Es wird ein Stück Nachkriegsralität beschrieben, das man gern in Erinnerung behält. Einerseits, weil es schöne sprachliche Gestaltung und lebendige Schilderungen enthält, andererseits zeigt es dem Leser noch heute, wie schwer der Anfang wirklich war. Beim Lesen wird klar, daß dieser Anfang so schwer war, daß er nur mit der Leichtigkeit im Bewußtsein dieser beschriebenen Personen überhaupt gemeistert werden konnte. Man erfährt auch, daß nicht jede gutgemeinte Anstrengung von Erfolg gekrönt war und daß es keinen gibt, der immer alles richtig anpackt und ganz im Recht ist. Gerade diese Schwächen der Figuren machen sie lo liebenswert und den Reiz dieses Klassikers von Erwin Strittmacher aus. Man erhält bei der ruhigen Erzählweise genügend Zeit zum Nachdenken über Alternativen und wird trotzdem nie gelangweilt. Dieses Buch sollte man gelesen haben. Es ist irgendwie ein Werk, daß die Beweggründe von Millionen Menschen beschreibt. Für mich absolut empfehlenswert für jeden, der gern über den Tellerrand schaut und besonders für diejenigen, die sich mit der Historie der DDR als dem Staat beschäftigen möchten, dessen Menschen für Ihre Aufbauarbeit Respekt verdient haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)