Auf der Suche nach einem Geschenk bin ich auf diese Neuerscheinung gestoßen. Gekauft, gelesen in einem Rutsch. Nun werde ich es gelesen mit einer Widmung verschenken.
Dieses Buch ist eine sehr offene und persönlich berührende Schilderung eines Soldatenlebens in über 20 Jahren NVA und lässt dabei die familiäre Situation immer mit erahnen. Ich habe so viele Gleichnisse gefunden. Die Belastungen durch die ständigen Umzüge, Schulwechsel, die ständige Arbeitssuche unserer Mütter, aber auch der Stolz auf die Arbeit von Vati. Und dennoch eine schöne Kindheit und Jugendzeit gehabt zu haben, erzogen zu Disziplin und Fleiß, Respekt vor der Arbeit anderer. Das finde ich bestätigt bei Soldatenkindern, die ich noch aus meiner eigenen Jugend kenne und immer wieder neu kennen lerne.
Mit der Abwicklung der NVA kehrte sich das Bild um, da waren es unsere Väter die zum ersten Mal neu anfangen mussten, bei Null. Und wieder war es die Familie mit den oft nun erwachsenen Kindern, die das sichere Hinterland bot.
Wer als Soldatenkind das Leben seiner Eltern verstehen will, der sollte dieses Buch weiter verschenken und auch gemeinsam lesen. Es lässt begreifen, warum immer der Beruf des Vaters an erster Stelle stand und leistet eine stille Abbitte an die Lieben, die auch noch heute da sind.
Es ist so ein bewegendes Resümee eines langen beruflichen Abschnittes der in die Geschichte der DDR gehört.
Und damit ist es ein Zeitzeugnis gegen das Vergessen. Die DDR hat nur wenige Generationen erlebt. Wir waren damals Pioniere und Fdj ler, Studenten. Unsere Kinder heute kennen das alles nur noch vom Erzählen. Ich gebe diese Buch auch an meine Kinder weiter, es erzählt ja vom Großvater. Es verbindet die ganze Familie.