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Oktober
 
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Oktober

Y. Nikandrow , Wladimir Popow , Sergei M. Eisenstein , Grigori Alexandrow    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Y. Nikandrow, Wladimir Popow, Boris Liwanow
  • Regisseur(e): Sergei M. Eisenstein, Grigori Alexandrow
  • Komponist: Edmund Meisel, Bernd Kampka
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Icestorm Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 6. April 2004
  • Produktionsjahr: 1927
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0001W1L0K
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.944 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Chronik der achtmonatigen Ereignisse der russischen Revolution von Frühjahr 1917 bis zum Herbst 1917. Die provisorische bürgerliche Regierung unter Kerenski versagt. Lenin kommt auf dem Finnischen Bahnhof in Petersburg an. Vor den Toren der Stadt wird der Angriff des konterrevolutionären Generals Kornilov niedergeschlagen. In der Stadt debattieren die Politiker ohne Ergebnis, was zum Sturm des Vokkes auf das Winterpalais, Höhepunkt der Revolution, und zum Sieg der Bolschewiken Lenins führt.

Produktbeschreibungen

Der Film "Oktober" entstand zu Ehren des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution im Auftrag der Kommission für die Jubiläumsfeierlichkeiten des Präsidiums des Zentralexekutivkommitees der UdSSR. In Deutschland wurde "Oktober" unter dem Titel "Zehn Tage, die die Welt erschütterten" bekannt und zeichnet die revolutionären Ereignisse des Jahres 1917 in Russland, vom Sturz der Zarenherrschaft bis zum Sturm auf das Winterpalais, nach. Eisensteins dramatische Bilder vom Sturm auf das Winterpalais sind, ähnlich, wie die legendären Szenen auf der Hafentreppe in Odessa "Potemkin", tief ins kollektive Gedächtnis eingegangen. Es sind die Schlüsselbilder einer Epoche.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wie alter Rotwein.., 2. August 2007
Von 
RockBrasiliano (Costa Banana) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Oktober (DVD)
..was für Kenner. Wie zu erwarten, ist das Auftragswerk zu Ehren des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution natürlich nichts, was man im konventionellen Sinne als gute Unterhaltung bezeichnen könnte. Unter diesem Gesichtspunkt wird man sich das Monumentalwerk des sowjetischen Stummfilms von 1927 aber auch nicht angucken. Eisenstein zeigt in diesem Film, was (nach offizieller Sicht) in Russland 1917 passierte. Der Zar wird gestürzt, das Winterpalais gestürmt, die Übergangsregierung verrennt sich - aufwendig nachgestellt. Viele Szenen aus dem Film wurden sogar später als authentisch für Dokumentationen herangezogen. Hier findet man die Kunst der Montage in Reinkultur. Man sollte, um etwas von dem Film zu haben, sich erstens mit diesen Techniken etwas auskennen und zweitens schaden Geschichtskenntnisse auch überhaupt nichts, denn sonst verliert man doch irgendwann den Faden. Die Musik von Schostakovich komponiert, ist ein Erlebnis für sich. Der Film ist tatsächlich als Propaganda zu werten, man guckt ihn sich heute aber unter anderen Gesichtspunkten an. Er hat, ich muss es zugeben, einige Längen, aber er bleibt in Erinnerung und ist sicher ein kleines Meisterwerk seiner Zeit.
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9 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Salonfähige Propaganda, 13. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Oktober (DVD)
Sergei Eisenstein hat sein Können in den Dienst der Politik gestellt; er war ohne Zweifel ein Mann mit unerschöpflicher Fantasie, der mit dem Einsatz rapider Schnitttechnik dem Film neue Horizonte eröffnet hat. Aber alle seine Filme sind uneingeschränkte Bekenntnisse zum Sozialismus; wenn man also Eisenstein zu den großen Regisseuren des 20.Jahrhunderts hinzuzählt, muss man dann nicht auch Leni Riefenstahl erwähnen?
„Oktober“ war der erste Kinofilm der neugegründeten Sowjetunion. Er rekonstruiert die siegreiche Revolution der Bolschewiken im Oktober 1917, die den provisorischen Regierungsrat endgültig stürzte und Lenin als Herrscher etablierte.

Eisenstein war staatlich unterstützter Regisseur und bekennender Sozialist und „Oktober“ macht in der Glorifizierung keine Ausnahme, trotzdem drängt sich während des Films immer wieder der Gedanke auf, ob Hitler, wenn sein Putsch von 1923 erfolgreich verlaufen wäre, nicht einen ähnlichen Film in Auftrag gegeben hätte, wie man ihn hier sieht- denn in keinem von Eisensteins Filmen ist die künstlerische Lackierung dünner und die Propaganda unsubtiler als in „Oktober“.
Dass die Revolutionäre junge, dynamische Draufgänger sind versteht sich von selbst und stört nicht weiter, dass die Vertreter der provisorischen Regierung verkalkte alte Trottel sind, und ohne viel Federlesens niedergeschossen werden, hinterlässt schon eher einen schalen Nachgeschmack. Für die Zuschauer, die trotzdem noch Zweifel an der Glorie des Sozialismus haben sollten, hat Eisenstein noch ein massiveres Mittel in Reserve: Plötzlich und unerwartet wird an wahllosen Stellen des Films für den Bruchteil einer Sekunde ein Propaganda-Schlagwort eingeblendet: „BROT“, „EINIGKEIT“, „STÄRKE“, „HELD“ usw.
Auch die Handlungsarmut, die fehlende Abwechslung, die endlose Aneinanderreihung von Schiessereien und Verfolgungsjagden machen den Film fade und zäh.

Trotzdem bleibt „Oktober“ ein Film des Regisseurs, der auch „Panzerkreuzer Potemkin“ gedreht hat, und was Eisensteins technisch inszeniert hat, bleibt auch nach fast 80 Jahren erstklassig. Der Beschuss des Winterpalais durch die „Aurora“, die Straßenkämpfe in St. Petersburg mit Hunderten von Darstellern, die symbolhafte Wiederauferstehung der gestürzten Zarenstatue, Lenins Ansprache am Bahnhof und nicht zuletzt das berühmte Bild des toten Pferdes auf der Hebebrücke sind Szenen die immer noch überwältigen und bei denen man den propagandistische Holzhammer fast vergisst.

Eisensteins Gesamtwerk ist Filmgeschichte und auch „Oktober“ gehört dazu. Natürlich ist er ein Film den man gesehen haben sollte. Nur ist hier die sozialistische Botschaft eindeutig zu dick aufgetragen und im Gegensatz zu den anderen großen Filmen von Eisenstein „Alexander Nevsky“ und „Ivan der Schreckliche“ (die ja auch nicht viel mehr als Propaganda sind) wirkt „Oktober“ ermüdend und ist selbst als politischer Film nur schwer erträglich.

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