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..was für Kenner. Wie zu erwarten, ist das Auftragswerk zu Ehren des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution natürlich nichts, was man im konventionellen Sinne als gute Unterhaltung bezeichnen könnte. Unter diesem Gesichtspunkt wird man sich das Monumentalwerk des sowjetischen Stummfilms von 1927 aber auch nicht angucken. Eisenstein zeigt in diesem Film, was (nach offizieller Sicht) in Russland 1917 passierte. Der Zar wird gestürzt, das Winterpalais gestürmt, die Übergangsregierung verrennt sich - aufwendig nachgestellt. Viele Szenen aus dem Film wurden sogar später als authentisch für Dokumentationen herangezogen. Hier findet man die Kunst der Montage in Reinkultur. Man sollte, um etwas von dem Film zu haben, sich erstens mit diesen Techniken etwas auskennen und zweitens schaden Geschichtskenntnisse auch überhaupt nichts, denn sonst verliert man doch irgendwann den Faden. Die Musik von Schostakovich komponiert, ist ein Erlebnis für sich. Der Film ist tatsächlich als Propaganda zu werten, man guckt ihn sich heute aber unter anderen Gesichtspunkten an. Er hat, ich muss es zugeben, einige Längen, aber er bleibt in Erinnerung und ist sicher ein kleines Meisterwerk seiner Zeit.
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am 5. September 2013
Im Angebotstext steht als Komponist Edmund Meisel.-
Wegen der Originalmusik dieses Komponisten hatte ich die DVD bestellt.
Ich wurde enttäuscht.
Die DVD beinhaltet nicht diese Version!
Es ist die alte Version mit aufgespielter Musik von Schostakowitsch.
Der Angebotstext ist also irreführend!
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am 15. Oktober 2015
Da ich mich als politisch interessierter Mensch zur Zeit mit dem Kommunismus und daher auch mit LENIN beschäftige, bin ich per Zufall bei einer Recherche auf diesen Film gestoßen. Auschnitte(der nachgestellte, berühmte Sturm auf das Winterpalais des Zaren) waren mir natürlich bekannt und dann habe ich mir den Film besorgt und wurde nicht entttäuscht.
Die vorliegende Fassung wurde überarbeitet und mit einzelnen Ton- und Klangeffekten unterlegt, was die Atmosphäre und Spannung noch erhöht. Da ist den russischen/sowjetischen Filmemachern echt ein Meisterwerk gelungen, das ganz genau den Weg vom Sturz des Zaren im Februar 1917, den verfehlten Weg der Kerenskiübergangsregierung und den abschließenden Aubruch der Revolution im Oktober 1917 nachstellt.

Lenin selbst kommt hier nur ganz kurz vor, aber sein Einfluß auf die Entwicklung ist unverkennbar und auch der Konflikt zwischen Menscheweki und Bolschewiki(wie die Revolution durchgeführt werden soll) wird gezeigt.

Also ein wirklich sehenswertes Zeitdokument, das nicht nur für politisch Interessierte Zuschauer interessant sein dürfte! Daher kann das nur die Höchstbewertungsnote geben!
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am 17. August 2015
Ein in den späten Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts von der sowjetischen Regierung in Auftrag gegebener monumentaler (Propaganda-) Film der die Geschehnisse der Oktoberrevolution beschreibt. Dazu, wie authentisch das Ganze ist, kann ich mich nicht äußern, da ich im Geschichtsunterricht Anfang der Achtziger einen Großteil der Geschichte des 20. Jahrhunderts verschlafen habe. Der Geschichtslehrer konnte damals bei mir keinerlei Interesse dafür wecken. Aber der bildgewaltige Film wirkt auch so in seiner beeindruckenden typischen Sowjet-Optik .
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am 13. März 2006
Sergei Eisenstein hat sein Können in den Dienst der Politik gestellt; er war ohne Zweifel ein Mann mit unerschöpflicher Fantasie, der mit dem Einsatz rapider Schnitttechnik dem Film neue Horizonte eröffnet hat. Aber alle seine Filme sind uneingeschränkte Bekenntnisse zum Sozialismus; wenn man also Eisenstein zu den großen Regisseuren des 20.Jahrhunderts hinzuzählt, muss man dann nicht auch Leni Riefenstahl erwähnen?
„Oktober“ war der erste Kinofilm der neugegründeten Sowjetunion. Er rekonstruiert die siegreiche Revolution der Bolschewiken im Oktober 1917, die den provisorischen Regierungsrat endgültig stürzte und Lenin als Herrscher etablierte.
Eisenstein war staatlich unterstützter Regisseur und bekennender Sozialist und „Oktober“ macht in der Glorifizierung keine Ausnahme, trotzdem drängt sich während des Films immer wieder der Gedanke auf, ob Hitler, wenn sein Putsch von 1923 erfolgreich verlaufen wäre, nicht einen ähnlichen Film in Auftrag gegeben hätte, wie man ihn hier sieht- denn in keinem von Eisensteins Filmen ist die künstlerische Lackierung dünner und die Propaganda unsubtiler als in „Oktober“.
Dass die Revolutionäre junge, dynamische Draufgänger sind versteht sich von selbst und stört nicht weiter, dass die Vertreter der provisorischen Regierung verkalkte alte Trottel sind, und ohne viel Federlesens niedergeschossen werden, hinterlässt schon eher einen schalen Nachgeschmack. Für die Zuschauer, die trotzdem noch Zweifel an der Glorie des Sozialismus haben sollten, hat Eisenstein noch ein massiveres Mittel in Reserve: Plötzlich und unerwartet wird an wahllosen Stellen des Films für den Bruchteil einer Sekunde ein Propaganda-Schlagwort eingeblendet: „BROT“, „EINIGKEIT“, „STÄRKE“, „HELD“ usw.
Auch die Handlungsarmut, die fehlende Abwechslung, die endlose Aneinanderreihung von Schiessereien und Verfolgungsjagden machen den Film fade und zäh.

Trotzdem bleibt „Oktober“ ein Film des Regisseurs, der auch „Panzerkreuzer Potemkin“ gedreht hat, und was Eisensteins technisch inszeniert hat, bleibt auch nach fast 80 Jahren erstklassig. Der Beschuss des Winterpalais durch die „Aurora“, die Straßenkämpfe in St. Petersburg mit Hunderten von Darstellern, die symbolhafte Wiederauferstehung der gestürzten Zarenstatue, Lenins Ansprache am Bahnhof und nicht zuletzt das berühmte Bild des toten Pferdes auf der Hebebrücke sind Szenen die immer noch überwältigen und bei denen man den propagandistische Holzhammer fast vergisst.
Eisensteins Gesamtwerk ist Filmgeschichte und auch „Oktober“ gehört dazu. Natürlich ist er ein Film den man gesehen haben sollte. Nur ist hier die sozialistische Botschaft eindeutig zu dick aufgetragen und im Gegensatz zu den anderen großen Filmen von Eisenstein „Alexander Nevsky“ und „Ivan der Schreckliche“ (die ja auch nicht viel mehr als Propaganda sind) wirkt „Oktober“ ermüdend und ist selbst als politischer Film nur schwer erträglich.
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