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Olympia: Kult, Sport und Fest in der Antike
 
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Olympia: Kult, Sport und Fest in der Antike [Taschenbuch]

Ulrich Sinn
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 125 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 3. A. (20. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406403395
  • ISBN-13: 978-3406403392
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 445.009 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich Sinn
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In den meisten antiken Quellen wird Olympia wegen der dort ausgetragenen Wettkämpfe erwähnt. Dabei wird der Eindruck erweckt, als sei Olympia als Austragungsort sakraler Wettkämpfe gegründet worden. Demgegenüber zeigt dieser gut verständlich geschriebene Band, daß nicht die Spiele, sondern das Orakelwesen die Anfänge des Heiligtums bestimmte. Freilich kommt die Würdigung Olympias als prominente Sportstätte der Alten Welt nicht zu kurz.

Autorenportrait

Ulrich Sinn lehrt als Professor für Klassische Archäologie an der Universität Würzburg, ist Direktor der Antikensammlung des Martin von Wagner Museums und leitet seit 1985 ein Forschungsprojekt bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Olympia. Von ihm erschien u.a.: Olympia. Kult, Sport und Fest in der Antike (1996).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Hörkassette
Wer denkt nicht an die Olympischen Spiele, wenn er Olympia hört? Und doch hat alles ganz anders angefangen. Ulrich Sinn kann über die kluge Interpretation antiker Schriftsteller und über archäologische Quellen nachweisen, daß Olympia zunächst ein Heiligtum wie viele andere war, dem man ein Orakel angeschlossen hatte. Anders als üblich arbeiteten die Priester des Orakels ambulant, als eine Art Feldgeistliche. Sie begleiteten viele der Kolonisationszüge persönlich und verpflichteten so die erfolgreichen Siedler dem Gott. Deshalb kamen so viele Pilger aus aller Welt zu dem Hauptfest in Olympia. Nun, wo viele Menschen sind, dort kann man sich einen Namen machen, und so kamen die sportlichen Wettkämpfe von Olympia zu ihrem Ruf. Ulrich Sinn hat es geschafft, auf dem neuesten Stand der Forschung ein altes Thema spannend und packend aufzubereiten. Man fühlt sich wie in einem historischen Krimi, muß ständig alte Vorurteile abändern und ist beeindruckt von der Fülle von Fakten, die er zusammengetragen hat. Dies ist allerdings zugleich die Schwäche des Mediums Hörbuch. Die Fülle der Details erschlägt einen beim ersten Hören. Einfaches Zurückblättern wie in einem Buch ist nicht möglich und so muß man den Text zwei, drei, viermal hören, bis man alle Fakten aufgenommen und zu einem sinnvollen Ganzen verbunden hat. Gesamturteil zusammenfassend: Beides kaufen, Buch und Kassette, dann das erste genüßlich daheim lesen und das Hörbuch zum Auffrischen der Info im Stau hören.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ulrich Sinn kann mit Fug und Recht als ausgewiesener Experte der (Entwicklungs-)Geschichte Olympias bezeichnet werden. Dafür spricht nicht nur die ihm übertragene Leitung der Grabungen in Olympia seitens des Deutschen Archäologeschen Instituts, auch eine gewisse Anzahl zum Teil sehr guter Publikationen zum Themenkomplex gehen auf ihn zurück. Besonders die Erkenntnisse zur Spätgeschichte Olympias im Rahmen des von Sinn geleiteten Forschungsprojektes „Olympia in der römischen Kaiserzeit und in der Spätantike" machten eine überarbeitete Neuauflage des erstmals 1996 erschienenen Bändchens der Beck'schen Reihe erforderlich. Dieser erschien 2002, nun liegt die dritte Auflage vor.
Die Beck'sche Reihe vermittelt dem Leser grundsätzlich die wichtigsten Informationen zu einem speziellen Themengebiet auf relativ kleinem Raum. In der Regel handelt es sich bei den Autoren um Spezialisten für das jeweilige Themengebiet, die hier einen guten ersten Überblick - etwa für Studenten - über teilweise sehr komplexe Themen bieten. Auch die lange und facettenreiche Geschichte Olympias wird in diesem Rahmen von Sinn auf nur 126 Seiten gut dargestellt - ein durchaus nicht leichtes Unterfangen. Dafür gebührt ihm ausdrückliches Lob, zumal er außerdem noch einen tabellarischen Überblick zur Entwicklungsgeschichte bietet und dem auf dem Gebiet der Antike nicht ganz sicher wandelnden Leser weitere Spezialregister zu historischen und mythologischen Personen mitliefert. Auch die Darstellung einzelner, von der reinen geschichtlichen Entwicklung abweichenden Themen, etwa der Orakelfunktion Olympias, sind gut gelungen.
Kritikpunkte ergeben sich lediglich in Details, dafür sind diese aber gravierend. Speziell ist dies bei Verallgemeinerungen oder Versuchen, Beobachtetes auf andere Stätten zu übertragen, zu erkennen. Hierbei sei etwa auf die Darstellung von Tempel, Altar und Kultbild verwiesen (speziell S.48f.). Ein Blick in die neueste Auflage der „Griechischen Tempel und Heiligtümer" von Gruben hätte sicher geholfen gewisse Fehler zu vermeiden. Ferner findet die Zugehörigkeit der Zeus-Statue des Phidias zu den sieben Weltwundern der Antike lediglich in einer Bildunterschrift unter einer äußerst schlechten Abbildung (noch dazu eine aus dem Jahr 1873) Erwähnung - nie im Text selber. Es hätte nicht weiter verwundert, hätte er dies schlichtweg komplett vergessen. Wer sich im Rahmen eines Buches mit diesem wichtigen Themenkomplex befasst muß der Betrachtung des Tempels und des Bildschmucks deutlich mehr Platz einräumen. Ähnliches gilt für Hinweise auf antike Autoren - in einer Vielzahl von Fällen schreibt Sinn von „vorliegenden Berichten" oder „Überlieferungen" ohne dabei zumindest Hinweise auf Autoren und Werke in Klammern hinter diesen Aussagen zu platzieren. Zu selten sind solche Angaben vorhanden. Ferner muß auch an Sinns kommentierter Kurzbibliographie Kritik geübt werden. Sie bietet zwar Verweise auf teilweise äußerst wichtige wissenschaftliche Literatur, doch dürften gerade den interessierten, aber nicht in dem Maße an das Fach gebundenen Leser - und sicher nicht nur diesen - weiterführende Werke zum Tempel, den antiken Sportstätten, eventuell auch zur Funktion des Ortes als Orakel weit mehr nutzen, als beispielsweise der Verweis auf eine Schrift zum slawischen Gräberfeld des 7. und 8. Jahrhunderts. Und damit sind erst in zweiter Linie Spezialaufsätze, etwa zur Datierung einzelner Monumente, gemeint. Eine Ergänzung des Literaturverzeichnisses mit speziellen, weiterführenden Werken, etwa dem bereits erwähnten Buch Grubens (um beim Beispiel des Tempels zu bleiben), wäre gut gewesen - zumindest besser als der alleinige Verweis auf das Buch „Olympia und seine Bauten" von Alfred Mallwitz. Dies reicht definitiv nicht aus. Sinn sollte sich zukünftig mehr an anderen Beispielen der Beck'schen Reihe orientieren, etwa dem Literaturverzeichnis zu Berthold Rieses „Machu Picchu" oder (besonders gutes Beispiel) Dieter Hertels „Troja - Archäologie, Geschichte, Mythos".
Fazit: Wer einen kompakten Überblick zur Entwicklungsgeschichte Olympias zu Rate ziehen will liegt mit diesem Bändchen richtig. Alle Phasen der Geschichte und Entwicklung sind angesprochen und nichts gravierendes wurde vergessen. Insofern ist es als Einstieg in diese Materie ideal. Für über die Entwicklungsgeschichte herausreichende Aspekte empfehle ich jedoch eher einen guten Reise- oder Museumsführer, da deren Informationsgehalt sicherlich deutlich über dem dieses Werkes liegen dürfte. Personen mit diesem Anliegen rate ich daher dringend vom Kauf des Bandes ab - dafür bietet er zu wenig. Meines Erachtens insgesamt ein im Vergleich zu Sinns sonstigen Publikationen deutlich schwächeres Werk, daß leider ebenso zu den schwächeren Werken der ansonsten sehr guten Beck'schen Reihe zu zählen ist. Schade.
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