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Old Surehand 01. Gesammelte Werke Bd. 14
 
 
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Old Surehand 01. Gesammelte Werke Bd. 14 [Gebundene Ausgabe]

Karl May
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 503 Seiten
  • Verlag: Karl-May-Verlag; Auflage: veränd. Aufl. (1949)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3780200147
  • ISBN-13: 978-3780200143
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.237 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit der Hilfe von Old Wabble, dem "König der Cowboys", will Old Shatterhand den geheimnisvollen Westmann Old Surehand aus den Händen feindlicher Indianer befreien. Später gesellt sich Winnetou zu ihnen. Im "Llano Estacado" kommt es dann zu einer schicksalhaften Begegnung.

Über den Autor

Karl May (1842 - 1912) war das fünfte von 14 Kindern einer armen Weberfamilie aus Ernstthal/Sachsen. Vom Studium am Lehrerseminar wurde er zunächst ausgeschlossen, nachdem er Kerzenreste unterschlagen hatte. Später konnte er die Ausbildung fortsetzen, arbeitete nur 14 Tage in seinem Beruf, bevor er wieder des Diebstahls bezichtigt und von der Liste der Kandidaten gestrichen wurde. Wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapelei wurde er in den Jahren darauf immer wieder verhaftet und monatelang festgesetzt. Die Jahre zwischen 1870 und 1874 verbrachte er im Zuchthaus Waldheim. Erst viele Jahre nach dem Erscheinen des akribisch recherchierten Orientzyklus reiste Karl May tatsächlich in den Orient. Karl May war lange Zeit einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Er starb1912 in Radebeul.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die beiden Old-Surehand-Bände (der dritte Band wurde, da er frühere Erzählungen enthält, die Karl May aus urheberrechtlichen Gründen zusammenfügte, vom Karl-May-Verlag als Band 19 unterdem Titel: "Kapitän Kaiman" zusammengefasst; die als Bände 14 und 15 publizierten Bände: Old Surehand I + II enthalten die eigentliche Haupthandlung)sind meines Erachtens neben dem "Scout" das ergreifendste Karl May Werk. Old Surehand ist, wie der langjährige Vorsitzende der Karl-May-Gesellschaft, Prof. Dr. Klaus Roxin zu recht bemerkt hat, so spannend wie Mays frühere Reiseerzählungen. Sie enthalten jedoch ergreifende Passagen, etwa über Schuld und Sühne, v.a. im zweiten Band, die der Erzählung eine große philosophische Tiefe geben. Sie ist - wie gerade schon angedeutet - ebenso spannend wie die klassischen Reiseerzählungen und besonders die Figur des Old Wabble gehört zu den interessantesten und in ihrer Widersprüchlichkeit zu den fasziniendsten Karl-May-Figuren überhaupt - der "Schrecken des Alten" (Hartmut Vollmer)hat mich nicht mehr losgelassen. Die Geschichte eines weit zurückliegenden Verbrechens, welches Zug um Zug von den Protagonisten Winnetou und Old Shatterhand aufgeklärt wird (die Titelfigur Surehand steht zwar im Mittelpunkt der Ereignisse, wirkt aber insgesamt eher blass)hat mich sehr beeindruckt. Für mich ist es - wie gesagt - das menschlich ergreifendste Karl-May-Buch überhaupt - ein "Muß" für alle Karl May Fans und für diejenigen gut geeignet, die erstmals einen Eindruck über eine der "besten deutschen Erzähler" (so Ernst Bloch über Karl May)gewinnen wollen. Meine Empfehlung: unbedingt lesen !
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn ich vor meinen Bücherregalen stehe und ein Buch zum "schmökern" suche, dann fällt meine Wahl, wenn sie denn auf Karl May entfällt, vergleichsweise häufig auf Old Surehand.
Die Handlung ist sehr spannend und gleichzeitig gibt es zahlreiche humorige Stellen. So kommt es mehrfach vor, daß Old Shatterhand inkognito reist/auftritt, dann natürlich als harmloser Zeitgenosse betrachtet wird und später unter hurmorvollen Umständen enttarnt wird.
Die Beziehung Winnetou-Old Shatterhand wird in einigen sehr schönen Facetten dargestellt, so z. Bsp. das blinde Verständnis der beiden Blutsbrüder, in welches natürlich ihre Begleiter (Hammerdull und Holbers, sozusagen niedere Trapper, die den beiden natürlich in keiner Weise das Wasser reichen können) mehrfach unabsichtlich eingreifen bzw. es stören, um dann namentlich von Winnetou in köstlicher Manier zurechtgewiesen zu werden.
Sehr wichtig ist noch die Figur des Old Wabble, eines alten Cowboys, der in der ersten Hälfte es ersten Teils noch für den humorigen Teil des Buches steht und dann in der zweiten Hälfte und im zweiten Band zum großen Gegenspieler Winnetous und Old Shatterhands anvanciert.
Old Surehand ist eigentlich nur eine Nebenrolle und, wie so häufig in Karl-May-Romanen, wird er anfangs als berühmter Westmann dargestellt, um dann, im Kontakt Winnetou und Old Shatterhand und deren überragenden Fähigkeiten auf ein Normalmaß zurückgestutzt zu werden. Allerdings bilden die tragischen Ereignisse um die Familie Old Surehands, deren Mitglieder erst im Laufe des Buches durch den Scharfsinn Old Shatterhands aufgespürt werden, den inneren Handlungsstrang der Geschichte.
Einen wichtigen Inhalt bildet auch das Duell zwischen Old Shatterhand und Old Wabble um den Glauben und das tragische Ende Old Wabbles, welches mir, zumindest als Jugendlicher, die Tränen in die Augen trieb und neben dem Tod des Hengstes Rih in "Der Schut" und dem Tode Winnetous in "Winnetou III" eine der ergreifendsten Stellen der Karl-May-Bände überhaupt darstellt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der erste Teil der zweibändigen Reiseerzählung "Old Surehand" enthält vordergründig den in den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts spielenden Versuch der Komantschen, eine verborgene Oase im Llano Estacado im Grenzgebiet zwischen Texas und Neu Mexico zu überfallen, dessen Besitzer Bloody Fox zu eliminieren und weitere Reisende durch fälschlich gesteckte Orientierungspfähle in die wasserlose Irre zu führen, um sie desto sicherer auszurauben. Old Surehand, Old Shatterhand, Winnetou und hinreichend Apatschen eilen herbei, und besiegen die Komantschen ohne eigene Verluste. Dies Abenteuer wird in der üblich schönen Spannung serviert, die Karl-May-Freunde schätzen.
Hintergründig aber wird die Figur des Old Surehand eigentlich nur - typisch für den Erzähler Karl May! - für ein älteres Verbrechen gebraucht, das als Schuldschatten in die erzählte Gegenwart hineinragt. Dieser Old Surehand ist unwissend der Bruder des Apanatschka, eines unwissentlich unechten Komantschen, und Beide sind die Neffen der umnachteten Tibo-Wete-Elen, die bezüglich der Verwandschaftsverhältnisse ebenso unwissend ist. Eine erste Findung der beiden Brüder ohne ganze Klärung ihrer Verwandtschaft und der Geschichte ihrer Trennung geschieht erst gegen Ende des ersten Teiles; die ganze Aufklärung bleibt für den zweiten Teil aufgespart.
Wer nur das Abenteuer liest, der verfolgt den spannenden ersten Teil gern und freut sich einfach auf den eben so spannenden zweiten. Aber wer auch mit Sinn für den Hintergund liest, der mag sich fragen, wozu dies Buch einen weiteren Westernhelden vorstellt, der eigentlich nur als Gegenstand eines Verbrechens dient und ansonsten nur ein schemenhafter Nebenmensch neben Old Shatterhand und Winnetou ist? Das Komantschen-Abenteuer des ersten Teiles wäre auch ohne diese Figur ausgekommen. Ähnliches gilt für die Figur des Old Wabble. Dieser wird als über neunzigjähriger Greis vorgestellt, der aber herumreitet, spricht und handelt wie ein junger, unreifer und unwürdiger Ichling, der Indianer hasst, Neger verachtet und Priester nicht aussteht. Als Figur ist er für die Rahmenhandlung letztlich ohne Belang, würzt aber den moralischen Hintergrund durch seine gottlose Haltung. Wie immer ist Karl May im Hintergrunde daran gelegen, seine formal christliche Botschaft zu vermitteln. Aber ist es nun wirklich so christlich, einem Menschen zu zeigen, dass er als versehentlich jemanden erschossen habender Mensch doch kein Mörder sei? Das könnte auch ein atheistischer Staatsanwalt so darlegen. Und ist es wirklich so christlich, immer wieder Bücher zu schreiben, die ein wenn auch spannendes Lied des Kampfes um das Dasein singen, in dem keine Erlösung aus der Schuld geboten wird? Immer wieder kämpft Karl alias Charley gegen die Positionen des gottlosen Verbrechens, dessen die Welt voll ist, aber stets versucht er als kämpfender Held das von ihm als das Böse Erachtete durch Kampf oder kämpfende List zu überwinden. "Wehret dem Bösen nicht" heißt es in der Evangeliumsschrift nach Matthäus. Man mag dies als weltfremd empfinden und es wie auch das ganze Christentum ablehnen. Aber muss man als bekennender Christ auftreten, diese Haltung im Banner führen und dennoch mit zwei Gewehren seinen "bösen" Gegnern stolz Paroli bieten und dies als "Christentum" darstellen?
Erst in seiner vierten Schaffensphase ließ Karl May seine Flinten zuhause und reiste nicht mehr als Old Shatterhand, sondern erheblich bescheidener. Und dennoch erachte ich es als Verdienst Mays, dass er den literarischen Finger in die Wunde des Menschen legt, der in seiner weltlich ausgelebten Abenteuerlust ohne geistlichen Trost keine Unschuld finden kann. Die Lust an der Welt und ihren siegreichen Kämpfen und Abenteuern einerseits und die Vergebung anderseits sind nicht miteinander zu vereinbaren. Immerhin stellt May den Gebrauch seiner Gewehre stets in Frage und plädiert für Versöhnung statt für Krieg. In "Old Surehand" allerdings entdeckt er erstaunlicher Weise als sonderbare Zwischenlösung seine besondere Zuneigung zur Prügelstrafe; eine als witzig dargestellte Irrung eines entnervten Privatpädagogen mehr. Bei aller Spannung und trotz der "sicheren Hand" des blassen Titelhelden bleibt des Lesers Reise mit Charley alias Old Shatterhand ohne sicheres Geleit, wenn er allein dessen Worten traut. Mays 'Wahrheit' etwa ist immer nur Teil der ungeprüften Umgangssprache und -denke, nennt also zumeist nur eine "Tatsache" oder eine "Ungelogenheit"; den Christus als höhere Wahrheit, in der Schuld und Tod unmöglich sind, erschloss dieser bekennende Christ nicht.
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