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Oliver Twist (Klassiker der Kinderliteratur, Band 11) Audio-CD – Audiobook, 17. August 2006

4 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Für viele Leser ist der Name Charles Dickens verbunden mit dessen "Lieblingskind" "David Copperfield" (1849-50). Geboren wurde Dickens 1812 als Sohn eines Marinezahlmeisters in Landport bei Portsmouth. Nach zunächst glücklicher Kindheit musste er schon früh Geld verdienen, weil sein Vater zwei Jahre im Schuldgefängnis saß. Der junge Charles arbeitete in einer Schuhwichsfabrik, war Schreiber in einer Anwaltskanzlei und Journalist. Mit Zeitungsgründungen und durch das Schreiben von Romanen und Geschichten wurde er schnell erfolgreich und berühmt. Die Leser mochten seine anfangs humorvollen, später eher düsteren Romane, die das Leben in der englischen Mittel- und Unterschicht kritisch beschrieben. Dickens war verheiratet und hatte 10 Kinder. Er starb 1870 nach einem Schlaganfall.

Produktbeschreibungen

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Der in Fortsetzungen 1837/38 erschienene Roman schildert die menschenverachtenden Zustände Englands: Armenhaus, Kinderarbeit, soziale Ungerechtigkeit und als Kehrseite das Verbrechermilieu in London. Charles Dickens (1812-1870) gilt als Begründer des sozialen Romans, seine kritischen Beschreibungen der gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit bewirkten eine gewisse Sensibilisierung für soziale Missstände. Der Journalist und Schriftsteller, der neben Oliver Twist, Romane wie David Copperfield und Große Erwartungen schrieb, war Herausgeber der liberalen Zeitung Daily News.

Die Hörspielfassung dieses Klassikers ist eine filmreife Inszenierung, in der die Brutalität einen von Anfang bis zum Ende gefangen nimmt. Unter der Regie von Sven Stricker und mit der Musik von Jan-Peter Pflug entstand eine Produktion, die echtes Kino fürs Ohr bietet: mit sicher eingespielten Hintergrundgeräuschen, perfekt arrangierten Dialogen, von erstklassigen Sprechern vorgetragen, und mit der bereits erwähnten Musik, in der Alexandra Bartoi die Violine spielt.

Hannes Hellmann -- Theaterschauspieler und seit einigen Jahren auch vermehrt im Film und Fernsehen präsent -- ist eine ausgezeichnete Wahl für den Erzähler. Er führt mit seiner klaren Stimme durch die verwickelte Geschichte und findet vor allem für die kritischen Beschreibungen des Autors einen sehr gelungenen Ton. Wenn er etwa von der sich selbst überzeugten Art Mr. Bumbles als Amtsträger spricht, legt er in seine Stimme eine feine, spitze Nuance, die dies entlarvt. Für die vielen direkten Anreden wählt er eine leicht ironische Tonlage, die den zwischen Armeleute- und Verbrechermilieu angelegten Text vor Sentimentalität bewahrt. Die berühmten Brutalitäts-Szenen des Romans, als der Waisenjunge mehr Suppe verlangt oder die, in der Nancy, ihr kriminelles Leben bereuend, von Bill Sikes auf das Schrecklichste ermordet wird, setzt das Hörspiel sehr beeindruckend, unvergesslich in Szene. Das blanke Entsetzen ist hier spürbar! Anton Sprick, geboren 1994 und bereits erfahren im Theater, Fernsehen und im Hörspiel, spricht den wohlerzogenen Helden Oliver, so sympathisch, dass man sich seiner Attraktion einfach nicht entziehen kann. Der bekannte Seriendarsteller Gerd Baltus (Tatort, Derrick, Der Alte) leiht Mr. Brownlow seine Stimme.

Fazit: Ob man will oder nicht: Man wird eingefangen von dieser ohne Zweifel sehr gelungenen Produktion, die die Abenteuer des berühmtesten Waisenjungen der Literatur im besten Sinne als Kino fürs Ohr realisiert.

Hörspiel, Spieldauer: ca. 130 Minuten, 2 CDs. Mit Booklet. --culture.text, Christiane Gut -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Dickens beschreibt die Dinge so anschaulich und eindringlich, dass man sie nachher nie mehr anders sehen kann als mit seinen Augen." (John Irving)

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Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 31. Dezember 2005
Format: Audio CD
Zunächst mal verwirrt das Cover. Die ausgelieferte Version hat nämlich nicht dieses etwas billig aussehende, holzschnittartige Motiv der Amazon-Abbildung, sondern entspricht dem Kino-Plakat des jüngst angelaufenen Oliver-Twist-Films von Roman Polanski. Mit dem Film hat dieses Hörspiel wiederum jedoch eigentlich nichts zu tun, es ist vollkommen eigenständig. Alles klar? Ich weiß nicht, warum der Verlag da so für Verwirrung sorgen muss, vielleicht verkaufen sich CDs mit Filmmotiven ja besser und man hat sich kurz vor Erscheinen spontan umentschieden ...
Das Hörspiel selbst ist einfach großartig. Sorgfältig bearbeitet, mit tollen Sprechern wie Jörg Pleva (als Fagin zwischen Komik und Grausamkeit), Peter Kaempfe (als Sikes atemberaubend böse), Gerd Baltus (als Mr. Brownlow wunderbar zerstreut) und dem Hamburger Thalia-Theater-Star Peter Jordan (als Mr. Monks gleichzeitig bemitleidenswert und beängstigend). Hannes Hellmann führt als Erzähler sarkastisch bis bissig ironisch durch die Handlung, Anton Sprick ist in der Titelrolle ein echtes Talent, von dem man sicher noch hören wird. Die Musik von Jan-Peter Pflug (mit Alexandra Bartoi an der Geige) schafft es mühelos, alle Stimmungen zwischen Rührung und Komik auf den Punkt zu bringen. Insgesamt ein weiteres, tolles Klassiker-Hörspiel von Bearbeiter und Regisseur Sven Stricker!
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Von Villette TOP 1000 REZENSENT am 15. April 2012
Format: Audio CD
Diese Hörspielproduktion von "Oliver Twist" stammt aus den 50er Jahren und das merkt man dem Hörspiel auch an. Das meine ich nicht negativ. Ganz im Gegenteil. Aber als ich den Erzähler Hannes Hellmann gehört habe, konnte ich das Hörspiel direkt in diese Zeit einordnen. Er schafft einfach eine 50er Jahre-Atmosphäre. Tatsächlich wirkt das Hörspiel teilweise etwas erzählerlastig, weil die Stimme so auffällt. Ansonsten ist es ein wahrer Treffer (das ist auch Hannes Hellmann), was die Sprecher angeht: Gerd Baltus als Mr. Brownlow, Jörg Pleva als Fagin, Felicitas Kaempfe als Nancy und Anton Sprick als Oliver, alles herausragende Stimmen. Das Hörspiel ist stark gekürzt und wirkt wegen der nötigen Raffung sehr dynamisch. Leider wenig Geräusche. Die Geschichte gehört zu den eher schwachen von Dickens. Er hat hier unwahrscheinlichen Zufällen und Pathos die Regentschaft überlassen. Wie der Waisenjunge Oliver erst in eine Bande von Kinderdieben gerät und dann zufällig genau zu den Menschen, zu denen er gehört, schien mir schon immer unplausibel. Leider hat das Hörspiel die bunte Welt der Kinderdiebe fast vollständig rausgelassen und vielmehr Olivers vollkommene Unschuld herausgehoben. Ansonsten ist das Hörspiel gut geraten.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
ein schön produziertes Hörspiel voller Atmosphäre, dicht und spannend. Schönes Harmonie zwischen Spielszenen und Erzählersequenzen und bis in die kleinen Rollen gut besetzt. Sven Stricker, der Regisseur, ist mehrfacher Preisträger von verschiedenen Hörspielpreisen und wer mit ihm arbeiten durfte, weiß warum. Er arbeitet an jedem Satz, macht ihn geradezu visuell, damit der Hörer die Szenen vor seinem geistigen Auge sehen kann. Empfehlenswert. Aber was soll ich sagen, ich durfte in diesem Hörspiel den Dr. Losberne sprechen und habe es genossen :-)
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Format: Audio CD
Oliver wird in einem Armenhaus geboren. Bei der Geburt stirbt seine Mutter. Als Oliver mit 9 Jahren das Elend im Armenhaus nicht mehr erträgt, flieht er nach London. Aber dort trifft er auf eine Diebesbande, die ihn aufnehmen will. Erst nachdem er auch hier entwischen kann, findet er endlich etwas Frieden bei Mr. Brownlow, der ihn bei sich aufnimmt. Doch die Diebesbande rund um Mr. Fagin holt Oliver zurück, unterdrückt ihn und zwingt ihn dazu, zu stehlen. Oliver tut dies, weil ihm sein Leben lieb ist, doch sehnt er sich zurück zu Mr. Brownlow und dem schönen Leben, nicht wissend, dass ihn ein Geheimnis umgibt, dass sein komplettes Leben verändern würde.

Das Charles Dickens dafür bekannt ist, Geschichten zu schreiben, in denen es um Not, Elend und Kummer geht, ist bekannt. Diesmal beschreibt er das leidige Leben des Oliver Twist, der schon als Säugling im Armenhaus landet und dort ein tristes Leben führen muss.

Die verschiedenen Sprecher des Hörspiels geben eine wunderbare Darstellung des Lebenswegs von Oliver. Man ist mittendrin und wird auch durch die (leider etwas spärliche) Geräuschkulisse durch das London einer früheren Zeit geschoben. So fühlt man sich fast, als wäre man mittendrin. Allen voran Anton Sprick, der den jungen Oliver Twist spricht.

Schon der Anfang ist geheimnisvoll, wird vom Erzähler Hannes Hellmann nur angedeutet, wo sich Oliver bei seiner Geburt befindet. Es tue nichts zur Sache und gibt allem einen mysteriösen Touch.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, obwohl ich negativ anmerken muss, dass Oliver durch doch ganz schön viele Zufälle mehr Glück als Verstand hat.
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