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5.0 von 5 Sternen
OLLYMPUS 8x42 EXPS I - Viel Optik für wenig Geld, 27. Januar 2009
Das Glas ist nicht wie üblich gummiert sondern mit einer Art Kunsstoff mit sehr feinen Struktur überzogen, leicht zu reinigen. Alle Abdeckungen sind sehr paßgenau und fallen nicht von alleine. Die gepolsterte, riemenlose Tragetasche füllt sich aussen wie Velours-Leder und hält jeden Staub fest, läßt sich aber mit einen nassen Schwamm gut reinigen.
Die Augenmuscheln aus dicken Weichgummi lassen sich weit herausdrehen, so daß Schatten und Seitenlicht unterbunden werden (eye relief). Die Austrittpupille füllt fast das Gesamte Okular, dadurch ist das Beobachten sehr konfortabel und die Abbildung wirklich sehr großzügig, auf sehr hohem Niveau.
Ich empfinde das Bild als deutlich breiter als beim Pentax 7x50 PCF weil die Austrittpupille deutlich größer ist, und eine Spur weniger großzügig als beim Eschenbach Trophy AS 10x50 Ww. Im Vergleich mit dem Eschenbach Trophy AS/P 8x56B (ein richtiges Schwergewicht) kommt mir das kleine Olympus 8x42 EXPS I als komfortabler vor. Das Feld ist breiter und ebenfalls sehr hell und kontrastiert.
Die Schärfe ist allerdings geringer weil das AS/P deutlich präziser fokusiert. Dafür entschädigt das Olympus durch die grosse Tiefenschärfe, die weniger Zugriffe auf das Fokusierrad erfordert. Wer also ein knackig superscharfes Bild auf sehr engen Bereich sucht, wird mit dem AS/P 8x56B besser bedient.
Die mit 42mm etwas kleinere Objektive des Olympus machen sich gegenüber 50mm Linsen aber nicht nachteilig bemerkbar.
Zu guter Letzt habe ich noch das Nikon Action VII aus dem Schrank geholt. Das Nikon-Glas hatte eine deutlich bessere Dioptrien-Einstellung, aber die zu kurze Augenmuschel, so daß ich ständig störende Schatten am linken Auge hatte, die mir das Sehvergnügen vermisten.
Insgesamt bin ich nach diese direkte Vergleiche von der Ausgewogenheit und dem Komfort des Olympus ziemlich angetan und positiv überrascht.
Das Bild ist gleichmäßig sehr hell, bis ca. 600m sehr scharf und gut kontrastiert, die Schärfe läßt nur im Äusseren Bereich unmerklich nach. Einzelne Tannenzweige sind selbst bei leicht bedecktem Wetter in ca. 1.000 m noch sehr gut aufgelöst. Es gibt Gläser, die das noch eine Spur besser können, aber sie sind deutlich teuerer.
Die Naheinstellung fängt mit ca. 3 m an. Beeindruckt hat mich besonders die enorme Tiefenschärfe, die von ca. 150 m bis unendlich reicht.
Die Mechanik funktionniert (fast) perfekt: Ich hatte ein kaum hörbares Knacken bei der letzten 1/20 Umdrehung der Fokusierung, das mit etwas LM47-hochleistungs-Lagerfett beseitigt wurde. Die Bewegung der Augenmuscheln könnte etwas schwergängiger sein, das ist gerade noch i.O. Ansonsten macht das Fernglas einen sehr soliden Eindruck.
Für rd. 140-150 Euro ist dieses Fernglas m.E. ein echtes Schnäppchen.
Ich würde dieses Fernglas wiederaufen und weiterempfehlen.
Inzwischen bin ich so zufrieden, daß ich auch das 7x35 DPS I und das 10x35 DPS I gekauft habe.
Diese Ferngläser sind ebenfalls sehr scharf und hell und es gibt sie für ein Taschengeld.
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