Das Buch behandelt in zwei Teilen die Geschichte des okinawanischen Karate und das Verständnis des Autors über Kata. Der erste geschichtliche Teil scheint mit "heißer Nadel" gestrickt zu sein. Zuviele Rechtschreib- und Kommasetzungs-fehler schränken das Lesevergnügen erheblich ein. Inhaltlich gibt es hier zum Teil starke Brüche. Im Vergleich zur ersten deutschen Publikation zu diesem Thema (Werner Lind: Okinawa-Karate) wird nicht viel Neues genannt, auch wenn der Autor sich auf original-japanische Quellen beruft. Im Gegenteil ist das Fehlen einer ausführlicheren Darstellung des Shorin-Ryu zu bemängeln. Interessant sind die vorausschickenden Betrachtungen zur Kata im zweiten Teil des Buches, die Darstellung der einzelnen Kata jedoch unzureichend für den interessierten Leser. Entweder müssten die schriftliche Erläuterungen zu Ablauf und Kumite viel ausführlicher gestaltet werden, oder man hätte auf die Darstellung von einzelnen Kata ganz verzichten sollen, um darüber ein eigenes Buch zu schreiben. Zudem: Einige Bilder sind schlecht gescannt, einige haben zudem keinen Bezug zum Text. Der Einband ist ansprechend in seiner inhaltlichen und farblichen Gestaltung, leider ist er so minderwertig, dass er bereits nach dem ersten Lesen stark wellt. Bei der äußeren Qualität des Buches (Umfang, Einband) ist es viel zu teuer.