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Oldenbourg Interpretationen, Bd.88, Jakob der Lügner
 
 
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Oldenbourg Interpretationen, Bd.88, Jakob der Lügner [Taschenbuch]

Lothar Wiese , Jurek Becker
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 117 Seiten
  • Verlag: Oldenbourg Schulbuchverlag (12. Februar 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3486886886
  • ISBN-13: 978-3486886887
  • Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 13,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 607.131 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jurek Becker
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Jakob der Lügner
OA 1969 Form Roman Epoche Moderne
Jurek Beckers Erstlingsroman, in den persönliche Erfahrungen einflossen, gehört zu den gelungenen Versuchen, das Grauen der Judenvernichtung während des Zweiten Weltkriegs literarisch zu verarbeiten. Becker selbst wuchs im Warschauer Ghetto sowie in den Konzentrationslagern von Ravensbrück und Sachsenhausen auf. Von 1960 bis 1977 lebte Becker, der erst nach 1945 Deutsch lernte, in Ostberlin, wo auch der Roman entstand.
Inhalt: Der Ich-Erzähler, Überlebender eines polnischen Ghettos, schildert die Geschichte des Ghettobewohners Jakob Heym, der durch Zufall im deutschen Polizeirevier aus dem Radio Satzfetzen einer Meldung vernimmt, die fortan das Leben im Ghetto verändern sollte: »In einer erbitterten Abwehrschlacht gelang es unseren heldenhaft kämpfenden Truppen, den bolschewistischen Angriff 20 km vor Bezanika zum Stehen zu bringen.« Jakob kennt diesen Ort nur vom Hörensagen, doch weiß er, dass Bezanika nicht sehr weit vom Ghetto entfernt liegt. Gleichzeitig wird ihm bewusst, dass diese Nachricht den Ghettobewohnern einen konkreten Anlass zum Durchhalten und Weiterleben geben würde, denn mit dem sowjetischen Vormarsch näherte sich auch die Befreiung.
Um die Glaubwürdigkeit seiner Informationen zu erhöhen, behauptet Jakob, selbst über ein Radio zu verfügen, dessen Besitz streng verboten ist. Durch die Notlüge gerät er unversehens in die Zwangslage, ständig neue Nachrichten erfinden zu müssen; sein Lügengewebe führt zu tragikomischen Situationen und das technische Medium wird zum Symbol von Verheißung und Gefahr. Einerseits schöpfen die Ghettobewohner wieder Hoffnung; sie schmieden Pläne, die Selbstmordrate ist rückläufig. Andererseits befürchten einige seiner Leidensgenossen, dass die Entdeckung des Radios durch die deutschen Besatzer letztlich alle gefährden könne.
Jakob tritt seinen Kritikern entgegen, indem er die Wahrheit enthüllt, doch sein Eingeständnis wird nicht erkannt. Als die Lügen seine Kräfte zu übersteigen beginnen, vertraut er sich seinem Freund Kowalski an, der mit dem Geständnis scheinbar gleichgültig umgeht, in der Nacht aber Selbstmord begeht. Jakob begreift, dass er seine Leidensgenossen weiterhin mit Informationen über die bevorstehende Befreiung versorgen muss, doch schon am darauf folgenden Tag werden die Ghettobewohner ins Konzentrationslager abtransportiert. Der Roman bietet dem Leser zwei Schlüsse an: Das »blasswangige und verdrießliche, das wirkliche und einfallslose Ende« schildert den Abtransport aller Ghettobewohner. Doch gegen diesen Schluss erfindet sich der Erzähler ein hoffnungsvolles Ende aus eigener Fantasie: Zwar stirbt Jakob, der Lügner, bei seinem Fluchtversuch, aber das Ghetto wird von den russischen Truppen befreit.
Wirkung: Die außergewöhnliche Leistung des Romans liegt in seiner unpathetischen Darstellungsweise. Becker erzählt mit distanzierter Ironie vom Alltag der Ghettobewohner und verdeutlicht umso mehr Schrecken und Irrwitz der Situation im von Deutschen besetzten Polen. Der Roman wurde 1974 in der DDR verfilmt (Regie: Frank Beyer; Titelrolle: Vlastimil Brodsky); 1999 folgte eine weitere Verfilmung mit Robin Williams in der Hauptrolle (USA, Regie: Peter Kassovitz). J. R. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Reihe der Oldenbourg Interpretationen umfasst alle Epochen und Gattungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Titeln der Gegenwartsliteratur, die für den Deutschunterricht entdeckt werden. Lehrern und Schülern bietet die Reihe über 100 sorgfältig aufbereitete Werke. Jeder Band beinhaltet eine fundierte Interpretation und abwechslungsreiche, methodenorientierte Unterrichtshilfen. Schnell und mühelos umzusetzende Stundenvorschläge, Klausurvorschläge und eine Fülle von Materialien versprechen einen erfolgreichen Literaturunterricht. Sämtliche Pflichtlektüren für das Zentralabitur werden berücksichtigt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die gesegnete Zeit, wo Jakob eine kleine Eisdiele besass und zur kalten Jahreszeit fuer seine Gaeste Puffer buk, und als im Ghetto noch Katzen und Baeume und Uhren erlaubt waren, ist endgueltig vorbei. Jurek Becker, der selbst einen Teil seiner Kindheit im Ghetto und im KZ verbrachte, berichtet anhand der Geschichte des Jakob Heym den Alltag im Ghetto. Er schafft es, eine scheinbare Normalitaet zu beschreiben, wo man trotzdem um die Absurditaet, um den Schrecken der Ghettos weiss. Doch das alles, die Demuetigungen durch die Deutschen, die fortwaehrende Evakuierung in die Ungewissheit, von der jeder weiss, ist es nicht, was Jakob so aengstigt. Ein Zufall hat ihn zum "Radiobesitzer" gemacht, zu einem Luegner seinesgleichen. Nun quaelt ihn die Art, wie sie ihn alle anschauen, wie sie ihn um Neuigkeiten anbetteln, wo doch das Erfinden von Wahrheiten ganz und gar nicht sein Metier ist. Doch bald sagt er sich, ein Luegner mit schlechtem Gewissen bleibt ewig ein elender Stuemper und erfindet Sclachten und Eroberungen der Russen, Riesenverluste der Deutschen ohne Vorsicht und Zurueckhaltung. Und seine trostreichen Luegen sind es, die alte, fast vergessene Schulden zu neuen Gespraechsstoffen machen, Heiratsplaene befluegeln und die Selbstmordziffer im Ghetto auf den Nullpunkt sinken lassen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die Zeit nähert sich dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Deutschen sind auf allen Fronten auf dem Rückmarsch; die vernichtenden Niederlagen in Stalingrad und El Alamein haben dazu beigetragen.

In diese Zeit aus Bewegung und Umbruch, die Angst vor der Niederlage und Hoffnung auf Befreiung, hat Jurek Becker seinen Roman plaziert. Der Protagonist Jakob lebt in einem Ghetto, das sich weiter östlich befindet. Als er einmal gegen die Sperrstunde verstößt und daraufhin zum Revier muß, hört zufällig die verstümmelte Nachricht, daß die Deutschen bis kurz vor Bezanika zurückgeschlagen wurden. Zwar kennt er die genaue Lage des Ortes nicht, weiß aber, daß er nicht unendlich weit sein kann. Eine ungeheulich hoffnungsvolle Nachricht für Jakob, denn Ghettobewohnern wird der Zugang zu Informationen verwehrt.

Er erzählt heimlich Mischa davon, und so erfährt es das ganze Ghetto. Doch um die Nachricht glaubwürdig erscheinen zu lassen, damit sie keine vergebliche Hoffnung weckt, erzählt Jakob, er habe sie mit seinem eigenen Radio gehört, was unter Strafe verboten ist.

Und so wird Jakob zu einem vermeintlichen Lügner: Um den anderen Hoffnung auf Rettung zu verleihen, muß er immer wieder neu Erfundenes von sich geben. Doch inwieweit stimmen Jakobs Berichte? Kommen die Russen wirklich näher?

Geschildert wir auch sehr gut das alltägliche Leben der Ghettobewohner mit Zwangsarbeit, Züchtigungen, den Wohnverhältnissen.

Das Buch ist unbedingt lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Unversehens gerät der Gettoinsasse Jakob Heym ins deutsche Polizeirevier, schnappt dort die Meldung auf, die Russen seien auf dem Vormarsch und kommt ungesehen heil wieder heraus. Und steht somit vor dem Dilemma : Wie denn seinen Leidensgenossen diese erfreuliche Nachricht mitteilen, ohne sich selbst zu gefährden ? Schließlich hat ja noch kein Jude das Revier lebend wieder verlassen, es sei denn, er sei ein Spitzel. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit gibt Jakob also vor, einen Radioapparat zu besitzen und Fremdsender abgehört zu haben. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit deshalb, weil einen solchen Apparat zu besitzen strengstens verboten ist und unter Todesstrafe steht. Somit lässt sich Jakob aber auf ein Spiel mit unabsehbaren Folgen ein. Denn statt - gefährlich genug - eine einmalige Nachricht zu übermitteln, erlegt er sich selbst den Zwang auf, von nun an neue Nachrichten von der Front und den anrückenden Befreiern immer wieder zu streuen. Ob unmittelbar oder über Drittmänner, bald hängt das ganze Getto an seinen Lippen, es wird wieder gehofft, und sogar die Selbstmorde hören auf. Verkehrte Welt : Der einzige, der an diesen neuen Zuständen leidet und mitunter verzweifelt, weil sie ihm über den Kopf zu wachsen drohen, ist Jakob selbst, ausgerechnet er, der den anderen soviel Hoffnung einflößt. Eine durch und durch verzwickte und verstrickte Lage, und eine doch ach wie einfühlsame, feinfühlige, und packende Erzählung, die, obwohl von Lügen nur so strotzend, den Nagel auf den Kopf trifft und der Getto-Wahrheit wohl sehr nahe kommt. Nicht der Wahrheit im historischen Sinne mit Daten, Zahlen, Fakten usw..., sondern der subjektiven und emotionalen Wahrheit derer, die ins Getto gezwungen wurden. Vielleicht war kein anderer berufener, dieser einen Wahrheit auf die Spur zu kommen, als Jurek Becker, der als Kind ins Getto von Lodz eingewiesen wurde, in der Nachkriegszeit aber keine bewusste Erinnerung daran bewahrt hatte. Dafür aber sicherlich ein Einfühlungsvermögen, das ihn hinterher befähigen sollte, solch einen unter die Haut gehenden Roman zu schreiben. Literatur im besten Sinne des Wortes : Erfinden - mitunter sogar lügen -, um der inneren Wahrheit Ausdruck zu verleihen. In einem ergänzenden und gleichwohl unentbehrlichen Atemzug zu lesen mit „Der Pianist" von Wladyslaw Szpilman und „Das Getto kämpft" von Marek Edelman.
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Jakob der Lügner
In dem Roman 'Jakob der Lügner' von Jurek Becker das im Jahre 1969 veröffentlicht wurde, geht es um einen Juden der im Ghetto lebt und die Ghettobewohner anlügt... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Servet Ismail Bulut veröffentlicht
Rezension des Lektüreschlüssels
Da wir das Buch in der Schule lesen, habe ich mir auch den Lektürenschlüssel gleich dazu bestellt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Tribalistas veröffentlicht
Blendet das Elend und die Gewalt zu sehr aus
Beckers Buch über "Jakob den Lügner", der durch sein Handeln einem ganzen Ghetto Hoffnung gibt, vermittelt durch die Art, wie die Geschichte erzählt wird, eine fast... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
wenig Inhalt - trotzdem nie langweilig
Obwohl man den Inhalt des Buches in nur wenigen Sätzen zusammenfassen könnte, ist das Buch dennoch sehr unterhaltsam. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Jahreszeit veröffentlicht
Jakob der Notlügner
Der erste Roman Jurek Beckers erzählt die Geschichte des Juden Jakob Heyms, der gemeinsam mit anderen Juden in einem Ghetto nahe einer polnischen Stadt lebt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2009 von Sagxulo
Schönes Buch
Das Buch ist sehr schön gebunden und sogar noch in Folie verpackt.
Für Buchliebhaber zu empfehlen.
Veröffentlicht am 27. Juli 2009 von E. Vogl
gute Hintergrundsinfos
sowohl der historische, als auch der persönliche Hintergrund des Autors wird gut beleuchtet und das Gesamtgeschehen auf dem Boden der DDR-Literatur eingeordnet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2009 von Beate
Beckers Lagerroman - ein unglaublich gutes Buch
Marcel Reich-Ranicki, wortgewaltiger Chefkritiker der deutschen Literatur, hat den 1969 erstmals erschienenen Lagerroman "Jakob der Lügner" 2001 im "Spiegel" in den Kanon... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Februar 2009 von Pimpek
Unglaublich gefühlvoll und tiefsinnig
Als erstes, Beckers Roman ist mit Abstand eines der besten Bücher das ich je gelesen habe. Es ist spannend, gut lesbar udn verständlich aber hat trotzdem eine sehr tiefe... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2008 von Diamondback
zeitloses werk
es bedarf gewiss einer bestimmten reife, dieses werk zu lesen. ich wollte es vor jahren, bzw sollte es und wollte es nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2008 von Moses
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