"Oliver Maass" gehört bei den Weihnachtsserien in die gleiche Sparte, wie "Mandara" und "Bas Boris Bode" indem zur Story eine starke Mysterieseite gehört. Hier ist es eine geheimnisvolle Geige die nicht jeder spielen kann und ein mysteriöser Graf. Diese Mysteriefäden sind absolut gut, wurden aber doch ein bischen zu wenig genutzt.
Hans Clarin ist als geheimnisvoller Graf Esteban exzellent, denn man rätselt ständig an seinen Zielen und seiner Identität, wenn Oliver die Geige nach ihm befragt. Zwar meint man die Lösung schon in der ersten Folge zu haben, wenn Graf Esteban die Frage stellt, ob dieser König Theoderich, nachdem Olivers Vaters sucht überhaupt jemals gestorben ist, aber Überraschungen folgen dann doch noch.
Doch ist "Oliver Maass" auch ein Sammelsurium bekannter Ideen der Jahre zuvor. Ein geheimnisvoller Mann, der am Talent eines Jungen interessiert ist? Kennt man so ähnlich aus "Timm Thaler", die Mysterieseite kennt man aus oben erwähnten Serien, ebenso das die Hauptfigur sich mit kleinen Gangstern rumschlagen muss. Der Titelsong stammt wie bei "Patrick Pacard" von Lady Lily.
Nicht der Renner ist das Bild, das der TV-Qualität von 1985 entspricht. Positiv ist aber, dass man die je 3 Folgen, die sich auf jeder DVD befinden, am Stück abspielen kann, dank "Alles abspielen" Menupunkt.
Als absoluter Fan der alten Weihnachtsserien muss ich sagen, an die Top-Serien "Die Abenteuer des David Balfour", "Jack Holborn", "Mandara" oder "Patrick Pacard" reicht "Oliver Maass" nicht ran, aber ist immernoch um längen besser, als so manche Jugendserie heutiger Tage.