Sicherlich sind die Kreise der „Satanisten" in unserer heutigen Zeit interessanter geworden, laufen doch immer mehr Menschen in schwarzen Kleidern, umgedrehten Kreuzen, Drudenfuß u.ä. herum, ob jedoch eine solche Hysterie - wie sie oft gelebt wird - begründet ist, bleibt meines Erachtens fraglich. Der Autor behandelt ein sicherlich nicht zu unterschätzendes Phänomen, übersieht jedoch, daß man einen Unterschied machen muß zwischen einer Modeerscheinung und einer Ideologie. Sicherlich gibt es viele pubertierende Rebellen einer Protestkultur, aber es gibt eben auch solche, welche im Satanismus mehr sehen als „jetzt bin ich mal böse, weil alle anderen auch böse zu mir sind" und ihn als komplexes philosophisch-ideologisches Konzept verstehen und leben. Die typisch theologische Arbeit des Autors mag damit zwar wichtig in der Seelsorge und Jugendarbeit sein, sollte sich jedoch nicht erdreisten, den Satanismus als Ideologie beschreiben zu wollen. Wenn man noch dazu bedenkt, daß die Theologie schon aus ihrem Konzept heraus kaum objektiv dem Satanismus gegenüberstehen kann, sollte man sich doch fragen, ob solche Arbeiten nicht uns Religionswissenschaftlern und Philosophen überlassen werden sollte. *g* Meines Wissens ist Dvorak der einzige Theologe, dem ich hier ein objektives Arbeiten unterstellen würde - auch wenn Theologen ihn ablehnen werden, weil er konvertiert ist.
Fazit: Das Buch ist ein gut im Besonderen der Jugendpsychologie, schlecht im Anspruch auf Allgemeingültigkeit.