Aus der Amazon.de-Redaktion
Viele engagierte Berufstätige suchen ihren Lebenssinn allein im Job. Das kann nicht gut gehen, solange in den Chefetagen vieles im Argen liegt. So lautete das Credo des
Frustjobkillerbuchs aus der Feder von Volker Kitz und Manuel Tusch. Das Anliegen der beiden Psychologen war es zu zeigen, dass es den perfekten Vorgesetzten ebenso wenig gibt wie den perfekten Mitarbeiter, Jobwechsel insofern reine Zeitverschwendung sind.
Nun hat das Kölner Duo nachgelegt: Ohne Chef ist auch keine Lösung lautet der Titel ihres neuesten systemkonservativen Ergusses, der als Antwort auf die „tonnenweisen“ Leserzuschriften verkauft wird, die das Erstlingswerk gezeitigt habe. Herausgekommen ist ein leidenschaftliches Plädoyer für (gegenseitige) Empathie. So halten es die Autoren etwa für viel zuviel verlangt, dass Chefs ihre Mitarbeiter zu jeder gelungenen Tat beglückwünschen oder ihnen für jeden Handgriff ein Denkmal setzen. Anhand einer Fülle von Beispielen aus der Arbeitswelt und ihrer Gegenüberstellung mit den Umgangsformen im Privatleben versuchen sie, dem Leser die Augen für die zwischenmenschlichen Realitäten zu öffnen. Mit mäßigem Erfolg, so scheint es. Denn kaum freigeschaltet, wimmelt die Website zum Buch (wenn-der-chef-nervt.de) schon vor nichts als Klagen: „Eigentlich gehe ich ja ganz gern zur Arbeit – wenn nur meine Chefin nicht wäre!“, heißt es dort beispielsweise. „Sie ist ein Albtraum: sie quatscht mir ständig rein, jeden noch so unwichtigen Brief muss ich ihr vorlegen und dann meckert sie daran herum. Außerdem hat sie total nervige Angewohnheiten, z. B. schneidet sie sich immer die Fußnägel mit der Büroschere…“ Wenn Theorie auf Praxis trifft, möchte man in Abwandlung eines TV-Slogans hier rufen. Damit dürfte das Thema (hoffentlich) ausgelutscht sein. – Franz Klotz
Pressestimmen
01.08.2009 / Emotion: Ohne Chef ist auch keine Lösung "Für alle, die einen gerechteren Arbeitsalltag wollen."
23.08.2009 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Ohne Chef ist auch keine Lösung "Ein mit Humor geschriebener Ratgeber mit Tipps, die für mehr Harmonie im Büro sorgen."
09.09.2009 / Freundin: Guter Draht nach oben "Die Autoren raten: Statt auf bessere Brötchengeber zu hoffen, lohnt es sich, die eigene Einstellung zu überdenken und den Dialog mit Chef oder Chefin zu verbessern."
18.09.2009 / Spiegel Online: So kommen Sie mit Ihrem Chef klar "Ein Werk voller Tipps, die Mitarbeitern das Leben erleichtern sollen."
01.10.2009 / Literaturen: "Bossing" und "Staffing" "Kitz und Tusch betreiben kein Chef-Bashing, sie streben nach Ausgleich."
09.01.2010 / Hamburger Abendblatt: Buch der Woche "Exzellent."
23.02.2010 / Managementbuch.de: Ein Buch wie eine Brücke "Ein streckenweise herrlich satirisch geschriebenes Buch, das für mehr Spaß und Zufriedenheit am Arbeitsplatz sorgt."
Emotion, August 2009
„Für alle, die einen gerechteren Arbeitsalltag wollen.“
Kurzbeschreibung
Zahlreiche Studien beweisen: Der Chef ist der Zufriedenheitskiller Nummer eins im Job. Doch Chef-Schelte bringt nichts – man kann ihn weder umbringen noch umgehen … Volker Kitz und Manuel Tusch zeigen: Nur miteinander können Brötchengeber und Brötchennehmer gewinnen! In ihrem neuen Buch schildern die Bestsellerautoren humorvoll und mit viel Wiedererkennungswert die alltäglichen Probleme zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, gehen aber noch einen entscheidenden Schritt weiter: Berufstätige erhalten anhand der zehn ultimativen Gebote für den Joballtag erstmals konkrete und psychologisch fundierte Hilfe, wie sie mit ihrem Chef besser klarkommen und so mehr Spaß im Job haben.
Über den Autor
Dr. Volker Kitz hat mehrere Sachbuch-Bestseller geschrieben. Er hat Jura und Psychologie in Köln und New York studiert, danach unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, unter anderem als Wissenschaftler, TV-Journalist, Drehbuchautor und Lobbyist für die Medienindustrie. Manchmal hat er in seinem Leben Schritte gewagt, die andere als mutig bezeichneten. Es waren meist diese Schritte, die ihn seinen inneren Wünschen am nächsten brachten. Heute arbeitet er als Anwalt und Coach in Köln und Berlin. Dr. Manuel Tusch studierte Psychologie und Erwachsenenbildung. Er hat eine psychologische Praxis in Köln, leitet das Institut für Angewandte Psychologie und ist Lehrbeauftragter für Coaching an mehreren Universitäten. Seine Arbeitsschwerpunkte als Coach sind Karriereberatung, Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement, Führungskräfteentwicklung und Change Management. Seine unstillbare Lebensneugier treibt ihn dazu, sich jeden Tag aufs Neue zu definieren. Ihr Spiegel-Bestseller Das Frustjobkillerbuch wurde über Nacht zum Kultbuch und Standardwerk und in mehrere Sprachen übersetzt. Mit ihrem erfolgreichen Bühnenprogramm sind Kitz & Tusch international auf Tournee. Bei Unternehmen sind sie gefragte Redner und Coaches.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Chefs sind immer kalt und knauserig!" …?denkt der Mitarbeiter. "Mitarbeiter sind immer faul und fordernd" - denkt der Chef. Auf unseren Bestseller? Das Frustjobkillerbuch. Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten? haben wir bergeweise Zuschriften bekommen. Viele Menschen haben uns ihre ganz persönlichen Probleme im Job-Alltag geschildert: viele Mitarbeiter und auch viele Chefs, die ja in der Regel selbst Mitarbeiter sind und ihrerseits wiederum einen Chef über sich haben. Ein Leit-Thema zog sich als Leid-Thema wie ein roter Faden durch alle Briefe und E-Mails: wie schlecht Mitarbeiter mit ihren Chefs klarkommen - und umgekehrt. "Alles wäre gut, wenn mich nur mein Chef nicht so ungerecht behandeln würde", lässt sich die Klage der Mitarbeiter auf den Punkt bringen. "Alles wäre gut, wenn nur meine Mitarbeiter nicht so unrealistische Erwartungen an ihren Job und an mich hätten", jammerten derweil die Chefs. Beide fügten hinzu: "Schreiben Sie denen das ruhig mal in Ihrem nächsten Buch!" Und so entwickelte sich durch ihre Zuschriften an uns indirekt ein Dialog zwischen Mitarbeiter und Chef, ein Dialog, der in der wirklichen Arbeitswelt leider kaum stattfindet. Mitarbeiter und Chef betrachten sich nur allzu oft als Gegenspieler und größtes Hindernis. Das Thema "die da oben, wir hier unten" kocht immer heftiger hoch; beide Seiten verstehen inzwischen die (fremde) Welt nicht mehr. Bücher gibt es entweder für die eine Seite: Wie mache ich möglichst schnell Karriere, entlocke meinem Chef mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld und Freiraum? Oder für die andere Seite: Wie motiviere ich die träge Schar und halte den Kostenfaktor Arbeit niedrig? Wir finden das schade und meinen: Miteinander statt gegeneinander können wir ein gutes Stück zufriedener werden im Arbeitsleben. Wir möchten daher in diesem Buch den Dialog zwischen Chef und Mitarbeiter fortführen, den Sie selbst, liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitarbeiter und Chefs, durch Ihre Zuschriften an uns ins Leben gerufen haben. Wir möchten Ihnen - seien Sie Mitarbeiter, Chef oder, wie so oft: beides - ein ausgewogenes, konstruktives Buch für ein menschliches Miteinander an die Hand geben. Spielregeln für ein faires Arbeitsleben, von dem beide Seiten nachhaltig profitieren. Vor allem für Sie, liebe Mitarbeiter, haben wir dieses Buch geschrieben. Das bedeutet aber nicht, dass alle Last allein auf Ihren Schultern liegt und Ihr Chef sich entspannt zurücklehnen kann - in dem guten Gewissen, dass Sie schon selbst für ein besseres Miteinander am Arbeitsplatz sorgen werden. Aber wir versprechen Ihnen: Zu erkennen, dass Ihr Chef vielleicht kein böswilliger Tyrann ist, sondern auch nur ein Mensch, wird Ihren Arbeitsalltag sehr viel erträglicher machen. Und, liebe Chefs, auch Sie finden hier viele Anregungen für einen gerechteren und verständnisvolleren Umgang mit Ihren Mitarbeitern. Unsere zehn Gebote gelten auch für Sie! Auf der Suche nach Gerechtigkeit Sie beide vermissen am Arbeitsplatz ganz schmerzlich die Gerechtigkeit - deshalb tun wir alle gut daran, das Arbeitsleben etwas gerechter zu machen. Das mag Ihnen romantisch-verklärt vorkommen in einer Zeit, in der der Wind rauer weht, in der Menschen zu Einzelkämpfern geworden sind und jeder sehen muss, wo er bleibt. Es mag Ihnen abstrakt-weltretterisch vorkommen, schon tausendmal gehört. Es mag Ihnen abgenudelt vorkommen vor dem politischen Rauschen, in dem jeder sein Gerechtigkeitsmodell anpreist, das sich beim näheren Hinsehen dann aber auch nur als Beta-Version mit gravierenden Fehlern entpuppt. Doch uns geht es nicht um Steuermodelle, nicht um Vermögensumverteilung und nicht um Kündigungsschutzgesetze. Uns geht es nicht um Weltrettung, nicht darum, die "Welt an sich" gerechter zu machen. Dieses Buch hat ein rein egoistisches Anliegen für Sie, liebe Leserinnen und Leser: Ihren eigenen Arbeitsalltag etwas befriedigender zu machen. Für Sie, für uns selbst, damit uns Wut und Ärger nicht auffressen. "Was kann ich als Einzelner schon tun?", hören wir Sie nun fragen. "Ich kann die Dinge auch nicht ändern." Das stimmt in vielen Bereichen, denn das Leben ist tatsächlich ungerecht. Wir Menschen sind keine Maschinen, keine Rechner, die Fakten aufnehmen und dann durch eine Gerechtigkeitsformel stets zum richtigen Ergebnis kommen. Das menschliche Gehirn funktioniert anders. Wo Menschen am Werk sind, wird es niemals völlig gerecht zugehen. Was wir Menschen denken, entscheiden und tun, wird immer beeinflusst sein von persönlichen Sympathien, Informationsdefiziten, sachfremden Erwägungen, von Launen. Die Suche nach der perfekt-gerechten Welt ist Illusion und Zeitverschwendung zugleich. Das ist eine wichtige Einsicht, um die wir nicht herumkommen. Das heißt aber nicht, dass wir nichts tun könnten. Wir können sogar sehr viel daran ändern, dass Brötchen-Geber und Brötchen-Nehmer zielsicher aneinander vorbeidenken, aneinander vorbeierwarten, aneinander vorbeischimpfen. Und sich ein Leben lang aneinander vorbeiärgern. Unser Ansatz besteht darin, Ihnen durch den Dialog zwischen Chef und Mitarbeiter wichtige Einsichten in die Bedürfnisse und Gefühle des jeweils anderen zu vermitteln. Sie und Ihr Chef werden auch in Zukunft aufeinander angewiesen sein und einen Großteil Ihres Tages, ja sogar Ihres Lebens miteinander verbringen. Wenn Sie sich nicht immer weiter voneinander entfernen und damit immer unzufriedener miteinander werden wollen, ist es höchste Zeit, einen Blick aus der Position des jeweils anderen zu wagen. Das heißt nicht, dass Sie am Ende die Sicht Ihres Chefs gutheißen müssen - und Ihr Chef Ihren Standpunkt übernehmen muss. Wenn wir aber überhaupt einmal die Sicht der anderen Seite zur Kenntnis nehmen, ihre Hintergründe verstehen lernen - dann ist das ein unverzichtbarer Schritt für ein gedeihliches Miteinander, für ein zufriedeneres Miteinander. Für das einzig mögliche Miteinander, das der Arbeitswelt überhaupt eine Zukunft geben kann. Ein solches Verständnis, Interesse füreinander, ja überhaupt der Gedanke daran, dass die jeweils "andere Seite" mit dem, was sie tut, irgendein legitimes Interesse verfolgen könnte - das ist uns heute weitgehend abhandengekommen. Der psychologische Arbeitsvertrag Wir untersuchen damit in diesem Buch die Interessenlage im Arbeitsverhältnis des 21.?Jahrhunderts: die Erwartungen, die Sie und Ihr Chef aneinander haben. Wir vollziehen nach, woher diese Erwartungen kommen, sortieren die unberechtigten aus und schauen, wie sich aus den berechtigten eine Win-win-Situation machen lässt - sodass aus dem Hauen und Stechen ein Geben und Nehmen werden kann. Wir benennen für beide Seiten die Rechte und Pflichten, die nicht im Arbeitsvertrag stehen. Denn ein Arbeitsvertrag enthält nicht nur das Groß- und Kleingedruckte, sondern auch jede Menge gar nicht Gedrucktes. Das gar nicht Gedruckte enthält all die Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche, die schon im Vorstellungsgespräch über dem Verhandlungstisch schweben. Während Ihr zukünftiger Chef und Sie über Gehalt, Urlaubstage, ja nicht selten schon selbst über Bürogröße und Zahl der Fenster ausdrücklich und hart feilschen, hängen diese sonstigen gegenseitigen Erwartungen einfach lautlos im Raum. Und bleiben dort, damit sich beide jeden Tag wieder neu an ihnen den Kopf stoßen. Aber keiner spricht sie an, weil jeder sie für selbstverständlich hält. Oder sagen wir besser: Jeder hält seine eigenen Erwartungen für selbstverständlich. Viel zu selten machen wir uns Gedanken darüber, was andere vielleicht unausgesprochen von uns erwarten - und was wir selbst erwarten dürfen und was nicht: Dass Sie sich von Ihrem Chef eben mehr erhoffen, als dass er nur jeden Monat pünktlich das im schriftlichen Arbeitsvertrag vereinbarte Gehalt überweist. Dass Ihr Chef von Ihnen eben mehr erwartet, als dass Sie nur die im Arbeitsvertrag vereinbarte Zeit irgendwie auf Ihrem Bürostuhl absitzen. Wir nennen das, was da so still im Raum schwebt, den psychologischen Arbeitsvertrag. Ihn schließen wir neben dem...