Es gibt Bücher, bei denen mir eine Rezension leichter fiel als hier. Dabei kann ich diesem Buch von ganzem Herzen fünf Sternchen verpassen, auch wenn es mit seinem Geister-"Content" gar nicht so mein Fall ist. Aber diese ganze Geschichte ist einfach mit so liebevollen Worten erzählt, da fiel mir zwar zunächst der Zugang nicht einfach, aber als ich dann "drin" war, war ich gefangen.
Der rote Faden der Geschichte ist eigentlich ganz einfach. Die beiden Hauptpersonen, North und Andromeda (Andie) haben vor zehn Jahren sehr spontan geheiratet, sich auch sehr geliebt, aber es nicht geschafft, ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen, sich dann getrennt und weiterhin geliebt. North schickt Andie all die Jahre fleißig weiter Alimente in Scheckform, und Andie, die ein sehr sprunghaftes Wesen besitzt, will vor ihrer Heirat mit einem anderen Mann, das aus dem Weg räumen. Pustekuchen, North bittet sie, sich um zwei Kinder zu kümmern, mit denen er entfernt verwandt ist und die verwaist und nur mit der Haushälterin in einem alten unheimlichem Haus wohnen. Andie willigt ein und die Geschichte nimmt langsam ihren Lauf. Auf Anhieb erobern die Kinder ihr Herz, in dem Haus spukt es, die Haushälterin ist ein alter Drache, die Kinder blühen unter Andies Fürsorge auf, die Familie spielt verrückt, es spukt immer noch, plötzlich taucht Hinz und Kunz auf und will auch mitmischen, und es spukt, wie ich schon erwähnte.
Hier wird bemängelt, dass das Buch - entgegen der Ankündigung - nicht wirklich komisch sei, und es stimmt, ich hab nicht die ganze Zeit brüllend gelacht, als ich es gelesen habe. Und eigentlich ist es auch nicht komisch, mich berührte es eher, wie die Gefühle von Andie, von den Kindern, von North so schön schlicht und unromantisch, aber nachvollziehbar und ehrlich beschrieben wurden. Und dennoch, Komik ist vorhanden. Bitte einfach durchhalten, bis die Szene mit der Seance kommt!
Mir hat das Buch jedenfalls gefallen, es war natürlich keine Weltliteratur, aber einfach eine schöne kleine Geschichte.