, dass man sich bisher immer langsam an die jeweils optimale Belichtungszeit herantasten musste. Insbesondere in der analogen
Zeit war das extrem lästig. Die OM-D bietet jetzt erstmals die Möglichkeit durch die "Live-Bulb"-Funktion ein Foto auf dem Display quasi entstehen zu sehen. Ist der gewünschte
Belichtungsgrad erreicht, kann der Belichtungsvorgang abgebrochen werden.

- Autofocus.
Der Autofocus der OM-D ist der erste Kontrast-Autofocus, der es mit den Phasen-Autofocus-System der DSLR-Konkurrenten aufnehmen kann. Erstmalig habe ich bei einer Spiegellosen nicht
das Gefühl, nach dem Auslösen auf die Kamera warten zu müssen. So muss das sein

Ich bin also mit der OM-D uneingeschränkt zufrieden und spreche eine Kaufempfehlung aus.
Als nächstes werde ich mal sehen, wie sich die Kamera mit dem 70-300er Zuiko und dem Akkugriff HLD-6 so schlägt.
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am 4. Juni 2012
Wer sich für die M5 entscheidet, tut es sicherlich nicht aus einer Laune heraus. Hier auf alle Feinheiten und Kniffe einzugehen würde den Rahmen sprengen. Dafür bietet das Netz unzählige Tests und Empfehlungen. Viele wertvolle Infos finden sich im Systemkameraforum. Die M5 richtet sich eindeutig an ambitionierte Fotografen, die eher was Kompaktes suchen und es satt haben schwere Spiegelreflexausrüstungen mit sich herum zu schleppen.

Die komplexen Menüs und umfangreiche Konfigurierbarkeit bedürfen einer Eingewöhnung. Im Alltag glänzt die Kleine dann mit einfacher und sehr schneller Bedienbarkeit. Ich kenne keine andere Kamera, die sich derart auf die persönlichen Vorlieben konfigurieren lässt. Es macht viel Spaß mit der M5 zu arbeiten, dass der Umgang damit regelrecht süchtig macht. Dieser Butter weiche Auslöser, der sehr schnelle Autofokus und die schnell reagierenden Menüs machen einfach Laune. Man sollte sie vorher mal in die Hand genommen haben, Leuten mit großen Händen könnte sie etwas zu klein sein.

Die gebotene Bildqualität ist hervorragend auch bis ISO 3200 herauf. Wenn man Entrauschung u. Bildschärfe etwas zurücknimmt sind auch die Jpgs ohne Fehl und Tadel. Das Kitobjektiv kann leider nicht ganz mithalten, hier sollte man sich eins der hervorragenden Festbrennweitenobjektive können. Denn auch die Auswahl an Objektiven ist eine der großen Stärken des Systems. Denn viele vergessen dass Mitbewerber nur mit einem begrenzten Objektivpark aufwarten können. Die Kamera macht Laune auf mehr und da haben Olympus und Panasonic viel zu bieten.

Mft ist endlich erwachsen geworden und ich bin mir sicher dass viele Ihrer DSLR den Rücken kehren werden, die sich diese Kamera eigentlich nur als Zweitsystem zulegen wollten. Einzig Sport-Fotografen wird sich noch nicht ganz zufrieden stellen können. Ich wünsche der M5 viel Erfolg.
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am 10. Mai 2012
So jetzt habe ich die Kamera ca. 2 Wochen und habe schon ein paar hunder Bilder damit gemacht - Zeit für ein erstes Fazit

Zu den Highlights nur ganz kurz (das ließt man ja überall): Beste Bildqualität für m4/3, integrierter "5-Achsen" Bildstabilisator, sehr schneller Autofocus, Spritzwassergeschützt, top-Bedienung, sehr kompakt für den Funktionsumfang, integrierter elektronischer Sucher, über Adapter eine Vielzahl von Objektiven anderer Systeme nutzbar (allerdings oft manueller Fokus)

Zur Bedienung: Am Anfang musste ich mich etwas an die Kamera gewöhnen. Ich hatte vorher die Pen 2 und trotz ziemlich gleicher Maße kam mir die E-M5 sehr klein vor. Das liegt an den vielen direkten Einstellmöglichkeiten. Nach ein paar Tagen muss ich aber sagen, dass ich nicht mehr zur Pen zurück wechseln mag. Die Bedienelemente sind schon sehr toll - insb. die beiden Einstellräder und die zwei Funktionstasten oben. Lediglich die Play und FN-Taste an der Rückseite ist etwas klein geraten, aber nicht so dass es ernsthaft stört (zu den Randbedingungen: ich habe eher große Hände und schaue mit dem rechten Auge durch den Sucher - manche meinen für Links-Äuger wäre die Kamera nicht so praktisch).

Zum Elektronischen Sucher: Der ist für mich ein absolutes Muss. Im Gegensatz zu den Pana-Suchern finde ich den Olympus-Sucher deutlich besser (trotz auf dem Papier gleicher Spezifikation): das liegt daran, wie die Farben dargestellt werden (gleichzeitig vs. nacheinander). Auch hat man ein großes helles Sucherbild - größer als bei den ganzen Einstiegs-DSLR. Ob man nun einen optischen Sucher (DSLR) oder elektronischen bevorzugt ist sicher Geschmackssache. Ich bevorzuge jedenfalls im Sucher das Bild so zu sehen, wie es nachher aussicher (z.B. Weißabgleich) und dass ich bei manuellem Fokusssieren automatisch eine Vergrößerung erhalte, wodurch das sehr genau geht.

Zur Bildqualität: im Verlgeich zur Pen2 eine deutliche Verbesserung bezüglich Dynamikumfang und rauschen. Ich fotografiere gerne drinnen und ohne Blitzt mit lichtstarken Objektiven und da sieht man schon gut den Unterschied. Laut seriösen Tests ist die OM-D aktuellen APS-C DSLR jetzt ebenbürtig. Ich würde empfehlen, Rauschunterdrückung bis ISO 1600 auszuschalten (ist auch so fast rauschfrei und ohne Störungen des Rauschfilters), ab 3200 nutze ich Rauschunterdrückung "standard". 3200 ist so noch sehr gut nutzbar (für Auto-Iso begrenze ich auf 1600, was ja i.d.R. sowieso völlig ausreicht)

Autofokus: Zur PEN2 liegen welten (kommt aber auch etwas auf das Objektiv an). Der Fokus wird sehr schnell und präzise erfasst. Bei C-AF (kontinuierlicher AF) sind spiegellose Kameras m.M. einer Spiegelreflex systembedingt unterlegen, aber dafür schlägt sich die OM-D ganz ordentlich (wobei ich das eh kaum nutze)

Objektive: (Anmerkung: für Umrechnen zu Kleinbild Brennweiten mal 2, bei Canon/Nikon ist der Faktor 1.6)
- Das KIT-Objektiv ist OK (ist eben ein KIT-Objektiv). Ich habe es mitbestellt wg. Spritzwasserschutz, Macro-Funktion und weil es etwas weitwinkliger ist, als das was ich bisher hatte. Ich finde, es ist das ideale Objektiv für den Skiurlaub :-)
Ansonsten meine Empfehlungen:
- Olympus 45mm f1.8: m.M. das beste (bezahlbare) Objektiv für m4/3. Ideal für Portraits (aber nicht nur) und sehr lichtstark. Sehr schöne, geringe Tiefenschärfe ist möglich. Für Macro ist es aber nicht geeignet
- Panasonic 20mm f1.7: top Bildqualität, lichtstarkt und SEHR kompakt. Leider ist der Autofokus etwas langsame (aber durchaus noch gut)
- Olympus 14-150mm 4.6-5.6: Ideales Universamobjektiv. An lichtstärke und schärfe kann es mit den anderen beiden Objektiven natürlich nicht konkurieren, aber der große Zoom-Bereich deckt fast alles ab, was man so braucht und ich finde die Bilder für ein Zoom sehr ausgewogen.

Im vergleich zu Panasonic: bei Panasonic fehlt mit der in-body Bildstabilisator. Dadurch sind die Olympus-Objektive dort ohne Stabilisator. Dazu kommt, dass ich die Farben bei Olympus schöner finde (ich nutze immer JPEG+RAW, aber i.d.R. behalte ich den JPEG, RAW ist nur der Notnagel um mehr aus einem Bild herauszuholen). Apropos RAW: sehr schön ist bei Olympus, dass man mit dem Viewer ein RAW-Programm gratis dazu bekommt - etwas vergleichbares bietet m.M. kein anderer Anbieter. Das schöne ist,d ass man dort die Einstellungen genau wie in der Kamera findet - also kein großes Einarbeiten nötig (aber ein schneller Rechner)

Generell zu Micro 4/3 vs. DSLR a la Canon/Nikon: Für mich kommen die aktuellen Spiegelreflex-Kameras nicht mehr in Frage, da sie bei gleicher Bildqualität einfach deutlich größer sind. Das führt bei mir dazu, dass ich mir jedesmal überlege, ob ich den Fotoapparat mitnehme - seit der Pen (und jetzt OM-D) ist das keine Frage mehr. Zuminest mit Pancake-Objektiv geht das immer. Dazu kommt, dass die großen kameras schon etwas einschüchternd wirken und das spiegelt sich in den Bildern. Auch kommt man zu manchen Konzerten mit einer Pen noch rein - mit einer vergleichbaren Nikon sicher nicht.

P.S.: Wer's nicht glaubt, dass man mit m4/3 hochwertige Bilder machen kann: es gibt inzwischen genug Profi-Fotographen, die die Kamera nutzen. Eines der Hauptprobleme ist dabei, dass Auftraggeber sie mit so einer kleinen Kamera nicht für voll nehmen ;-) Nett fand ich stellvertretend diesen Blog-Eintrag: [...]

Ansonsten würde ich einmal auf dpreview.com verweisen - m.M. die seriöseste Quelle für Foto-Tests. Die haben die E-M5 ausgibig gestet und für sehr gut befunden
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