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Odyssee Ilias [Gebundene Ausgabe]

Homer , Johann Heinrich Voß
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 776 Seiten
  • Verlag: Patmos; Auflage: 1 (15. Juni 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491961025
  • ISBN-13: 978-3491961029
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13,2 x 6,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 417.835 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kurzbeschreibung



Die "Urromane" der Menschheit: Ilias und Odyssee


Homers Heldensagen vom Kampf um Troja, von den Irrfahrten und der Heimkehr des Odysseus, vom Zorn des Achill: von Kampf und Abenteuer, Sieg und Untergang, Liebe und Hass, Mythos und historische Wirklichkeit. In meisterhafter Übertragung von Johann Heinrich Voss.Die beiden großen Epen Homers bezeichnen nicht nur den glanzvollen Beginn des europäischen Epos, sondern der abendländischen, ja der Weltliteratur überhaupt. Sie sind die "Urromane" des Abendlandes. In Homers Heldengesängen vom Kampf um Troja und von den Irrfahrten und der Heimkehr des Odysseus scheinen alle Motive und Triebkräfte der Menschheitsdichtung beispielhaft vorgebildet zu sein. Homers Werk ist Anfang und Vollendung zugleich.

Über den Autor

Homer ist der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike. Er lebte vermutlich gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. in den von Griechen kolonisierten Gebieten Kleinasiens und gilt als Schöpfer der ältesten Werke der abendländischen Literatur: der Ilias, der Odyssee und der Homerischen Hymnen. Schon in der Antike wurde über Homers Person und Herkunft diskutiert: Smyrna, Athen, Ithaka, Pylos, Kolophon, Argos und Chios beanspruchten, als sein Geburtsort zu gelten. Über sein Leben ist wenig Genaues bekannt. Die ersten sicheren literarischen Zeugen sind Pindar, Heraklit und Simonides. Wahrscheinlich zog er als fahrender Sänger (Rhapsode) von Hof zu Hof und trug seine Lieder und epischen Dichtungen dem adligen Publikum vor. Armut und Blindheit werden ihm zugeschrieben, seine Teilnahme am Sängerkrieg in Chalkis und sein Tod auf Ios bleiben Vermutung.

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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schöne Wiederbegegnung mit Hexametern, 4. November 2007
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Vorgesehen war es ja nicht, mich nach Jahren wieder einmal in die Odyssee zu vertiefen. Aber da ich mich beruflich mit dieser antiken Heldensaga beschäftigen musste, suchte ich eben in der Buchhandlung nach einer ungekürzten Ausgabe, die zudem keine prosaischen Veränderungen enthalten durfte. Die Empfehlung der kundigen Verkäuferin gebe ich nun in der Form einer Amazon-Rezension gerne weiter. Dabei verzichte ich allerdings auf inhaltliche Bemerkungen, gehe ich doch davon aus, dass allfällige Interessenten Odysseus weder für einen Badezusatz, noch für eine neue Luxuslimousine halten.

Mein Anliegen ist es, potenziellen Käufern die Angst vor einer Hexameter-Übersetzung zu nehmen. Die Lektüre ist viel einfacher, als mich schulische Erinnerungen erwarten liessen. Offenbar hatte mein Lehrer damals zu Recht so für Heinrich Voss geschwärmt. Klar kenne ich auch die Schwab'sche Fassung, aber wieder Mal mit Versen in Berührung zu kommen, war bei solcher Sprachleistung einfach schön.

Mein Fazit: Wer nicht eine der zahlreichen Prosaübersetzungen lesen will, kommt um die Hexameter-Version um Heinrich Voss kaum herum. Mir machte die Lektüre Spass. Schön, wenn meine Empfehlung dazu beiträgt, auch anderen die Befürchtung zu nehmen, Verse zu lesen, sei zwingend öde, schwierig und langweilig.
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46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Keine Angst vorm Hexameter!, 6. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Odyssee Ilias (Gebundene Ausgabe)
Odysseus, der Listenreiche, der große Filou, das erste und größte Schlitzohr der Weltliteratur -- in der Odyssee geht es vor allem um ihn; außerdem -- und das ist einem oft kaum bewusst -- trägt Homer hier auch viele Ereignisse aus dem Trojanischen Krieg mit, die in der Ilias nur angedeutet werden. Vor allem jedoch geht es um Odysseus' Irrfahrten und Abenteuer.
Wer die Odyssee bislang nur aus "für die Jugend bearbeitet[en]" Fassungen kennt, der wird sich erstmal wundern: Homer beginnt sein Epos nicht mit dem Anfang. Nach einer Art Vorspiel auf dem Olymp erfährt man: Odysseus ist glücklich bei den Phäaken gelandet, seine Heimat Ithaka ist nicht mehr weit. Am Hof der Phäakenkönigs erzählt er seine Abenteuer; die meisten Leser werden sich erinnern: Die Blendung des Polyphem, die Fahrt zwischen Scylla und Charybdis, die Sirenen und Kirke... und noch vieles mehr, das man nicht mehr so genau in Erinnerung hat. Eingeschoben sind Passagen, in denen es um seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemach geht. Schließlich segelt Odysseus nach Ithaka weiter, doch einfach machen ihm die Götter die Heimkehr nicht. Erst muss er noch der vielen Freier Herr werden, die seit Jahren Penelope belagern...
Wie man sieht, greift bereits der erste Epiker der europäischen Literatur zu ausgefuchsten Mitteln, um seine Geschichte noch spannender zu machen, als sie es ohnehin schon ist. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Ilias geht es in der Odyssee nicht um Heldentaten. Nicht der Kraftmeier Polyphem siegt, sondern der Fuchs Odysseus. Schon die Einleitung der Odyssee ist geprägt von List und Witz -- ja, richtig gelesen: Witz! -- Die olympischen Götter beraten über das weitere Schicksal des Odysseus, der noch immer nicht heimgekehrt ist, und nach dem Willen seines göttlichen Erzfeindes Poseidon würde er das auch nie tun. Nun ist aber Poseidon auf Dienstreise (er nimmt ein Opfer im entfernten Äthiopien entgegen), also können seine Kollegen ihm eins auswischen... Auch die List, mit der Polyphem besiegt wird ("Mein Name ist Niemand" -- "Niemand hat mich beraubt! Niemand hat mich geblendet!"), ist viel zu schön, als dass man sie den Linguisten überlassen dürfte, denen sie als hilfreiches Beispiel zur Erklärung mancher komplizierter Sachverhalte dient. Und warum wohl verwandelt Kirke die Männer in Schweine? (Hehehe)
Die Odyssee ist x-mal übersetzt worden, und zweifellos gibt es zahlreiche gelungene Prosa-Übersetzungen. Trotzdem empfehle ich die Hexameter-Übersetzung von Voss. Und das nicht nur, weil ein Epos auch von seinem Rhythmus lebt, den keine noch so gelungene Prosa ersetzen kann. Sondern auch, weil Voss die Sprache fast wie einen Pinsel benutzt, er malt mit Worten, und viele seiner "Bilder" setzen sich für immer im Gedächtnis fest. Sei es die "rossenährende Argolis" oder die "rosenfingrige Eos" (Eos war die Göttin der Morgenröte), sei es noch so viel anderes. Und man lasse sich nicht von der auf den ersten Blick ein wenig fremd wirkenden Versform einschüchtern. Man leist sich schneller ein, als man denkt! Nach einer Stunde Voss-Lektüre redet man selber in Hexametern, wenn man nicht aufpasst.
Es könnte also durchaus sein, dass man abends zu lesen anfängt, und aufhört, wenn Eos mit Rosenfingern den irrenden Leser in die Gegenwart zurückholt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Die Homer-Krankheit Voss, 27. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Ilias · Odyssee (Taschenbuch)
Die Homerübersetzung von Voss (18. Jahrhundert) hat Geschichte geschrieben. Sie ist die erste, von der man zur damaligen Zeit sagen konnte, die Übersetzung des Hexameters sei gelungen. Eine historische Leistung in der deutschen Literaturgeschichte!

Vom heutigen Standpunkt aus befriedigt natürlich Voss in keiner Weise. Über 200 Jahre an Forschung sind darüber hinweggerollt. Also ist die Übersetzung an vielen Stellen einfach falsch. Die Sprache schmeckt nach Goethezeit und ist ungeeignet uns eine Idee von Homers Sprache zu vermitteln.

Warum die Herausgeber noch immer auf Voss' Übersetzung zurückgreifen, mag mit Bequemlichkeit zu tun haben: Die Rechte sind abgelaufen - und sie hat einen guten Ruf. Jedenfalls ist Voss' Übersetzung nur was für Literaturhistoriker.

Wollen Sie Homer kennenlernen und sind nicht an Voss interessiert, greifen Sie zu einer anderen Übersetzung. Z.b. zu der von Thassilo von Scheffer.
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