Oh Land

Top-Alben von Oh Land


CD: €8.97  |  MP3: €4.99
€21.90

Song-Bestseller von Oh Land
Sortieren nach:
Topseller
1-10 of 68
Song Album  
30
30
30
30
30
30
30
30
30
30

Videos


Bilder von Oh Land
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.

Neuester Tweet

OHLANDmusic

Playing silly music w #weewee at @refinery29 party right now  http://t.co/IC0iqBnIwG


Biografie

„Wie klingt es? Wie riecht es? Wie sieht es aus? Wie fühlt es sich an? Das sind die Fragen, die ich mir stelle, wenn ich Lieder schreibe“, erklärt Sängerin und Produzentin Nanna Øland Fabricius. „Ich denke, dass die musikalische Szenerie von Oh Land ziemlich einzigartig ist. Mein Ziel ist es, unendliche Möglichkeiten zu schaffen und alle Sinne aufeinander prallen zu lassen, so dass eine ganz eigene Sprache entsteht.“

Diese mulitsensorische Herangehensweise an das Thema Songwriting war von Anfang in ihr vorhanden. Noch lange bevor Oh Land einen Namen hatte, oder etwa Lieder, verbrachte die ... Lesen Sie mehr

„Wie klingt es? Wie riecht es? Wie sieht es aus? Wie fühlt es sich an? Das sind die Fragen, die ich mir stelle, wenn ich Lieder schreibe“, erklärt Sängerin und Produzentin Nanna Øland Fabricius. „Ich denke, dass die musikalische Szenerie von Oh Land ziemlich einzigartig ist. Mein Ziel ist es, unendliche Möglichkeiten zu schaffen und alle Sinne aufeinander prallen zu lassen, so dass eine ganz eigene Sprache entsteht.“

Diese mulitsensorische Herangehensweise an das Thema Songwriting war von Anfang in ihr vorhanden. Noch lange bevor Oh Land einen Namen hatte, oder etwa Lieder, verbrachte die rast- und ruhelose Nanna ihre Kindheit in einem Vorort Kopenhagens damit, Fantasie-Sprachen, Charaktere und Magazine miteinander zu verweben. Ohne es zu ahnen, entwarf sie damit bereits jene Technik, die sie Jahre später für die ästhetische Ausgestaltung des Musik- und Perfomance-Stils von Oh Land anwenden würde.

Nanna Øland Fabricius ist ein Produkt von Extremen. Auf der einen Seite prägte sie die Disziplin, den die Ausbildung an den königlichen Ballettschulen von Dänemark und Schweden mit sich brachte - auf der anderen Seite verlebte sie eine „zirkushafte“ Kindheit und Jugend in mitten einer Familie, die ausschließlich aus hochkreativen Charakteren bestand. Die einzigartigen und individuellen Talente in ihrem Umfeld prägten Oh Land und ihre Perspektive auf die Welt.

Das Element der Performance nahm von jeher einen großen Raum in ihrem Leben ein. Ob nun die Gestaltung von Textilien (eine Kunst, die sie von ihrer Schwester erlernte), der Operngesang ihrer Mutter oder das Spielen von Kirchenorgeln, das ihr Vater ihr beibrachte – die Mischung aller Einflüsse fand seinen Weg in den facettenreichen Stil von Oh Land, der sich allerdings auch heute noch ständig weiter entwickelt.

Die Musik Oh Land ist das Ergebnis einer ungemein stimulierenden Kindheit. Nanna Øland Fabricius schuf sich eine Soundlandschaft, in der sie heute genau so konsequent und vorbehaltlos träumt wie sie früher das Tanztraining betrieb. Bei ihren Auftritten konfrontiert sie das Publikum gleichermaßen mit klanglichen und visuellen Elementen, die von Drumpads über Omnichord bis hin zu selbst gemachten Projektionen auf Luftballons reichen. „Meine Musik soll wie eine Mischung aus 2050 und etwas sehr Klassischem klingen - als wenn man einen Fremden trifft, der einem wie ein alter Freund vorkommt“, erklärt sie.

Songwriting besteht für Oh Land nicht nur aus der Kreation von Melodien, die gemeinsame Erfahrungen aufgreifen; ihre Musik beinhaltet auch das Klicken, Piepsen und Surren der verwendeten Maschinen, das sanfte, menschliche Zupfen der Saiten ihrer Instrumente und kunstfertig aufeinander geschichtete Gesangsharmonien. Es ist der dualen Qualität ihrer Musik (= menschlich und dennoch jenseitig) zu verdanken, dass einige Plattenfirmen (darunter das Sony Music Label „Epic“) die extrem individuelle, hochtalentierte und zielstrebige Künstlerin spätestens nach ihrem Showcase beim SXSW-Festival 2009 auf dem Zettel hatten. Der Auftritt war der Abschluss einer kurzen US-Tour, die Oh Land selbst auf die Beine gestellt hatte.
Anfang 2010 zog Oh Land nach Brooklyn, um die jüngsten Kapitel ihrer turbulenten Geschichte zu schreiben: die Entstehung eines sich kontinuierlich weiterentwickelnden Albums mit Skalen-sprengenden Samples und honigsüßen Hooklines, das mit Hilfe der Knöpfchendreher-Skills von Dan Carey (The Kills, Franz Ferdinand, Hot Chip) und Dave McCracken (Depeche Mode, Beyoncé, AFI) allmählich Gestalt annahm.

Die Dschungeltrommeln und vielschichtigen Vocals des Songs „White Nights“ künden von der Suche nach Frieden und einem Gefühl des Zuhauseseins im Chaos einer Stadt, die niemals schläft. “There’s a restlessness in me/Keeps me up ’till the dawn/There is no silence/I will keep following the sirens”, singt sie gleichsam in Anspielung auf den Lärm und das Pulsieren der Stadt und die mythologischen Verführerinnen, die den einsamen Seeleuten zurufen. „Das Album soll ein Gleichgewicht zwischen der Großstadt und der Natur herstellen“, erklärt sie, „denn beides zieht mich ständig gleichzeitig in verschiedene Richtungen. Ich lebe und wachse im Auge des Sturms.“

Dieses Dualitätsprinzip kommt auch bei „Sun Of A Gun” zum Tragen, das beherzt einen Bezug von literarischen Hinweisen auf die Sonne („a symbol of the divine that we’re now afraid of”) zum emotionalen Zwielicht einer zum Scheitern verurteilten Beziehung herstellt.

Die Texte von Oh Land könnten auch aus einem Märchenbuch stammen, ihre Bilderwelten sind üppig und mitreißend, sie laden den Hörer ein, an den Rand des Kaninchenbaus zu treten und sich hinein fallen zu lassen. So funktioniert der Song „Wolf & I” einerseits als trippige, herzergreifende Ballade, andererseits aber auch als „moderne Fabel über Zweifel und Angst“, die die Geschichte einer Dreiecksliebesbeziehung zwischen einem Wolf, der Sonne und dem Mond erzählt.

Enthält ihre Musik ein stark allegorisches Element, so lässt sich ihre Herangehensweise an das Thema Performance schon fast als „spirituell“ bezeichnen. „Selbst als ich noch sehr klein war und mich über etwas geärgert habe, wusste ich, dass ich die Klappe halten muss, sobald ich hinter der Bühne bin. Die Magie des Auftritts ist mir sehr heilig.“

Der Zauber wurde allerdings zeitweise unterbrochen, als eine schlimme Rückenverletzung ihre Ballettkarriere jäh beendete und ein Arzt der jungen Dänen mitteilen musste, dass sie nie wieder tanzen können würde. „Ich war in dieser Zeit wie ein schwarzes Loch“, erklärt sie. „Die einzige Sache, die mich am Leben erhielt, war die Musik, denn ich hatte das Gefühl, dass ich durch sie immer noch tanzen konnte. Ich konnte mich hinlegen, die Augen schließen und mir Melodien vorstellen, ohne mich zu bewegen.“ Diese finstere Phase in ihrem Leben führte sie letztendlich zu der Erkenntnis, warum sie ursprünglich mit dem Tanzen angefangen hatte: Musik war das kreatives Medium, das sie sich zu Eigen machen würde.“

Diese Entdeckung manifestierte sich in Form ihres selbstproduzierten Debütalbums „Fauna“, das 2008 vom skandinavischen Produzenten/DJ Kasper Bjørke veröffentlicht wurde. Das Album enthält die ersten zehn Oh Land-Songs - großartige Klanglandschaften, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen und auch auf den Björk-LPs und Trip-Hop-Tracks nicht fehl am Platze wären, von denen sie in ihrer Jugend geradezu besessen war.

Ihre Genesung und ihr nahtloser Übergang zum Songwriting wird auch in dem neuen Stück „Break The Chain” aufgegriffen. Es ist eine ungestüme, aber hoffnungsvolle Schilderung des Oh Land’schen Weges zur Wiedererlangung des Selbstausdrucks, der sie in die Lage versetzt, all jene Ideen, die ihr Unterbewusstsein von Beginn an durchfluteten, ans Tageslicht zu bringen.

Es mag durchaus kompliziert klingen, mit all den verschiedenen Einflüsse und Patchwork-artigen Elementen in ihrer Musik zu Recht zu kommen. Doch fragt man Oh Land, so macht sie heute im Prinzip auch nichts anderes als zu jener Zeit, als sie die Klamotten ihrer Mutter „stylte“ oder jüngeren Studenten hinter dem Rücken der Lehrer neue Tanzschritte beibrachte. Sie bedient sich des Rohmaterials des künstlerischen Ausdrucks und setzt es für ihre Zwecke ein.

„Als ich jünger war, dachten wir nicht daran, uns mit Barbie-Puppen zu beschäftigen oder ein Brettspiel zu spielen“, erinnert sich Oh Land, „wir haben uns unsere eigenen Universen erschaffen. Und daran hat sich nichts geändert, außer, dass mein Publikum heutzutage nicht mehr ausschließlich aus meinen Eltern besteht.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„Wie klingt es? Wie riecht es? Wie sieht es aus? Wie fühlt es sich an? Das sind die Fragen, die ich mir stelle, wenn ich Lieder schreibe“, erklärt Sängerin und Produzentin Nanna Øland Fabricius. „Ich denke, dass die musikalische Szenerie von Oh Land ziemlich einzigartig ist. Mein Ziel ist es, unendliche Möglichkeiten zu schaffen und alle Sinne aufeinander prallen zu lassen, so dass eine ganz eigene Sprache entsteht.“

Diese mulitsensorische Herangehensweise an das Thema Songwriting war von Anfang in ihr vorhanden. Noch lange bevor Oh Land einen Namen hatte, oder etwa Lieder, verbrachte die rast- und ruhelose Nanna ihre Kindheit in einem Vorort Kopenhagens damit, Fantasie-Sprachen, Charaktere und Magazine miteinander zu verweben. Ohne es zu ahnen, entwarf sie damit bereits jene Technik, die sie Jahre später für die ästhetische Ausgestaltung des Musik- und Perfomance-Stils von Oh Land anwenden würde.

Nanna Øland Fabricius ist ein Produkt von Extremen. Auf der einen Seite prägte sie die Disziplin, den die Ausbildung an den königlichen Ballettschulen von Dänemark und Schweden mit sich brachte - auf der anderen Seite verlebte sie eine „zirkushafte“ Kindheit und Jugend in mitten einer Familie, die ausschließlich aus hochkreativen Charakteren bestand. Die einzigartigen und individuellen Talente in ihrem Umfeld prägten Oh Land und ihre Perspektive auf die Welt.

Das Element der Performance nahm von jeher einen großen Raum in ihrem Leben ein. Ob nun die Gestaltung von Textilien (eine Kunst, die sie von ihrer Schwester erlernte), der Operngesang ihrer Mutter oder das Spielen von Kirchenorgeln, das ihr Vater ihr beibrachte – die Mischung aller Einflüsse fand seinen Weg in den facettenreichen Stil von Oh Land, der sich allerdings auch heute noch ständig weiter entwickelt.

Die Musik Oh Land ist das Ergebnis einer ungemein stimulierenden Kindheit. Nanna Øland Fabricius schuf sich eine Soundlandschaft, in der sie heute genau so konsequent und vorbehaltlos träumt wie sie früher das Tanztraining betrieb. Bei ihren Auftritten konfrontiert sie das Publikum gleichermaßen mit klanglichen und visuellen Elementen, die von Drumpads über Omnichord bis hin zu selbst gemachten Projektionen auf Luftballons reichen. „Meine Musik soll wie eine Mischung aus 2050 und etwas sehr Klassischem klingen - als wenn man einen Fremden trifft, der einem wie ein alter Freund vorkommt“, erklärt sie.

Songwriting besteht für Oh Land nicht nur aus der Kreation von Melodien, die gemeinsame Erfahrungen aufgreifen; ihre Musik beinhaltet auch das Klicken, Piepsen und Surren der verwendeten Maschinen, das sanfte, menschliche Zupfen der Saiten ihrer Instrumente und kunstfertig aufeinander geschichtete Gesangsharmonien. Es ist der dualen Qualität ihrer Musik (= menschlich und dennoch jenseitig) zu verdanken, dass einige Plattenfirmen (darunter das Sony Music Label „Epic“) die extrem individuelle, hochtalentierte und zielstrebige Künstlerin spätestens nach ihrem Showcase beim SXSW-Festival 2009 auf dem Zettel hatten. Der Auftritt war der Abschluss einer kurzen US-Tour, die Oh Land selbst auf die Beine gestellt hatte.
Anfang 2010 zog Oh Land nach Brooklyn, um die jüngsten Kapitel ihrer turbulenten Geschichte zu schreiben: die Entstehung eines sich kontinuierlich weiterentwickelnden Albums mit Skalen-sprengenden Samples und honigsüßen Hooklines, das mit Hilfe der Knöpfchendreher-Skills von Dan Carey (The Kills, Franz Ferdinand, Hot Chip) und Dave McCracken (Depeche Mode, Beyoncé, AFI) allmählich Gestalt annahm.

Die Dschungeltrommeln und vielschichtigen Vocals des Songs „White Nights“ künden von der Suche nach Frieden und einem Gefühl des Zuhauseseins im Chaos einer Stadt, die niemals schläft. “There’s a restlessness in me/Keeps me up ’till the dawn/There is no silence/I will keep following the sirens”, singt sie gleichsam in Anspielung auf den Lärm und das Pulsieren der Stadt und die mythologischen Verführerinnen, die den einsamen Seeleuten zurufen. „Das Album soll ein Gleichgewicht zwischen der Großstadt und der Natur herstellen“, erklärt sie, „denn beides zieht mich ständig gleichzeitig in verschiedene Richtungen. Ich lebe und wachse im Auge des Sturms.“

Dieses Dualitätsprinzip kommt auch bei „Sun Of A Gun” zum Tragen, das beherzt einen Bezug von literarischen Hinweisen auf die Sonne („a symbol of the divine that we’re now afraid of”) zum emotionalen Zwielicht einer zum Scheitern verurteilten Beziehung herstellt.

Die Texte von Oh Land könnten auch aus einem Märchenbuch stammen, ihre Bilderwelten sind üppig und mitreißend, sie laden den Hörer ein, an den Rand des Kaninchenbaus zu treten und sich hinein fallen zu lassen. So funktioniert der Song „Wolf & I” einerseits als trippige, herzergreifende Ballade, andererseits aber auch als „moderne Fabel über Zweifel und Angst“, die die Geschichte einer Dreiecksliebesbeziehung zwischen einem Wolf, der Sonne und dem Mond erzählt.

Enthält ihre Musik ein stark allegorisches Element, so lässt sich ihre Herangehensweise an das Thema Performance schon fast als „spirituell“ bezeichnen. „Selbst als ich noch sehr klein war und mich über etwas geärgert habe, wusste ich, dass ich die Klappe halten muss, sobald ich hinter der Bühne bin. Die Magie des Auftritts ist mir sehr heilig.“

Der Zauber wurde allerdings zeitweise unterbrochen, als eine schlimme Rückenverletzung ihre Ballettkarriere jäh beendete und ein Arzt der jungen Dänen mitteilen musste, dass sie nie wieder tanzen können würde. „Ich war in dieser Zeit wie ein schwarzes Loch“, erklärt sie. „Die einzige Sache, die mich am Leben erhielt, war die Musik, denn ich hatte das Gefühl, dass ich durch sie immer noch tanzen konnte. Ich konnte mich hinlegen, die Augen schließen und mir Melodien vorstellen, ohne mich zu bewegen.“ Diese finstere Phase in ihrem Leben führte sie letztendlich zu der Erkenntnis, warum sie ursprünglich mit dem Tanzen angefangen hatte: Musik war das kreatives Medium, das sie sich zu Eigen machen würde.“

Diese Entdeckung manifestierte sich in Form ihres selbstproduzierten Debütalbums „Fauna“, das 2008 vom skandinavischen Produzenten/DJ Kasper Bjørke veröffentlicht wurde. Das Album enthält die ersten zehn Oh Land-Songs - großartige Klanglandschaften, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen und auch auf den Björk-LPs und Trip-Hop-Tracks nicht fehl am Platze wären, von denen sie in ihrer Jugend geradezu besessen war.

Ihre Genesung und ihr nahtloser Übergang zum Songwriting wird auch in dem neuen Stück „Break The Chain” aufgegriffen. Es ist eine ungestüme, aber hoffnungsvolle Schilderung des Oh Land’schen Weges zur Wiedererlangung des Selbstausdrucks, der sie in die Lage versetzt, all jene Ideen, die ihr Unterbewusstsein von Beginn an durchfluteten, ans Tageslicht zu bringen.

Es mag durchaus kompliziert klingen, mit all den verschiedenen Einflüsse und Patchwork-artigen Elementen in ihrer Musik zu Recht zu kommen. Doch fragt man Oh Land, so macht sie heute im Prinzip auch nichts anderes als zu jener Zeit, als sie die Klamotten ihrer Mutter „stylte“ oder jüngeren Studenten hinter dem Rücken der Lehrer neue Tanzschritte beibrachte. Sie bedient sich des Rohmaterials des künstlerischen Ausdrucks und setzt es für ihre Zwecke ein.

„Als ich jünger war, dachten wir nicht daran, uns mit Barbie-Puppen zu beschäftigen oder ein Brettspiel zu spielen“, erinnert sich Oh Land, „wir haben uns unsere eigenen Universen erschaffen. Und daran hat sich nichts geändert, außer, dass mein Publikum heutzutage nicht mehr ausschließlich aus meinen Eltern besteht.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„Wie klingt es? Wie riecht es? Wie sieht es aus? Wie fühlt es sich an? Das sind die Fragen, die ich mir stelle, wenn ich Lieder schreibe“, erklärt Sängerin und Produzentin Nanna Øland Fabricius. „Ich denke, dass die musikalische Szenerie von Oh Land ziemlich einzigartig ist. Mein Ziel ist es, unendliche Möglichkeiten zu schaffen und alle Sinne aufeinander prallen zu lassen, so dass eine ganz eigene Sprache entsteht.“

Diese mulitsensorische Herangehensweise an das Thema Songwriting war von Anfang in ihr vorhanden. Noch lange bevor Oh Land einen Namen hatte, oder etwa Lieder, verbrachte die rast- und ruhelose Nanna ihre Kindheit in einem Vorort Kopenhagens damit, Fantasie-Sprachen, Charaktere und Magazine miteinander zu verweben. Ohne es zu ahnen, entwarf sie damit bereits jene Technik, die sie Jahre später für die ästhetische Ausgestaltung des Musik- und Perfomance-Stils von Oh Land anwenden würde.

Nanna Øland Fabricius ist ein Produkt von Extremen. Auf der einen Seite prägte sie die Disziplin, den die Ausbildung an den königlichen Ballettschulen von Dänemark und Schweden mit sich brachte - auf der anderen Seite verlebte sie eine „zirkushafte“ Kindheit und Jugend in mitten einer Familie, die ausschließlich aus hochkreativen Charakteren bestand. Die einzigartigen und individuellen Talente in ihrem Umfeld prägten Oh Land und ihre Perspektive auf die Welt.

Das Element der Performance nahm von jeher einen großen Raum in ihrem Leben ein. Ob nun die Gestaltung von Textilien (eine Kunst, die sie von ihrer Schwester erlernte), der Operngesang ihrer Mutter oder das Spielen von Kirchenorgeln, das ihr Vater ihr beibrachte – die Mischung aller Einflüsse fand seinen Weg in den facettenreichen Stil von Oh Land, der sich allerdings auch heute noch ständig weiter entwickelt.

Die Musik Oh Land ist das Ergebnis einer ungemein stimulierenden Kindheit. Nanna Øland Fabricius schuf sich eine Soundlandschaft, in der sie heute genau so konsequent und vorbehaltlos träumt wie sie früher das Tanztraining betrieb. Bei ihren Auftritten konfrontiert sie das Publikum gleichermaßen mit klanglichen und visuellen Elementen, die von Drumpads über Omnichord bis hin zu selbst gemachten Projektionen auf Luftballons reichen. „Meine Musik soll wie eine Mischung aus 2050 und etwas sehr Klassischem klingen - als wenn man einen Fremden trifft, der einem wie ein alter Freund vorkommt“, erklärt sie.

Songwriting besteht für Oh Land nicht nur aus der Kreation von Melodien, die gemeinsame Erfahrungen aufgreifen; ihre Musik beinhaltet auch das Klicken, Piepsen und Surren der verwendeten Maschinen, das sanfte, menschliche Zupfen der Saiten ihrer Instrumente und kunstfertig aufeinander geschichtete Gesangsharmonien. Es ist der dualen Qualität ihrer Musik (= menschlich und dennoch jenseitig) zu verdanken, dass einige Plattenfirmen (darunter das Sony Music Label „Epic“) die extrem individuelle, hochtalentierte und zielstrebige Künstlerin spätestens nach ihrem Showcase beim SXSW-Festival 2009 auf dem Zettel hatten. Der Auftritt war der Abschluss einer kurzen US-Tour, die Oh Land selbst auf die Beine gestellt hatte.
Anfang 2010 zog Oh Land nach Brooklyn, um die jüngsten Kapitel ihrer turbulenten Geschichte zu schreiben: die Entstehung eines sich kontinuierlich weiterentwickelnden Albums mit Skalen-sprengenden Samples und honigsüßen Hooklines, das mit Hilfe der Knöpfchendreher-Skills von Dan Carey (The Kills, Franz Ferdinand, Hot Chip) und Dave McCracken (Depeche Mode, Beyoncé, AFI) allmählich Gestalt annahm.

Die Dschungeltrommeln und vielschichtigen Vocals des Songs „White Nights“ künden von der Suche nach Frieden und einem Gefühl des Zuhauseseins im Chaos einer Stadt, die niemals schläft. “There’s a restlessness in me/Keeps me up ’till the dawn/There is no silence/I will keep following the sirens”, singt sie gleichsam in Anspielung auf den Lärm und das Pulsieren der Stadt und die mythologischen Verführerinnen, die den einsamen Seeleuten zurufen. „Das Album soll ein Gleichgewicht zwischen der Großstadt und der Natur herstellen“, erklärt sie, „denn beides zieht mich ständig gleichzeitig in verschiedene Richtungen. Ich lebe und wachse im Auge des Sturms.“

Dieses Dualitätsprinzip kommt auch bei „Sun Of A Gun” zum Tragen, das beherzt einen Bezug von literarischen Hinweisen auf die Sonne („a symbol of the divine that we’re now afraid of”) zum emotionalen Zwielicht einer zum Scheitern verurteilten Beziehung herstellt.

Die Texte von Oh Land könnten auch aus einem Märchenbuch stammen, ihre Bilderwelten sind üppig und mitreißend, sie laden den Hörer ein, an den Rand des Kaninchenbaus zu treten und sich hinein fallen zu lassen. So funktioniert der Song „Wolf & I” einerseits als trippige, herzergreifende Ballade, andererseits aber auch als „moderne Fabel über Zweifel und Angst“, die die Geschichte einer Dreiecksliebesbeziehung zwischen einem Wolf, der Sonne und dem Mond erzählt.

Enthält ihre Musik ein stark allegorisches Element, so lässt sich ihre Herangehensweise an das Thema Performance schon fast als „spirituell“ bezeichnen. „Selbst als ich noch sehr klein war und mich über etwas geärgert habe, wusste ich, dass ich die Klappe halten muss, sobald ich hinter der Bühne bin. Die Magie des Auftritts ist mir sehr heilig.“

Der Zauber wurde allerdings zeitweise unterbrochen, als eine schlimme Rückenverletzung ihre Ballettkarriere jäh beendete und ein Arzt der jungen Dänen mitteilen musste, dass sie nie wieder tanzen können würde. „Ich war in dieser Zeit wie ein schwarzes Loch“, erklärt sie. „Die einzige Sache, die mich am Leben erhielt, war die Musik, denn ich hatte das Gefühl, dass ich durch sie immer noch tanzen konnte. Ich konnte mich hinlegen, die Augen schließen und mir Melodien vorstellen, ohne mich zu bewegen.“ Diese finstere Phase in ihrem Leben führte sie letztendlich zu der Erkenntnis, warum sie ursprünglich mit dem Tanzen angefangen hatte: Musik war das kreatives Medium, das sie sich zu Eigen machen würde.“

Diese Entdeckung manifestierte sich in Form ihres selbstproduzierten Debütalbums „Fauna“, das 2008 vom skandinavischen Produzenten/DJ Kasper Bjørke veröffentlicht wurde. Das Album enthält die ersten zehn Oh Land-Songs - großartige Klanglandschaften, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen und auch auf den Björk-LPs und Trip-Hop-Tracks nicht fehl am Platze wären, von denen sie in ihrer Jugend geradezu besessen war.

Ihre Genesung und ihr nahtloser Übergang zum Songwriting wird auch in dem neuen Stück „Break The Chain” aufgegriffen. Es ist eine ungestüme, aber hoffnungsvolle Schilderung des Oh Land’schen Weges zur Wiedererlangung des Selbstausdrucks, der sie in die Lage versetzt, all jene Ideen, die ihr Unterbewusstsein von Beginn an durchfluteten, ans Tageslicht zu bringen.

Es mag durchaus kompliziert klingen, mit all den verschiedenen Einflüsse und Patchwork-artigen Elementen in ihrer Musik zu Recht zu kommen. Doch fragt man Oh Land, so macht sie heute im Prinzip auch nichts anderes als zu jener Zeit, als sie die Klamotten ihrer Mutter „stylte“ oder jüngeren Studenten hinter dem Rücken der Lehrer neue Tanzschritte beibrachte. Sie bedient sich des Rohmaterials des künstlerischen Ausdrucks und setzt es für ihre Zwecke ein.

„Als ich jünger war, dachten wir nicht daran, uns mit Barbie-Puppen zu beschäftigen oder ein Brettspiel zu spielen“, erinnert sich Oh Land, „wir haben uns unsere eigenen Universen erschaffen. Und daran hat sich nichts geändert, außer, dass mein Publikum heutzutage nicht mehr ausschließlich aus meinen Eltern besteht.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite