Den Shins könnte es bei ihrem Namen leider leicht passieren, dass sie von Vielen in die Liste der vielen Bands der letzten Jahre, deren Name mit "The" anfängt und mit "s" aufhört, eingereiht und abgehakt werden, das haben sie aber ÜBERHAUPT NICHT verdient!
Seit ich diese Platte vor einigen Tagen gekauft habe, höre ich eigentlich fast nichts anderes mehr, mittlerweile haben sie bei mir Belle & Sebastians "Dear Catastrophe Waitress" als Dauergast auf meinem Plattenteller (jawoll, bei dieser Art von Musik bin ich Vinylfetischist!) abgelöst.
Hier und da liest man, dass die Shins stark von irgendwelchen 60's-Vorbildern beeinflusst seien, was sicherlich stimmt, auch mir fielen mit etwas Nachdenken einige Namen ein, woran mich das erinnert, und dann denke ich aber wieder:
Alles Quatsch, dazu klingt diese Band viel zu unverkrampft und eigenständig, die Shins bauen psychedelische Effekte so gekonnt sparsam und akzentuiert in ihre hervorragenden Songs ein, dass es ein wahrer Genuss ist und mich ein bisschen -wenn es denn eines Vergleichs aus neuerer Zeit bedarf- an die High Llamas erinnert, die an so etwas -wenn auch noch etwas ausladender- ähnlich herangehen.
Leider kenne ich die neue Platte "Chutes Too Narrow" noch nicht, die womöglich noch besser ist, werde dies aber, so wie's aussieht, schleunigst nachholen!
Und wieder einmal frage ich mich, warum die beste Musik -inmitten der gemeinsam von Musikindustrie und -journalismus marktschreierisch angepriesenen und mit Nachdruck auf den Markt gepushten Bands, die leider nur allzuoft zweit- oder drittklassig sind- oft völlig untergeht.
Ich wünsche es dieser Band jedenfalls, dass sie mit ihrer zweiten Platte hoffentlich die ihnen angemessene Publicity erhalten.