"Warten auf Kinky" ... nachdem es lange gedauert hat, bis ein deutscher Verlag mal wieder einen "Kinkstah" veröffentlicht, muss man doch sagen, dass die alte Bissigkeit des Texaners im Village wieder einmal ein wenig verlorengeht. Schon seit "Straßenpizza" gibt es im Vergleich zu seinen ersten Werken vielleicht eine Art "Gleichgültigkeit" gegenüber der bissigen satirischen Erzählung bezüglich seiner Person und den daraus resultierenden Selbstgesprächen. Der Roman "Elvis, Jesus & Coca-Cola" bleibt vielleicht unerreicht, wie auch wahrscheinlich "Lone Star" (warum gibt es hier keine Neuauflage?). Doch eines kann man sagen, Kinky ist der Meister der ICH-Erzählung. Auch in "Ohrensausen" versetzt man sich in den eigenwilligen Texas Jewboy und möchte nicht, dass das Buch aufhört. Der Spritzigkeit seiner ersten Werke weicht hier zum Teil der Vorstellung der Village Irregulars. Doch man kann nur froh sein, dass endlich ein neuer "KINKY" auf dem Markt ist, denn nur so kann sich ein Gemächt im Sarong verfangen und die Antwort liegt gleich neben dem Bett. More Kinky Friedman ... auch der neue Roman hält, was der Name verspricht.