Rezension
(...) Das neue Album des sechsköpfigen Clubkollektivs wagt alles und - um es gleich vorwegzunehmen - gewinnt. (...) Es ist der bisher größte Wurf der Jazzanova-Crew: Sie bauen perfekte Startbahnen für die Höhenflüge ihrer Gastsänger (...) Lange her, daß das Kollektiv eigenem Bekenntnis nach "ohne eine Ahnung von Moll oder Dur auf den Keyboards rumprügelte". Nun aber scheinen Jazzanova die Speerspitze einer ganzen Bewegung zu bilden. (...) Dafür stehen auch die Jazzanova Gastvokalisten Ben Westbeech, José James und Dwele. Sie holen die Zärtlichkeit, die molligen Zwischentöne in die Musik zurück, die einem im aktuellen Rhythm'n Blues so oft fehlen. --
Spex, Nov/Dez 2008 (Auszug)Ein altes Sprichwort besagt, dass "viele K�che den Brei verderben". Jazzanova zeigen nun schon seit rund zehn Jahren, dass bei ihnen ganz genau das Gegenteil der Fall ist. J�ngster Beweis daf�r ist das zweite Album des einst als DJ- und Produzentenkollektiv gestarteten Sextetts, f�r dessen Produktion die Berliner noch eine illustre internationale Schar von "K�chenhelfern" ins Studio einluden. Gemeinsam mit ihren prominenten G�sten und einer Vielzahl weiterer Musikern haben die sechs K�pfe von Jazzanova ein traumhaftes Soul-Album angerichtet, das einerseits in den Kl�ngen und Grooves der fr�hen 70er Jahre schwelgt, andererseits aber nicht weniger in der der zeitgen�ssischen Dancefloor-Musik verankert ist.Gleich dreimal setzt sich der aus Detroit stammende Paul Randolph auf "Of All The Things" eindrucksvoll in Szene: zun�cht mit dem souligen Ohrwurm "Let Me Show Ya" (der ersten Single-Auskopplung des Albums), dann in dem mit einem flotten Latin-Beat unterlegten "Lucky Girl" und schlie�lich mit dem balladesken "Dial A Clich�". Phonte Coleman (von Little Brother) gl�nzt in der slicken, ein wenig an Earth, Wind & Fire erinnernden Funk-Nummer "Look What You're Doin' To Me" erst als S�nger und sp�ter in "So Far From Home" als agiler Rapper. Motown-Legende Leon Ware liefert im Duett mit Dwele ein relaxtes Remake seines einst mit Marcos Valle geschriebenen Klassikers "Rockin' You Eternally" (�brigens die einzige Komposition des gesamten Albums, die nicht aus Jazzanovas Feder flo�). Ein absolutes Highlight ist ganz sicher auch die jazzige Ballade "Little Bird", mit der Crooner Jos� James nachhaltig unterstreicht, dass er ein w�rdiger Nachfolger von Ikonen wie Gil Scott-Heron und Terry Callier ist. Thief-S�nger und Songwriter Sascha Gottschalk wiederum brilliert in einer verspielten Pop-Nummer ("Lie"), die wie ein verlorengegangener Track vom Beatles-Klassiker "Magical Mystery Tour" klingt. Und brasilianische Vibes steuern S�nger Pedro Martins (Da Lata) und die Veteranen der brasilianischen Fusion-Band Azymuth zu diesem Album bei.Setzte Jazzanova bei seinem Deb�talbum "In Between" vor sechs Jahren noch massiv auf Samples und Programmierung, so wurde diesmal fast ausschlie�lich mit live eingespielten Instrumenten gearbeitet. Das DJ- und Produzentenkollektiv Jazzanova hat sich zu einer richtigen Band gemausert. In den USA wird "Of All The Things" bereits enthusiastisch gefeiert. Im All Music Guide meinte Kritiker John Bush gar: "one of the best soul albums of the era (or any other)". --
pure.deWer Tracks macht wie Jazzanova, muss Lieder schreiben können. Dabei tut das sechsköpfige Clubkollektiv ja nicht so gewaltig groß, obwohl sie es eigentlich mit breiter und vor Stolz geschwollener Brust könnten. Ihre Tracks oder Remixe befinden sich schließlich in den Plattenkoffern der größten DJ's. Trotzdem scheinen sie immer lieber ihre Musik für sich sprechen zu lassen. Und die sagt auch beim neuen Album "Of All The Things" wieder eine ganze Menge. Wenn nicht noch mehr! Man sagt's ja nicht so oft, aber diese Platte ist ein großes Werk. Das liegt natürlich nicht nur daran, dass die Songs top und die Gästeliste (u.a. Soul-Legende Leon Ware) exquisite sind; es ist mehr, nämlich, dass die ganze Platte so zeitlos groovig, funky und dope ist und ein so ein gutes Gefühl macht. Wie bei einer sanften Droge, welche im Kopf langsam eine wunderbare Zeitreise auslöst, geht's ab durch die Musikgeschichte: Jazz, Funk, Soul, The Sound Of Philadelphia, Pop, Singer/Songwriter, HipHop... Beatles, Sly Stone, Stevie Wonder, Al Green, Marvin Gaye, Curtis Mayfield etc. sie alle scheinen auf geradezu wundersame und wunderbare Art Brüder im Geiste dieser Platte gewesen zu sein. Ein Album, das selbst in etlichen Jahren, nichts von seiner Perfektion und Frische verloren haben wird. --
Intro, 22. November 2008
Produktbeschreibungen
FEATURING AZYMUTH, JOE DUKIE, DWELE & LEON WARE Features collabs with artists phonte, paul randolph, ben westbeech, jose james and many more. Great easy listening moods to lay back and relax to