Mark erhält einen Anruf von einem alten Kumpel, Kurt. Der lädt Mark zu einem gemeinsamen Ausflug in die Wälder ein. Und eben diesen Tripp zeigt "Old Joy". Das ist alles, mehr Plot gibt es nicht.
Unter dieser minimalistischen Oberfläche ist der Film allerdings eine Parabel über Entfremdung, Freundschaft sowie Umbrüche und die damit verbundenen Zukunftsängste. Das Spiel der beiden Hauptdarsteller ist ebenfalls sehr reduziert. Nur kleine Nuancen vermögen die wahren Gedanken und Gefühle hier und da zu offenbaren. Der Film lässt sich sehr viel Zeit, was sich bei einer Gesamtlänge von 70 Minuten lächerlich anhört. Immer wieder werden die knappen, meist oberflächlichen Gespräche zwischen Kurt & Mark von langen, mit sanften Gitarrenklängen untermalten Landschaftsaufnahmen unterbrochen.
"Old Joy" ist ein großartiger Film, der den Zuschauer fordert. Seine wahre Geschichte und seine Intention muss jeder für sich selbst ergründen. Hier wird dem Zuschauer nichts vorgekaut. Sehr erfrischend, insbesondere für Kino aus den USA.