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Haha I was too big for anything at @jimmysfarm today?!! ���� http://t.co/SPbOs6SjjE


Biografie

Olly Murs ist ein Star, bei dem man schon mal neidisch werden kann. Nicht genug, dass der junge Mann wahnsinnig nett ist, gut aussieht, exzellent singen und großartige Songs schreiben kann – er verfügt zu allem Überfluss auch noch über die für eine Weltkarriere notwendige Portion Charisma und Entertainerqualitäten. UND er hat es faustdick hinter den Ohren. Kurzum: Olly Murs ist der geborene Popstar. Charmanter Rotzlöffel und vielfach von der Muse geküsster Soulboy. Diese unverhältnismäßige Anhäufung an Talenten bringt jedoch auch ein nicht unerhebliches Maß an Verantwortung mit sich: der ... Lesen Sie mehr

Olly Murs ist ein Star, bei dem man schon mal neidisch werden kann. Nicht genug, dass der junge Mann wahnsinnig nett ist, gut aussieht, exzellent singen und großartige Songs schreiben kann – er verfügt zu allem Überfluss auch noch über die für eine Weltkarriere notwendige Portion Charisma und Entertainerqualitäten. UND er hat es faustdick hinter den Ohren. Kurzum: Olly Murs ist der geborene Popstar. Charmanter Rotzlöffel und vielfach von der Muse geküsster Soulboy. Diese unverhältnismäßige Anhäufung an Talenten bringt jedoch auch ein nicht unerhebliches Maß an Verantwortung mit sich: der junge Brite ist schlichtweg dazu verpflichtet, ein f**king Weltstar zu werden. Alles andere wäre echte Verschwendung.

Seine (bisherige) UK-Bilanz kann sich schon mal sehen lassen: vier Nummer-Eins-Hits, ein Nummer-Eins- (mit 150.000 verkauften Units in der ersten Woche) und ein fast-Nummer-Eins-Doppelplatin-Album mit 600.000 verkauften Exemplaren (das im November 2010 lediglich vom Take-That-Comeback-Album seines Mentors Robbie Williams überflügelt wurde) und ihm den Titel des „schnellst verkauften Debütalbums des Jahres“ einbrachte. Das sind die beeindruckenden Eckdaten nach gerade einmal fünfzehn Monaten Musikbusiness.

Mit seinem jüngsten Nummer-Eins-Hit „Heart Skips A Beat” wagt Murs nun endlich auch die Kanalüberquerung Richtung Eurozone - nachdem der smarte Shootingstar bereits die österreichischen Charts im Sturm erobert hatte, ist der Uptempo-Hit Anfang 2012 nun auch in Deutschland auf dem Weg in die Top Ten. Im März feiert er mit dem Album „In Case You Didn’t Know“ hierzulande endlich auch sein Longplay-Debüt.

Doch alles hübsch der Reihe nach. Im Sommer 2009 sprach man in ganz England plötzlich über einen jungen Sänger. Olly Murs hatte nicht nur eine sensationellen Stimme, sondern bot mit seinen Mod-Moves und den zu engen Hosen allwöchentlich Top-Entertainment am Samstagabend – er war der unbestrittene Hingucker in der TV-Erfolgsshow „The X Factor“. Sein Credo: „Meine Musik ist genau so, wie ich auch selbst bin – ‚easygoing‘. Ich will nur eine gute Zeit haben und ich nehme mich selbst nicht allzu wichtig“. Eine Einstellung, mit der er im Handumdrehen die Musikfans des Vereinten Königreichs im Sturm eroberte.

Dabei handelte es sich bereits um den dritten Anlauf, den der schlitzohrige Ex-Telefonverkäufer und –Personalvermittler, bei „The X Factor“ unternahm. Seine vorangegangenen Erfahrungen als Sänger hatten sich bis dahin lediglich auf einige Karaoke-Sessions in der Kneipe beschränkt und das Gitarrespielen lernte er nur, „um die Telefonnummern der Mädels zu bekommen“. Doch zum ganz großen Sieg sollte es dennoch nicht reichen: der Simon-Cowell-Protegé zog überraschend im Finale den Kürzeren.

Doch Olly stand trotz der Niederlage nicht mit leeren Händen da - er hatte bereits einige fantastische Songs im (gut geschneiderten) Ärmel. Die Pointe folgte im September 2010. Mit seiner Debütsingle „Please Don’t Let Me Go“ enterte er die britischen Charts auf Platz eins.
Gegen Ende des Jahres hatte der 26-jährige und alle Liebhaber smarten Mitsing-Pops die Lacher endgültig auf seiner Seite: sein selbst betiteltes Album „Olly Murs“ rangierte nach der ersten Verkaufswoche sensationell auf Position zwei - lediglich überflügelt vom Take-That-Comeback-Album seines „X Factor“-Mentors Robbie Williams. Und dagegen war beim besten Willen nicht anzukommen („Progress“ wurde innerhalb eines Monats zum meistverkauften Album des ganzen Jahres). Als Robbie und Olly sich später wieder über den Weg liefen, entschuldigte sich Williams dafür, seinerzeit den Top-Spot der Charts blockiert zu haben.

Olly juckte das allerdings nicht weiter. Innerhalb von nur drei Wochen verkaufte sich „Olly Murs“ 300.000 Mal und bescherte ihm damit nach kürzester Zeit seinen ersten Platin-Award. Zum Jahreswechsel hatte der Longplayer bereits fast eine halbe Million Käufer gefunden. Und es ging weiter Schlag auf Schlag: „Brit Award“-Nominierung für die beste britische Single, eine im Handumdrehen ausverkaufte UK-Tour – und schließlich die Geschichte mit Michael Bublé. Doch nein. Diese Anekdote heben wir uns für später auf. Nur so viel sei verraten: aus der lustigen Anekdote sollte ein Märchen werden.

Olly Murs wuchs in Essex auf. Nach dem College arbeitete er als Telefonverkäufer. In seinem Elternhaus war er stets von Musik umgeben – ob aus dem Radio, aus der umfangreichen Plattensammlung seiner Vaters oder im Pub. Seine erste Liebe galt jedoch dem Fußball. „Ich ging mit meinen Kumpels aus, verdiente Geld und spielte Fußball – das war alles, was ich die Woche über machte. Ich lebte immer noch bei meinen Eltern. Ich lebe sogar heute noch bei ihnen. Typisch Mann! Ich würde ja gerne sagen können, dass ich jahrelang eine Hochschule für Darstellende Künste besucht habe und solche Sachen. Andererseits auch wieder nicht – das wäre einfach nicht ich.“

Irgendwann zog er sich beim Kicken einen Kreuzbandriss zu, und er war gezwungen, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Aus lauter Langeweile sprang er eines Abends im Pub auf die Karaoke-Bühne. Schon bald war Olly Murs ein Local Hero, der die Leute mit Interpretationen von Elvis- und Sinatra-Songs begeisterte, auch bei Motown-, Funk- und Soul-Klassikern machte er eine ziemlich gute Figur. Zusammen mit einem Kumpel gründete er eine Band: die Small Town Blaggers. Sie traten überall in Essex bei Hochzeiten und Parties auf und verdienten sich so nebenher ein paar hundert Mäuse dazu.

Dann nahm er an seiner ersten „X Factor“-Audition teil. Abgelehnt. Dann ein weiterer Versuch. Wieder abgelehnt. Angeödet vom Arbeitsalltag und gerade frisch getrennt, sagte er kurzentschlossen der Heimat „Adieu“ und bereiste mit dem Geld, das er dank der Wochenend-Gigs angespart hatte, Australien. Nach seiner Rückkehr beschloss er, es ein weiteres Mal bei den „X Factor“-Auditions zu versuchen. Es war der Sommer des Jahres 2009 und er sang Stevie Wonders „Superstition“. Er hatte es geschafft: Olly Murs war in der Show.

Nach dem Finale im Dezember 2009 standen zunächst einige Auftritte auf dem Programm. Die Menschen landauf, landab wollten den jungen Sänger sehen, der mit seinem lässigen Geezer-Style die Sympathien der Fernsehzuschauer erobert hatte. Und dann kam die offizielle „X Factor“-Tour.

Bereits vor dem Start der Konzertreise hatte Olly das Interesse von Epic Records auf sich gezogen. Das Sony-Music-Label hatte bereits große Erfolge mit den „X Factor“-Zweitplatzierten JLS gefeiert und war auf der Suche nach einem Sänger/Musiker, der auch in der Lage war, sich am Songwriting zu beteiligen. Eine Beschreibung, die auf Olly - der neben Tanzen und auf der Bühne zu stehen in erster Linie Musik liebt, die ihre Eigenheiten hat und ihm persönlich etwas bedeutet (warum sonst hätte er bei seinem ersten, missglückten Vorsingen ein Lied aus „Dschungelbuch“ ausgesucht?) – natürlich perfekt passte.

„Epic hätte zu allen Songwritern gehen können und sagen: ‚Also: Olly wird bei den Sessions nicht dabei sein, aber wir möchten, dass ihr alle Songs für ihn schreibt‘. Wären sie so vorgegangen, hätten wir irgendwann dreißig, vierzig Tracks gehabt, die allerdings alle Müll gewesen wären. Möglicherweise wären es ja sogar gute Songs gewesen, aber sie hätten nichts von meiner Persönlichkeit enthalten.“
Im April begann er, zusammen mit Leuten wie Chris Difford (Squeeze), Eg White (Adele, Duffy, James Morrison, P!NK etc.) und Trevor Horn (Pet Shop Boys, Seal, Frankie Goes To Hollywood etc.) Stücke zu schreiben. Schon früh kristallisierte sich ein Song mit dem Titel „Please Don’t Let Me Go“ als Favorit heraus, der zusammen mit Claude Kelly (Miley Cryus, Kelly Clarkson, Leona Lewis, Jason Derulo) entstanden war, und dessen positiver Reggae-Vibe sich am besten mit „Madness meets Lily Allen“ beschreiben lässt. Produziert wurde der Song von Future Cut.

Auch Simon Cowell war nicht untätig. Angesichts der Unzahl von Verpflichtungen hatte er sich eigentlich auferlegt, ausschließlich mit dem Gewinner von „The X Factor“ zu arbeiten - doch im Falle von Olly Murs kam er nicht umhin, sich auch weiterhin mit dem großen Talent zu beschäftigen, dessen Mentor er in der Show gewesen war. Sein Label Syco gründete ein Joint Venture mit Epic und nahm ihn unter Vertrag.

Und dann hieß es: „It’s SINGLE time”!

„Katy Perry saß uns mit ‚Teenage Dream‘ im Nacken und machte uns das Leben ziemlich schwer“, erinnert sich Murs an die Veröffentlichungswoche von „Please Don’t Let Me Go“. „Als wir erfuhren, dass sie in der gleichen Woche wie wir veröffentlicht, war das wie ein Tritt in die Eier, wenn ich ehrlich bin“, grinst er. „Ich bin zwar kein Liverpool-Fan, aber es war wie im ‚Champions League‘-Finale, als der AC Mailand zur Halbzeit 3:0 führte und Liverpool den Rückstand sensationell doch noch aufholte. Wir gegen den Rest der Welt. Aber wenn man das richtige Team beisammen hat und 110 Prozent gibt…“

„Team Murs“ landeten einen Volltreffer: „Please Don’t Let Me Go“ schoss schnurstracks auf die Eins der britischen Single-Charts.

Ein paar Wochen später kehrte er an den Ort des Geschehens zurück – Olly wurde als Mentor einiger Finalisten bei „The X Factor 2010“ engagiert. Er erinnerte sich daran, wie er sich gefühlt hatte, als JLS ein Jahr zuvor in die Show gekommen waren. „Ich sagte zu den Kandidaten: ‚Das, was ich jetzt mache, könntet ihr im kommenden Jahr machen…‘. Ich versuchte, ihnen ein paar kluge Dinge mit auf den Weg zu geben, obwohl ich ja selbst noch ein Musikbusiness-Neuling war. Und auch heute fühle ich mich wie das größte Kind da draußen, aber ich lerne immer weiter dazu.“

Zunächst lernte er die Höhepunkte des rauschenden Erfolges kennen. Nach der Veröffentlichung des Albums wurde Murs eingeladen, in der Weihnachtsausgabe von „Top Of The Pops“ aufzutreten, neben allen andern Acts und Songs, die das Jahr geprägt hatten: Tinie Tempah mit „Pass Out“, Coldplay mit „Christmas Lights“, Cee-Lo Green mit „Forget You“ und Plan B mit „She Said“.

Den Jahresanfang 2011 nutzte Olly, um einmal tief Luft zu holen und u.a. mit seiner „Brit Awards“-Nominierung klar zu kommen („für einen Song nominiert zu werden, den ich mitgeschrieben habe, als einer der besten zehn Songs des Jahres 2010, das war für mich ein ziemlich große Sache“). Und er trainierte, denn im Februar beteiligte er sich an einem einwöchigen Marsch durch Kenia im Rahmen von „Comic Relief“. Zusammen mit einer Gruppe weiterer Stars sollte die Aktion auf die Gefahren von Augenerkrankungen aufmerksam machen.

Auch die Vorbereitungen auf seine erste (natürlich restlos ausverkaufte) Tour hielten ihn und seine neue Band auf Trab. „In diesem Punkt war ich absolut unnachgiebig – ich wollte eine richtige Live-Band haben“, sagt der junge Mann, der seine Sporen einst im harten Wochenendeinsatz in den Pubs seiner Heimat-Grafschaft erwarb. „Die Leute kamen nur, um sich zu betrinken“, lacht er, „oder um dich zu verspotten“.

„Es musste einfach eine Liveband sein! Keine Tänzer oder so einen Unfug! Man muß das richtig machen. Ich will den Fans eine tolle Show bieten. Ich werde mich auf die Bühne stellen und Spaß dabei haben, so wie sonst auch. Die Menschen haben hart für das Geld gearbeitet, das sie für die Tickets ausgeben – oder ihre Mütter und Väter – und ich möchte dafür sorgen, dass sie das Konzert mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht wieder verlassen.“

Auch zwei Jahre nach der erfolgreichen „X Factor”-Audition und ein Jahr nach seinem ersten Nummer-Eins-Smash „Please Don’t Let Me Go“ hat Olly Murs immer noch gut lachen. Es läuft prächtig – und zwar genau nach seinen Vorstellungen. Mit seinem Look (für den kein Stylist gebraucht wird) und allem voran mit seiner Musik: „Heart Skips A Beat“, die erste Single seines zweiten Albums, schoss im August 2011 sofort auf Platz eins der britischen Charts, im November gelang ihm mit „In Case You Didn’t Know“ sein erstes Nummer-Eins-Album. Knapp 150.000 Mal verkaufte sich der Longplayer, der mit „Dance With Me Tonight“ mittlerweile einen zweiten Nummer-Eins-Hit hervorbrachte, alleine in der ersten Verkaufswoche.

Doch nicht nur auf den britischen, auch auf den karibischen Inseln ist Olly Murs Gesprächsthema. „Ich habe an Weihnachten ein wenig Urlaub auf Barbados gemacht“, erklärt der bodenständige Brite, der angesichts der Orte, an die ihn sein Talent führt, noch immer regelmäßig in helle Begeisterung gerät. „Ich kenne Eliza Doolittle und sie war zufällig auch dort. Als wir bei einem gemeinsamen Abendessen waren kam plötzlich Michael Bublé vorbei, und er sagte: ‚Oh mein Gott! Es ist Olly Murs!‘. Und er gratulierte mir zu meinem Erfolg, meinen Songs und meinen Verkaufszahlen…“, erinnert sich Olly. „Der Typ ist ein weltweiter Superstar! So etwas aus seinem Munde zu hören war für mich ein ganz großer Moment.“

Und hat man etwas Derartiges überhaupt schon einmal über einen ehemaligen Talentshow-Kandidaten gehört, der zu einem Nummer-Eins-Platin-Brit-Award-nominierten-Gig-Monster-Popstar wurde? Nein? Dann jetzt.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Olly Murs ist ein Star, bei dem man schon mal neidisch werden kann. Nicht genug, dass der junge Mann wahnsinnig nett ist, gut aussieht, exzellent singen und großartige Songs schreiben kann – er verfügt zu allem Überfluss auch noch über die für eine Weltkarriere notwendige Portion Charisma und Entertainerqualitäten. UND er hat es faustdick hinter den Ohren. Kurzum: Olly Murs ist der geborene Popstar. Charmanter Rotzlöffel und vielfach von der Muse geküsster Soulboy. Diese unverhältnismäßige Anhäufung an Talenten bringt jedoch auch ein nicht unerhebliches Maß an Verantwortung mit sich: der junge Brite ist schlichtweg dazu verpflichtet, ein f**king Weltstar zu werden. Alles andere wäre echte Verschwendung.

Seine (bisherige) UK-Bilanz kann sich schon mal sehen lassen: vier Nummer-Eins-Hits, ein Nummer-Eins- (mit 150.000 verkauften Units in der ersten Woche) und ein fast-Nummer-Eins-Doppelplatin-Album mit 600.000 verkauften Exemplaren (das im November 2010 lediglich vom Take-That-Comeback-Album seines Mentors Robbie Williams überflügelt wurde) und ihm den Titel des „schnellst verkauften Debütalbums des Jahres“ einbrachte. Das sind die beeindruckenden Eckdaten nach gerade einmal fünfzehn Monaten Musikbusiness.

Mit seinem jüngsten Nummer-Eins-Hit „Heart Skips A Beat” wagt Murs nun endlich auch die Kanalüberquerung Richtung Eurozone - nachdem der smarte Shootingstar bereits die österreichischen Charts im Sturm erobert hatte, ist der Uptempo-Hit Anfang 2012 nun auch in Deutschland auf dem Weg in die Top Ten. Im März feiert er mit dem Album „In Case You Didn’t Know“ hierzulande endlich auch sein Longplay-Debüt.

Doch alles hübsch der Reihe nach. Im Sommer 2009 sprach man in ganz England plötzlich über einen jungen Sänger. Olly Murs hatte nicht nur eine sensationellen Stimme, sondern bot mit seinen Mod-Moves und den zu engen Hosen allwöchentlich Top-Entertainment am Samstagabend – er war der unbestrittene Hingucker in der TV-Erfolgsshow „The X Factor“. Sein Credo: „Meine Musik ist genau so, wie ich auch selbst bin – ‚easygoing‘. Ich will nur eine gute Zeit haben und ich nehme mich selbst nicht allzu wichtig“. Eine Einstellung, mit der er im Handumdrehen die Musikfans des Vereinten Königreichs im Sturm eroberte.

Dabei handelte es sich bereits um den dritten Anlauf, den der schlitzohrige Ex-Telefonverkäufer und –Personalvermittler, bei „The X Factor“ unternahm. Seine vorangegangenen Erfahrungen als Sänger hatten sich bis dahin lediglich auf einige Karaoke-Sessions in der Kneipe beschränkt und das Gitarrespielen lernte er nur, „um die Telefonnummern der Mädels zu bekommen“. Doch zum ganz großen Sieg sollte es dennoch nicht reichen: der Simon-Cowell-Protegé zog überraschend im Finale den Kürzeren.

Doch Olly stand trotz der Niederlage nicht mit leeren Händen da - er hatte bereits einige fantastische Songs im (gut geschneiderten) Ärmel. Die Pointe folgte im September 2010. Mit seiner Debütsingle „Please Don’t Let Me Go“ enterte er die britischen Charts auf Platz eins.
Gegen Ende des Jahres hatte der 26-jährige und alle Liebhaber smarten Mitsing-Pops die Lacher endgültig auf seiner Seite: sein selbst betiteltes Album „Olly Murs“ rangierte nach der ersten Verkaufswoche sensationell auf Position zwei - lediglich überflügelt vom Take-That-Comeback-Album seines „X Factor“-Mentors Robbie Williams. Und dagegen war beim besten Willen nicht anzukommen („Progress“ wurde innerhalb eines Monats zum meistverkauften Album des ganzen Jahres). Als Robbie und Olly sich später wieder über den Weg liefen, entschuldigte sich Williams dafür, seinerzeit den Top-Spot der Charts blockiert zu haben.

Olly juckte das allerdings nicht weiter. Innerhalb von nur drei Wochen verkaufte sich „Olly Murs“ 300.000 Mal und bescherte ihm damit nach kürzester Zeit seinen ersten Platin-Award. Zum Jahreswechsel hatte der Longplayer bereits fast eine halbe Million Käufer gefunden. Und es ging weiter Schlag auf Schlag: „Brit Award“-Nominierung für die beste britische Single, eine im Handumdrehen ausverkaufte UK-Tour – und schließlich die Geschichte mit Michael Bublé. Doch nein. Diese Anekdote heben wir uns für später auf. Nur so viel sei verraten: aus der lustigen Anekdote sollte ein Märchen werden.

Olly Murs wuchs in Essex auf. Nach dem College arbeitete er als Telefonverkäufer. In seinem Elternhaus war er stets von Musik umgeben – ob aus dem Radio, aus der umfangreichen Plattensammlung seiner Vaters oder im Pub. Seine erste Liebe galt jedoch dem Fußball. „Ich ging mit meinen Kumpels aus, verdiente Geld und spielte Fußball – das war alles, was ich die Woche über machte. Ich lebte immer noch bei meinen Eltern. Ich lebe sogar heute noch bei ihnen. Typisch Mann! Ich würde ja gerne sagen können, dass ich jahrelang eine Hochschule für Darstellende Künste besucht habe und solche Sachen. Andererseits auch wieder nicht – das wäre einfach nicht ich.“

Irgendwann zog er sich beim Kicken einen Kreuzbandriss zu, und er war gezwungen, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Aus lauter Langeweile sprang er eines Abends im Pub auf die Karaoke-Bühne. Schon bald war Olly Murs ein Local Hero, der die Leute mit Interpretationen von Elvis- und Sinatra-Songs begeisterte, auch bei Motown-, Funk- und Soul-Klassikern machte er eine ziemlich gute Figur. Zusammen mit einem Kumpel gründete er eine Band: die Small Town Blaggers. Sie traten überall in Essex bei Hochzeiten und Parties auf und verdienten sich so nebenher ein paar hundert Mäuse dazu.

Dann nahm er an seiner ersten „X Factor“-Audition teil. Abgelehnt. Dann ein weiterer Versuch. Wieder abgelehnt. Angeödet vom Arbeitsalltag und gerade frisch getrennt, sagte er kurzentschlossen der Heimat „Adieu“ und bereiste mit dem Geld, das er dank der Wochenend-Gigs angespart hatte, Australien. Nach seiner Rückkehr beschloss er, es ein weiteres Mal bei den „X Factor“-Auditions zu versuchen. Es war der Sommer des Jahres 2009 und er sang Stevie Wonders „Superstition“. Er hatte es geschafft: Olly Murs war in der Show.

Nach dem Finale im Dezember 2009 standen zunächst einige Auftritte auf dem Programm. Die Menschen landauf, landab wollten den jungen Sänger sehen, der mit seinem lässigen Geezer-Style die Sympathien der Fernsehzuschauer erobert hatte. Und dann kam die offizielle „X Factor“-Tour.

Bereits vor dem Start der Konzertreise hatte Olly das Interesse von Epic Records auf sich gezogen. Das Sony-Music-Label hatte bereits große Erfolge mit den „X Factor“-Zweitplatzierten JLS gefeiert und war auf der Suche nach einem Sänger/Musiker, der auch in der Lage war, sich am Songwriting zu beteiligen. Eine Beschreibung, die auf Olly - der neben Tanzen und auf der Bühne zu stehen in erster Linie Musik liebt, die ihre Eigenheiten hat und ihm persönlich etwas bedeutet (warum sonst hätte er bei seinem ersten, missglückten Vorsingen ein Lied aus „Dschungelbuch“ ausgesucht?) – natürlich perfekt passte.

„Epic hätte zu allen Songwritern gehen können und sagen: ‚Also: Olly wird bei den Sessions nicht dabei sein, aber wir möchten, dass ihr alle Songs für ihn schreibt‘. Wären sie so vorgegangen, hätten wir irgendwann dreißig, vierzig Tracks gehabt, die allerdings alle Müll gewesen wären. Möglicherweise wären es ja sogar gute Songs gewesen, aber sie hätten nichts von meiner Persönlichkeit enthalten.“
Im April begann er, zusammen mit Leuten wie Chris Difford (Squeeze), Eg White (Adele, Duffy, James Morrison, P!NK etc.) und Trevor Horn (Pet Shop Boys, Seal, Frankie Goes To Hollywood etc.) Stücke zu schreiben. Schon früh kristallisierte sich ein Song mit dem Titel „Please Don’t Let Me Go“ als Favorit heraus, der zusammen mit Claude Kelly (Miley Cryus, Kelly Clarkson, Leona Lewis, Jason Derulo) entstanden war, und dessen positiver Reggae-Vibe sich am besten mit „Madness meets Lily Allen“ beschreiben lässt. Produziert wurde der Song von Future Cut.

Auch Simon Cowell war nicht untätig. Angesichts der Unzahl von Verpflichtungen hatte er sich eigentlich auferlegt, ausschließlich mit dem Gewinner von „The X Factor“ zu arbeiten - doch im Falle von Olly Murs kam er nicht umhin, sich auch weiterhin mit dem großen Talent zu beschäftigen, dessen Mentor er in der Show gewesen war. Sein Label Syco gründete ein Joint Venture mit Epic und nahm ihn unter Vertrag.

Und dann hieß es: „It’s SINGLE time”!

„Katy Perry saß uns mit ‚Teenage Dream‘ im Nacken und machte uns das Leben ziemlich schwer“, erinnert sich Murs an die Veröffentlichungswoche von „Please Don’t Let Me Go“. „Als wir erfuhren, dass sie in der gleichen Woche wie wir veröffentlicht, war das wie ein Tritt in die Eier, wenn ich ehrlich bin“, grinst er. „Ich bin zwar kein Liverpool-Fan, aber es war wie im ‚Champions League‘-Finale, als der AC Mailand zur Halbzeit 3:0 führte und Liverpool den Rückstand sensationell doch noch aufholte. Wir gegen den Rest der Welt. Aber wenn man das richtige Team beisammen hat und 110 Prozent gibt…“

„Team Murs“ landeten einen Volltreffer: „Please Don’t Let Me Go“ schoss schnurstracks auf die Eins der britischen Single-Charts.

Ein paar Wochen später kehrte er an den Ort des Geschehens zurück – Olly wurde als Mentor einiger Finalisten bei „The X Factor 2010“ engagiert. Er erinnerte sich daran, wie er sich gefühlt hatte, als JLS ein Jahr zuvor in die Show gekommen waren. „Ich sagte zu den Kandidaten: ‚Das, was ich jetzt mache, könntet ihr im kommenden Jahr machen…‘. Ich versuchte, ihnen ein paar kluge Dinge mit auf den Weg zu geben, obwohl ich ja selbst noch ein Musikbusiness-Neuling war. Und auch heute fühle ich mich wie das größte Kind da draußen, aber ich lerne immer weiter dazu.“

Zunächst lernte er die Höhepunkte des rauschenden Erfolges kennen. Nach der Veröffentlichung des Albums wurde Murs eingeladen, in der Weihnachtsausgabe von „Top Of The Pops“ aufzutreten, neben allen andern Acts und Songs, die das Jahr geprägt hatten: Tinie Tempah mit „Pass Out“, Coldplay mit „Christmas Lights“, Cee-Lo Green mit „Forget You“ und Plan B mit „She Said“.

Den Jahresanfang 2011 nutzte Olly, um einmal tief Luft zu holen und u.a. mit seiner „Brit Awards“-Nominierung klar zu kommen („für einen Song nominiert zu werden, den ich mitgeschrieben habe, als einer der besten zehn Songs des Jahres 2010, das war für mich ein ziemlich große Sache“). Und er trainierte, denn im Februar beteiligte er sich an einem einwöchigen Marsch durch Kenia im Rahmen von „Comic Relief“. Zusammen mit einer Gruppe weiterer Stars sollte die Aktion auf die Gefahren von Augenerkrankungen aufmerksam machen.

Auch die Vorbereitungen auf seine erste (natürlich restlos ausverkaufte) Tour hielten ihn und seine neue Band auf Trab. „In diesem Punkt war ich absolut unnachgiebig – ich wollte eine richtige Live-Band haben“, sagt der junge Mann, der seine Sporen einst im harten Wochenendeinsatz in den Pubs seiner Heimat-Grafschaft erwarb. „Die Leute kamen nur, um sich zu betrinken“, lacht er, „oder um dich zu verspotten“.

„Es musste einfach eine Liveband sein! Keine Tänzer oder so einen Unfug! Man muß das richtig machen. Ich will den Fans eine tolle Show bieten. Ich werde mich auf die Bühne stellen und Spaß dabei haben, so wie sonst auch. Die Menschen haben hart für das Geld gearbeitet, das sie für die Tickets ausgeben – oder ihre Mütter und Väter – und ich möchte dafür sorgen, dass sie das Konzert mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht wieder verlassen.“

Auch zwei Jahre nach der erfolgreichen „X Factor”-Audition und ein Jahr nach seinem ersten Nummer-Eins-Smash „Please Don’t Let Me Go“ hat Olly Murs immer noch gut lachen. Es läuft prächtig – und zwar genau nach seinen Vorstellungen. Mit seinem Look (für den kein Stylist gebraucht wird) und allem voran mit seiner Musik: „Heart Skips A Beat“, die erste Single seines zweiten Albums, schoss im August 2011 sofort auf Platz eins der britischen Charts, im November gelang ihm mit „In Case You Didn’t Know“ sein erstes Nummer-Eins-Album. Knapp 150.000 Mal verkaufte sich der Longplayer, der mit „Dance With Me Tonight“ mittlerweile einen zweiten Nummer-Eins-Hit hervorbrachte, alleine in der ersten Verkaufswoche.

Doch nicht nur auf den britischen, auch auf den karibischen Inseln ist Olly Murs Gesprächsthema. „Ich habe an Weihnachten ein wenig Urlaub auf Barbados gemacht“, erklärt der bodenständige Brite, der angesichts der Orte, an die ihn sein Talent führt, noch immer regelmäßig in helle Begeisterung gerät. „Ich kenne Eliza Doolittle und sie war zufällig auch dort. Als wir bei einem gemeinsamen Abendessen waren kam plötzlich Michael Bublé vorbei, und er sagte: ‚Oh mein Gott! Es ist Olly Murs!‘. Und er gratulierte mir zu meinem Erfolg, meinen Songs und meinen Verkaufszahlen…“, erinnert sich Olly. „Der Typ ist ein weltweiter Superstar! So etwas aus seinem Munde zu hören war für mich ein ganz großer Moment.“

Und hat man etwas Derartiges überhaupt schon einmal über einen ehemaligen Talentshow-Kandidaten gehört, der zu einem Nummer-Eins-Platin-Brit-Award-nominierten-Gig-Monster-Popstar wurde? Nein? Dann jetzt.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Olly Murs ist ein Star, bei dem man schon mal neidisch werden kann. Nicht genug, dass der junge Mann wahnsinnig nett ist, gut aussieht, exzellent singen und großartige Songs schreiben kann – er verfügt zu allem Überfluss auch noch über die für eine Weltkarriere notwendige Portion Charisma und Entertainerqualitäten. UND er hat es faustdick hinter den Ohren. Kurzum: Olly Murs ist der geborene Popstar. Charmanter Rotzlöffel und vielfach von der Muse geküsster Soulboy. Diese unverhältnismäßige Anhäufung an Talenten bringt jedoch auch ein nicht unerhebliches Maß an Verantwortung mit sich: der junge Brite ist schlichtweg dazu verpflichtet, ein f**king Weltstar zu werden. Alles andere wäre echte Verschwendung.

Seine (bisherige) UK-Bilanz kann sich schon mal sehen lassen: vier Nummer-Eins-Hits, ein Nummer-Eins- (mit 150.000 verkauften Units in der ersten Woche) und ein fast-Nummer-Eins-Doppelplatin-Album mit 600.000 verkauften Exemplaren (das im November 2010 lediglich vom Take-That-Comeback-Album seines Mentors Robbie Williams überflügelt wurde) und ihm den Titel des „schnellst verkauften Debütalbums des Jahres“ einbrachte. Das sind die beeindruckenden Eckdaten nach gerade einmal fünfzehn Monaten Musikbusiness.

Mit seinem jüngsten Nummer-Eins-Hit „Heart Skips A Beat” wagt Murs nun endlich auch die Kanalüberquerung Richtung Eurozone - nachdem der smarte Shootingstar bereits die österreichischen Charts im Sturm erobert hatte, ist der Uptempo-Hit Anfang 2012 nun auch in Deutschland auf dem Weg in die Top Ten. Im März feiert er mit dem Album „In Case You Didn’t Know“ hierzulande endlich auch sein Longplay-Debüt.

Doch alles hübsch der Reihe nach. Im Sommer 2009 sprach man in ganz England plötzlich über einen jungen Sänger. Olly Murs hatte nicht nur eine sensationellen Stimme, sondern bot mit seinen Mod-Moves und den zu engen Hosen allwöchentlich Top-Entertainment am Samstagabend – er war der unbestrittene Hingucker in der TV-Erfolgsshow „The X Factor“. Sein Credo: „Meine Musik ist genau so, wie ich auch selbst bin – ‚easygoing‘. Ich will nur eine gute Zeit haben und ich nehme mich selbst nicht allzu wichtig“. Eine Einstellung, mit der er im Handumdrehen die Musikfans des Vereinten Königreichs im Sturm eroberte.

Dabei handelte es sich bereits um den dritten Anlauf, den der schlitzohrige Ex-Telefonverkäufer und –Personalvermittler, bei „The X Factor“ unternahm. Seine vorangegangenen Erfahrungen als Sänger hatten sich bis dahin lediglich auf einige Karaoke-Sessions in der Kneipe beschränkt und das Gitarrespielen lernte er nur, „um die Telefonnummern der Mädels zu bekommen“. Doch zum ganz großen Sieg sollte es dennoch nicht reichen: der Simon-Cowell-Protegé zog überraschend im Finale den Kürzeren.

Doch Olly stand trotz der Niederlage nicht mit leeren Händen da - er hatte bereits einige fantastische Songs im (gut geschneiderten) Ärmel. Die Pointe folgte im September 2010. Mit seiner Debütsingle „Please Don’t Let Me Go“ enterte er die britischen Charts auf Platz eins.
Gegen Ende des Jahres hatte der 26-jährige und alle Liebhaber smarten Mitsing-Pops die Lacher endgültig auf seiner Seite: sein selbst betiteltes Album „Olly Murs“ rangierte nach der ersten Verkaufswoche sensationell auf Position zwei - lediglich überflügelt vom Take-That-Comeback-Album seines „X Factor“-Mentors Robbie Williams. Und dagegen war beim besten Willen nicht anzukommen („Progress“ wurde innerhalb eines Monats zum meistverkauften Album des ganzen Jahres). Als Robbie und Olly sich später wieder über den Weg liefen, entschuldigte sich Williams dafür, seinerzeit den Top-Spot der Charts blockiert zu haben.

Olly juckte das allerdings nicht weiter. Innerhalb von nur drei Wochen verkaufte sich „Olly Murs“ 300.000 Mal und bescherte ihm damit nach kürzester Zeit seinen ersten Platin-Award. Zum Jahreswechsel hatte der Longplayer bereits fast eine halbe Million Käufer gefunden. Und es ging weiter Schlag auf Schlag: „Brit Award“-Nominierung für die beste britische Single, eine im Handumdrehen ausverkaufte UK-Tour – und schließlich die Geschichte mit Michael Bublé. Doch nein. Diese Anekdote heben wir uns für später auf. Nur so viel sei verraten: aus der lustigen Anekdote sollte ein Märchen werden.

Olly Murs wuchs in Essex auf. Nach dem College arbeitete er als Telefonverkäufer. In seinem Elternhaus war er stets von Musik umgeben – ob aus dem Radio, aus der umfangreichen Plattensammlung seiner Vaters oder im Pub. Seine erste Liebe galt jedoch dem Fußball. „Ich ging mit meinen Kumpels aus, verdiente Geld und spielte Fußball – das war alles, was ich die Woche über machte. Ich lebte immer noch bei meinen Eltern. Ich lebe sogar heute noch bei ihnen. Typisch Mann! Ich würde ja gerne sagen können, dass ich jahrelang eine Hochschule für Darstellende Künste besucht habe und solche Sachen. Andererseits auch wieder nicht – das wäre einfach nicht ich.“

Irgendwann zog er sich beim Kicken einen Kreuzbandriss zu, und er war gezwungen, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Aus lauter Langeweile sprang er eines Abends im Pub auf die Karaoke-Bühne. Schon bald war Olly Murs ein Local Hero, der die Leute mit Interpretationen von Elvis- und Sinatra-Songs begeisterte, auch bei Motown-, Funk- und Soul-Klassikern machte er eine ziemlich gute Figur. Zusammen mit einem Kumpel gründete er eine Band: die Small Town Blaggers. Sie traten überall in Essex bei Hochzeiten und Parties auf und verdienten sich so nebenher ein paar hundert Mäuse dazu.

Dann nahm er an seiner ersten „X Factor“-Audition teil. Abgelehnt. Dann ein weiterer Versuch. Wieder abgelehnt. Angeödet vom Arbeitsalltag und gerade frisch getrennt, sagte er kurzentschlossen der Heimat „Adieu“ und bereiste mit dem Geld, das er dank der Wochenend-Gigs angespart hatte, Australien. Nach seiner Rückkehr beschloss er, es ein weiteres Mal bei den „X Factor“-Auditions zu versuchen. Es war der Sommer des Jahres 2009 und er sang Stevie Wonders „Superstition“. Er hatte es geschafft: Olly Murs war in der Show.

Nach dem Finale im Dezember 2009 standen zunächst einige Auftritte auf dem Programm. Die Menschen landauf, landab wollten den jungen Sänger sehen, der mit seinem lässigen Geezer-Style die Sympathien der Fernsehzuschauer erobert hatte. Und dann kam die offizielle „X Factor“-Tour.

Bereits vor dem Start der Konzertreise hatte Olly das Interesse von Epic Records auf sich gezogen. Das Sony-Music-Label hatte bereits große Erfolge mit den „X Factor“-Zweitplatzierten JLS gefeiert und war auf der Suche nach einem Sänger/Musiker, der auch in der Lage war, sich am Songwriting zu beteiligen. Eine Beschreibung, die auf Olly - der neben Tanzen und auf der Bühne zu stehen in erster Linie Musik liebt, die ihre Eigenheiten hat und ihm persönlich etwas bedeutet (warum sonst hätte er bei seinem ersten, missglückten Vorsingen ein Lied aus „Dschungelbuch“ ausgesucht?) – natürlich perfekt passte.

„Epic hätte zu allen Songwritern gehen können und sagen: ‚Also: Olly wird bei den Sessions nicht dabei sein, aber wir möchten, dass ihr alle Songs für ihn schreibt‘. Wären sie so vorgegangen, hätten wir irgendwann dreißig, vierzig Tracks gehabt, die allerdings alle Müll gewesen wären. Möglicherweise wären es ja sogar gute Songs gewesen, aber sie hätten nichts von meiner Persönlichkeit enthalten.“
Im April begann er, zusammen mit Leuten wie Chris Difford (Squeeze), Eg White (Adele, Duffy, James Morrison, P!NK etc.) und Trevor Horn (Pet Shop Boys, Seal, Frankie Goes To Hollywood etc.) Stücke zu schreiben. Schon früh kristallisierte sich ein Song mit dem Titel „Please Don’t Let Me Go“ als Favorit heraus, der zusammen mit Claude Kelly (Miley Cryus, Kelly Clarkson, Leona Lewis, Jason Derulo) entstanden war, und dessen positiver Reggae-Vibe sich am besten mit „Madness meets Lily Allen“ beschreiben lässt. Produziert wurde der Song von Future Cut.

Auch Simon Cowell war nicht untätig. Angesichts der Unzahl von Verpflichtungen hatte er sich eigentlich auferlegt, ausschließlich mit dem Gewinner von „The X Factor“ zu arbeiten - doch im Falle von Olly Murs kam er nicht umhin, sich auch weiterhin mit dem großen Talent zu beschäftigen, dessen Mentor er in der Show gewesen war. Sein Label Syco gründete ein Joint Venture mit Epic und nahm ihn unter Vertrag.

Und dann hieß es: „It’s SINGLE time”!

„Katy Perry saß uns mit ‚Teenage Dream‘ im Nacken und machte uns das Leben ziemlich schwer“, erinnert sich Murs an die Veröffentlichungswoche von „Please Don’t Let Me Go“. „Als wir erfuhren, dass sie in der gleichen Woche wie wir veröffentlicht, war das wie ein Tritt in die Eier, wenn ich ehrlich bin“, grinst er. „Ich bin zwar kein Liverpool-Fan, aber es war wie im ‚Champions League‘-Finale, als der AC Mailand zur Halbzeit 3:0 führte und Liverpool den Rückstand sensationell doch noch aufholte. Wir gegen den Rest der Welt. Aber wenn man das richtige Team beisammen hat und 110 Prozent gibt…“

„Team Murs“ landeten einen Volltreffer: „Please Don’t Let Me Go“ schoss schnurstracks auf die Eins der britischen Single-Charts.

Ein paar Wochen später kehrte er an den Ort des Geschehens zurück – Olly wurde als Mentor einiger Finalisten bei „The X Factor 2010“ engagiert. Er erinnerte sich daran, wie er sich gefühlt hatte, als JLS ein Jahr zuvor in die Show gekommen waren. „Ich sagte zu den Kandidaten: ‚Das, was ich jetzt mache, könntet ihr im kommenden Jahr machen…‘. Ich versuchte, ihnen ein paar kluge Dinge mit auf den Weg zu geben, obwohl ich ja selbst noch ein Musikbusiness-Neuling war. Und auch heute fühle ich mich wie das größte Kind da draußen, aber ich lerne immer weiter dazu.“

Zunächst lernte er die Höhepunkte des rauschenden Erfolges kennen. Nach der Veröffentlichung des Albums wurde Murs eingeladen, in der Weihnachtsausgabe von „Top Of The Pops“ aufzutreten, neben allen andern Acts und Songs, die das Jahr geprägt hatten: Tinie Tempah mit „Pass Out“, Coldplay mit „Christmas Lights“, Cee-Lo Green mit „Forget You“ und Plan B mit „She Said“.

Den Jahresanfang 2011 nutzte Olly, um einmal tief Luft zu holen und u.a. mit seiner „Brit Awards“-Nominierung klar zu kommen („für einen Song nominiert zu werden, den ich mitgeschrieben habe, als einer der besten zehn Songs des Jahres 2010, das war für mich ein ziemlich große Sache“). Und er trainierte, denn im Februar beteiligte er sich an einem einwöchigen Marsch durch Kenia im Rahmen von „Comic Relief“. Zusammen mit einer Gruppe weiterer Stars sollte die Aktion auf die Gefahren von Augenerkrankungen aufmerksam machen.

Auch die Vorbereitungen auf seine erste (natürlich restlos ausverkaufte) Tour hielten ihn und seine neue Band auf Trab. „In diesem Punkt war ich absolut unnachgiebig – ich wollte eine richtige Live-Band haben“, sagt der junge Mann, der seine Sporen einst im harten Wochenendeinsatz in den Pubs seiner Heimat-Grafschaft erwarb. „Die Leute kamen nur, um sich zu betrinken“, lacht er, „oder um dich zu verspotten“.

„Es musste einfach eine Liveband sein! Keine Tänzer oder so einen Unfug! Man muß das richtig machen. Ich will den Fans eine tolle Show bieten. Ich werde mich auf die Bühne stellen und Spaß dabei haben, so wie sonst auch. Die Menschen haben hart für das Geld gearbeitet, das sie für die Tickets ausgeben – oder ihre Mütter und Väter – und ich möchte dafür sorgen, dass sie das Konzert mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht wieder verlassen.“

Auch zwei Jahre nach der erfolgreichen „X Factor”-Audition und ein Jahr nach seinem ersten Nummer-Eins-Smash „Please Don’t Let Me Go“ hat Olly Murs immer noch gut lachen. Es läuft prächtig – und zwar genau nach seinen Vorstellungen. Mit seinem Look (für den kein Stylist gebraucht wird) und allem voran mit seiner Musik: „Heart Skips A Beat“, die erste Single seines zweiten Albums, schoss im August 2011 sofort auf Platz eins der britischen Charts, im November gelang ihm mit „In Case You Didn’t Know“ sein erstes Nummer-Eins-Album. Knapp 150.000 Mal verkaufte sich der Longplayer, der mit „Dance With Me Tonight“ mittlerweile einen zweiten Nummer-Eins-Hit hervorbrachte, alleine in der ersten Verkaufswoche.

Doch nicht nur auf den britischen, auch auf den karibischen Inseln ist Olly Murs Gesprächsthema. „Ich habe an Weihnachten ein wenig Urlaub auf Barbados gemacht“, erklärt der bodenständige Brite, der angesichts der Orte, an die ihn sein Talent führt, noch immer regelmäßig in helle Begeisterung gerät. „Ich kenne Eliza Doolittle und sie war zufällig auch dort. Als wir bei einem gemeinsamen Abendessen waren kam plötzlich Michael Bublé vorbei, und er sagte: ‚Oh mein Gott! Es ist Olly Murs!‘. Und er gratulierte mir zu meinem Erfolg, meinen Songs und meinen Verkaufszahlen…“, erinnert sich Olly. „Der Typ ist ein weltweiter Superstar! So etwas aus seinem Munde zu hören war für mich ein ganz großer Moment.“

Und hat man etwas Derartiges überhaupt schon einmal über einen ehemaligen Talentshow-Kandidaten gehört, der zu einem Nummer-Eins-Platin-Brit-Award-nominierten-Gig-Monster-Popstar wurde? Nein? Dann jetzt.

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