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Produktinformation
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Die Hörspielfassung dieses Klassikers ist eine filmreife Inszenierung, in der die Brutalität einen von Anfang bis zum Ende gefangen nimmt. Unter der Regie von Sven Stricker und mit der Musik von Jan-Peter Pflug entstand eine Produktion, die echtes Kino fürs Ohr bietet: mit sicher eingespielten Hintergrundgeräuschen, perfekt arrangierten Dialogen, von erstklassigen Sprechern vorgetragen, und mit der bereits erwähnten Musik, in der Alexandra Bartoi die Violine spielt.
Hannes Hellmann -- Theaterschauspieler und seit einigen Jahren auch vermehrt im Film und Fernsehen präsent -- ist eine ausgezeichnete Wahl für den Erzähler. Er führt mit seiner klaren Stimme durch die verwickelte Geschichte und findet vor allem für die kritischen Beschreibungen des Autors einen sehr gelungenen Ton. Wenn er etwa von der sich selbst überzeugten Art Mr. Bumbles als Amtsträger spricht, legt er in seine Stimme eine feine, spitze Nuance, die dies entlarvt. Für die vielen direkten Anreden wählt er eine leicht ironische Tonlage, die den zwischen Armeleute- und Verbrechermilieu angelegten Text vor Sentimentalität bewahrt. Die berühmten Brutalitäts-Szenen des Romans, als der Waisenjunge mehr Suppe verlangt oder die, in der Nancy, ihr kriminelles Leben bereuend, von Bill Sikes auf das Schrecklichste ermordet wird, setzt das Hörspiel sehr beeindruckend, unvergesslich in Szene. Das blanke Entsetzen ist hier spürbar! Anton Sprick, geboren 1994 und bereits erfahren im Theater, Fernsehen und im Hörspiel, spricht den wohlerzogenen Helden Oliver, so sympathisch, dass man sich seiner Attraktion einfach nicht entziehen kann. Der bekannte Seriendarsteller Gerd Baltus (Tatort, Derrick, Der Alte) leiht Mr. Brownlow seine Stimme.
Fazit: Ob man will oder nicht: Man wird eingefangen von dieser ohne Zweifel sehr gelungenen Produktion, die die Abenteuer des berühmtesten Waisenjungen der Literatur im besten Sinne als Kino fürs Ohr realisiert.
Hörspiel, Spieldauer: ca. 130 Minuten, 2 CDs. Mit Booklet. --culture.text, Christiane Gut -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Das Hörspiel selbst ist einfach großartig. Sorgfältig bearbeitet, mit tollen Sprechern wie Jörg Pleva (als Fagin zwischen Komik und Grausamkeit), Peter Kaempfe (als Sikes atemberaubend böse), Gerd Baltus (als Mr. Brownlow wunderbar zerstreut) und dem Hamburger Thalia-Theater-Star Peter Jordan (als Mr. Monks gleichzeitig bemitleidenswert und beängstigend). Hannes Hellmann führt als Erzähler sarkastisch bis bissig ironisch durch die Handlung, Anton Sprick ist in der Titelrolle ein echtes Talent, von dem man sicher noch hören wird. Die Musik von Jan-Peter Pflug (mit Alexandra Bartoi an der Geige) schafft es mühelos, alle Stimmungen zwischen Rührung und Komik auf den Punkt zu bringen. Insgesamt ein weiteres, tolles Klassiker-Hörspiel von Bearbeiter und Regisseur Sven Stricker!
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