Okko und seine Begleiter betreten das Herrschaftsgebiet der Herrin Mayudama, um dort ihre Tochter von einem üblen Fluch zu befreien. Ist das schon nicht einfach genug, taucht auch noch ein Gegner auf, der es im Kampf mit Leichtigkeit mit Okko aufnehmen kann, diesen sogar darin übertrifft: Kubban Kiritsu, der größte Dämonenjäger des Kaiserreichs Pajan.
Der monströse Schwertkämpfer ist ein leidenschaftlicher Sammler und es fehlt ihn nur noch ein Stück, um diese zu vervollständigen: ein Stück von jemanden, der Okko sehr nahe steht.
"Das Buch der Luft" ist eigentlich der beste Band der Reihe um den mürrischen Ronin und seine Gefährten, dessen Geschichte erneut vom gealterten Tikku erzählt wird. Zwar ist es von der reinen Masse der beeindruckenden Actionszenen, bei weitem nicht so bildgewaltig wie noch der zweite Band "Das Buch der Erde". Wenn es aber zum Kampf kommt, dann ist man auf jeden Fall mittendrin im Geschehen, sogar mehr noch als in den Vorgängern, da sich Hub diesmal genügend Zeit lässt, damit der Konflikt sich endlich entfalten kann. Entfalten kann sich auch die Geschichte, die wieder etwas ruhiger anfängt und sich die Zeit nimmt, die sie braucht, dabei aber bei weitem nicht so behäbig ist, wie der erste Teil.
Auch die Figuren interagieren diesmal etwas mehr außerhalb von Konflikten, ohne dabei jedoch groß an mehr Tiefe zu gewinnen als zuvor, aber es ist trotzdem eine schöne Note, die die weniger epische, aber umso persönlichere Geschichte abrunden. Die Zeichnungen haben auch ihre gewohnte Qualität beibehalten und scheinen sogar noch etwas gereift zu sein und damit müsste der Band fünf Sterne erhalten.
Warum ist dem dann nicht so?
Weil dies eine persönliche Entscheidung meinerseits ist, da mir der zweite Band von den Ideen und der Dynamik innerhalb der Gruppe etwas mehr gefiel und ich während der Lektüre des "Buch der Lüfte" nicht dasselbe Vergnügen beim lesen empfand, wie es im "Buch der Erde" der Fall war. Dies ist aber eine rein subjektive Empfindung meinerseits, die sich vielleicht in den nächsten Jahren wandeln wird.
Doch trotz des einen Sternes Abzug, IST "Das Buch der Lüfte" bisher das Glanzstück der Reihe, eine weitere Steigerung in allen Bereichen und am Ende mindestens einen vergnüglichen Nachmittag wert gelesen zu werden, während draußen der Wind sich mit lauten Getöse austobt.