Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie alter Rotwein..,
Von RockBrasiliano (Costa Banana) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER)
Rezension bezieht sich auf: Oktober (DVD)
..was für Kenner. Wie zu erwarten, ist das Auftragswerk zu Ehren des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution natürlich nichts, was man im konventionellen Sinne als gute Unterhaltung bezeichnen könnte. Unter diesem Gesichtspunkt wird man sich das Monumentalwerk des sowjetischen Stummfilms von 1927 aber auch nicht angucken. Eisenstein zeigt in diesem Film, was (nach offizieller Sicht) in Russland 1917 passierte. Der Zar wird gestürzt, das Winterpalais gestürmt, die Übergangsregierung verrennt sich - aufwendig nachgestellt. Viele Szenen aus dem Film wurden sogar später als authentisch für Dokumentationen herangezogen. Hier findet man die Kunst der Montage in Reinkultur. Man sollte, um etwas von dem Film zu haben, sich erstens mit diesen Techniken etwas auskennen und zweitens schaden Geschichtskenntnisse auch überhaupt nichts, denn sonst verliert man doch irgendwann den Faden. Die Musik von Schostakovich komponiert, ist ein Erlebnis für sich. Der Film ist tatsächlich als Propaganda zu werten, man guckt ihn sich heute aber unter anderen Gesichtspunkten an. Er hat, ich muss es zugeben, einige Längen, aber er bleibt in Erinnerung und ist sicher ein kleines Meisterwerk seiner Zeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Salonfähige Propaganda,
Rezension bezieht sich auf: Oktober (DVD)
Sergei Eisenstein hat sein Können in den Dienst der Politik gestellt; er war ohne Zweifel ein Mann mit unerschöpflicher Fantasie, der mit dem Einsatz rapider Schnitttechnik dem Film neue Horizonte eröffnet hat. Aber alle seine Filme sind uneingeschränkte Bekenntnisse zum Sozialismus; wenn man also Eisenstein zu den großen Regisseuren des 20.Jahrhunderts hinzuzählt, muss man dann nicht auch Leni Riefenstahl erwähnen?„Oktober“ war der erste Kinofilm der neugegründeten Sowjetunion. Er rekonstruiert die siegreiche Revolution der Bolschewiken im Oktober 1917, die den provisorischen Regierungsrat endgültig stürzte und Lenin als Herrscher etablierte. Eisenstein war staatlich unterstützter Regisseur und bekennender Sozialist und „Oktober“ macht in der Glorifizierung keine Ausnahme, trotzdem drängt sich während des Films immer wieder der Gedanke auf, ob Hitler, wenn sein Putsch von 1923 erfolgreich verlaufen wäre, nicht einen ähnlichen Film in Auftrag gegeben hätte, wie man ihn hier sieht- denn in keinem von Eisensteins Filmen ist die künstlerische Lackierung dünner und die Propaganda unsubtiler als in „Oktober“. Eisensteins Gesamtwerk ist Filmgeschichte und auch „Oktober“ gehört dazu. Natürlich ist er ein Film den man gesehen haben sollte. Nur ist hier die sozialistische Botschaft eindeutig zu dick aufgetragen und im Gegensatz zu den anderen großen Filmen von Eisenstein „Alexander Nevsky“ und „Ivan der Schreckliche“ (die ja auch nicht viel mehr als Propaganda sind) wirkt „Oktober“ ermüdend und ist selbst als politischer Film nur schwer erträglich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|