Eine Herzogin eines Operettenlandes , Protagonistin einer Geschichte, die Opern als Muster von Glaubwürdigkeit erscheinen lässt. Sie verguckt sich in den Soldaten Fritz,versucht diesen zu ködern,klappt aber nicht.Für den Soldaten das happy-end, für die Grossherzogin eher eine Niederlage.
Was soll so eine Geschichte ? Unterhaltung. Es ist Ironie pur. Dazu, die immer zündende Musik von Offenbach- da ist die Geschichte fast egal.
Erst einmal, wie Minkowsky Offenbach dirigiert, ist diese grosse Klasse. So schmissig, dass es zu einem Riesen-Spass wird. Unterstützt wird er von seinen fabelhaften Musiker, den musicien du louvre.
Dann : Felicity Lott- was für eine begnadete Komödiantin ! Schon, wie sie französisch spricht, ist reine Ironie. Dann Gestik und Minenspiel- zB in der Verführungsscene, in der sie versucht, den sehr begriffs-stutzigen Fritz zu umgarnen. Schlicht hinreissend, wie sie dies darstellt- grosse Kunst.
Beuron und Piau glänzen mit schönen Stimmen.
Die Inscenierung ist aufwendig.
Insgesamt beste Unterhaltung. Das kann Operette heute noch leisten !