Dieser Film kann sehr bewegen. Moses, der in der Krise befindliche Leiter eines afroamerikanischen professionellen Gospelchors gerät durch einen Unfall, den die frustrierte Hausfrau Hannah verursacht hat, ins Krankenhaus eines dänischen Nests. Hannah und ihre beste Freundin überreden Moses, in der Zeit seiner gesundheitsbedingten Reiseunfähigkeit, ihren lokalen Minichor zu leiten. Das bringt einige Dinge ins rollen ...
Was mich an dem Film sehr berührt, ist dass die Macht der Stimme einen schönen natürlichen Raum einnimmt. In einer Szene stehen die Chormitglieder mit Moses am Bahndamm und lassen ihren Emotionen über die Stimme freien Lauf. Mit jedem Mal, wo die Stimme Raum bekommt, bekommen auch die echten vitalen Impulse in den Hauptpersonen mehr Kraft und beginnen, sich ins Leben zu wagen. Mit christlichem Dogma hat "Oh Happy Day" nichts am Hut, auch wenn sich vieles in Kirchen abspielt und in etlichen Songtexten Jesus vorkommt. Das ist einfach nur die im Film genutzte Form des Gesangs, um die Emotionen in Gang zu bringen ...
Natürlich kommt auch in Sachen Liebe und Leidenschaft einiges in Gang, was die Handlung dann weiter vorantreibt.
Der Soundtrack von Popaltmeister Rick Astley und die auf liebenswerte Details und schräge Wendungen abonnierte Regie von Hella Joof lassen dieses dänische Filmjuwel zu einem herzerwärmenden Genuß für jeden singbegeisterten Menschen (und denen, die es durch diesen Film erst werden) geraten.