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Odyssee
 
 
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Odyssee [Taschenbuch]

Homer , Roland Hampe
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 454 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 315000280X
  • ISBN-13: 978-3150002803
  • Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 9,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.308 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Hörbuch-Rezension

Homers Odyssee, verfasst im späten 8. Jahrhundert vor Christus, zählt zu den ganz ‚großen’ Klassikern der Weltliteratur, zu denen, die jeder kennt, kaum einer jedoch gelesen hat. Der Stoff ist Kulturgut allerersten Ranges, und die Bezüge sind gewaltig. Neben dem Lesen bietet sich in diesem Fall das Hörbuch als echte Alternative an. Vielleicht entspricht das Hören dem ursprünglichen Charakter dieser Literatur sogar besser. In dem wunderbaren Vortrag von Thomas Holtzmann jedenfalls, einer Lifeaufnahme aus den Münchner Kammerspielen von 1996, gewinnt der Text eindeutig durch die Lesung. Holtzmann, der begnadete Erzähler und Sprachmagier entführt uns hier in die bunte Welt der Abenteuer des listenreichen Odysseus. Ein großes Plus der Produktion sind die ausführlichen und hilfreichen Booklets mit Inhaltsangaben, Personenverzeichnis und einem Beitrag über die Wirkungsgeschichte.

Ohne Zweifel ist die altertümlich anmutende, in Hexametern verfasste Sprache des Übersetzers Johann Heinrich Voß aus dem Ende des 18. Jahrhunderts gewöhnungsbedürftig, verlangt Aufmerksamkeit und Interesse. Aber Holtzmann gelingt mit seiner Stimme, dem Schauplatz der Irrfahrten und Gefahren, dem Universum aus Göttern, Ungeheuern, Nymphen und Riesen Leben einzuhauchen. Der 1927 in München geborene Schauspieler gehört zu den ganz Großen des deutschen Theaters, spielte aber auch Film- und Fernsehrollen. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde er u. a. mit dem „Fritz-Kortner-Preis“ (1989) und dem großen „Bundesverdienstkreuz“ (1992) ausgezeichnet. Das Fremdartige des Tons verwandelt seine Stimme in für unsere Ohren „Hörbares“. Egal, ob er von der Zauberin Kirke, die alle in Schweine verwandelt, oder dem einäugigen Polyphemos, berichtet, ob er von dem gefährlichen Gesang der Sirenen oder von der Nymphe Kalypso, die Odysseus liebt, erzählt -- das ganze Arsenal der Bewährungsproben nimmt jetzt Gestalt an. Und, obwohl alles mehr oder minder bekannt ist, sind wir gespannt, wie es uns weitererzählt wird.

Die Figur des Odysseus, der sich vor allem durch List, Intelligenz, Gewandtheit, aber auch durch Attraktivität und selbstverständlich Mut auszeichnet, wird in Holtzmanns Lesung greifbar. Langsam entsteht das Bild eines Helden, der zwanzig Jahre warten musste, bis er aus dem Trojanischen Krieg zurück in die Heimat nach Ithaka, zu Frau und Sohn, kommen durfte, eines Helden, der auch mit dem Wort umgehen kann -- einen großen Part im Epos nimmt seine rückblickende Erzählung bei den Phäaken ein -- und der sich im Spannungsfeld zwischen feindlich gesinnten Göttern, der Schutzgöttin Athene, seiner Familie und der geliebten Ehefrau positionieren muss.

Fazit: Die Stimme Holtzmanns ist hier ein großartiger Vermittler, sie macht wieder auf die Odyssee aufmerksam und setzt eine neue Konfrontation mit diesem Stück Weltliteratur in Gang. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Klangs, die fünf Stunden werden zu einem Hörgenuss.

Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 423 Minuten, 6 CD. Produktion Münchner Kammerspiele, 1996. Mit umfangreichem Booklet. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Pressestimmen

"Hier ist (mit dem Übersetzer Roland Hampe) ein Fachmann hohen Ranges am Werke, ein Spezialist, der als Archäologe wissenschaftlich Wertvolles zum Verständnis der homerischen Dichtung beigetragen hat und nun, aus seiner präzisen Kenntnis der Ding- und Sachwelt jener Zeit, auch die poetische Welt von damals neu nahe zu bringen vermag." -- Die Zeit "Bewundernswert erscheint, dass unter den Händen Roland Hampes kein akademisch-trockenes oder gar schulmeisterlich-pedantisches Produkt entstanden ist. Es sind Übersetzungen, die sich flüssig lesen: einfach im Ausdruck, wo der homerische Ausdruck einfach ist, kantig, wo Homer kantig formuliert, füllig, wo auch Homers Sprache füllig ist. (...) Kein Zweifel: hier liegt die Standardübersetzung Homers für die nächste Zeit vor." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Einleitungssatz
Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes, Welcher so weit geirrt nach der heiligen Troja Zerstörung, Vieler Menschen Städte gesehn und Sitte gelernt hat Und auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet, Seine Seele zu retten und seiner Freunde Zurückkunft. Lesen Sie die erste Seite
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Die CD enthält nicht den vollständigen Text der Odyssee, einige Gesänge wurden redaktionell gekürzt, aber die ganze Geschichte wird erzählt, und zwar in der Voss'schen Übersetzung (Zeitgenosse Goethes) und somit ist die Sprache wunderbar, aber man muss sich etwas reinhören.
Die Geschichte besteht aus etwa 3 CD, in denen die "Fahrten" des Odysseus erzählt werden mit den bekannten Monstern wie Skylla unf Charibdis, dem Zyklopen Polyphem etc. etc. die zweiten 3 CD enthalten die Schilderung von Odysseus' Heimkehr nach Ithaka und seinen Kampf mit den Freiern und die letzte CD seine Ankunft nach dem Kampf und wie er seine Frau Penelope und seinen Vater Laertes wiedertrifft. Die ersten 3 CD sind gut, aber der Teil in Ithaka ist rührend, bewegend, heldenhaft. Dieser Teil lässt einen verstehen, weshalb das Buch seit 2500 Jahren tradiert wird.
Die Vortragsart von (ich glaube) Burgschauspieler Thomas Holzmann ist perfekt. Eigenwillige, aber schöne Stimme, langsamer und guter Vortrag, der auch zum wiederholten Hören gefällt
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Keine Angst vorm Hexameter! 24. September 2007
Von weiser111
Format:Taschenbuch
(Bezieht sich auf die "Odyssee" in der Übersetzung von Johann Voss)

Odysseus, der Listenreiche, der große Filou, das erste und größte Schlitzohr der Weltliteratur -- in der Odyssee geht es vor allem um ihn; außerdem -- und das ist einem oft kaum bewusst -- teilt Homer hier auch viele Ereignisse aus dem Trojanischen Krieg mit, die in der Ilias nur angedeutet werden. Vor allem jedoch geht es um Odysseus' Irrfahrten und Abenteuer.

Wer die Odyssee bislang nur aus "für die Jugend bearbeitet[en]" Fassungen kennt, der wird sich erstmal wundern: Homer beginnt sein Epos nicht mit dem Anfang. Nach einer Art Vorspiel auf dem Olymp erfährt man: Odysseus ist glücklich bei den Phäaken gelandet, seine Heimat Ithaka ist nicht mehr weit. Am Hof der Phäakenkönigs erzählt er seine Abenteuer; die meisten Leser werden sich erinnern: Die Blendung des Polyphem, die Fahrt zwischen Scylla und Charybdis, die Sirenen und Kirke... und noch vieles mehr, das man nicht mehr so genau in Erinnerung hat. Eingeschoben sind Passagen, in denen es um seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemach geht. Schließlich segelt Odysseus nach Ithaka weiter, doch einfach machen ihm die Götter die Heimkehr nicht. Erst muss er noch der vielen Freier Herr werden, die seit Jahren Penelope belagern... Ein Finale furioso gewissermaßen.

Wie man sieht, greift bereits der erste Epiker der europäischen Literatur zu ausgefuchsten Mitteln, um seine Geschichte noch spannender zu machen, als sie es ohnehin schon ist. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Ilias geht es in der Odyssee nicht um Heldentaten. Nicht der Kraftmeier Polyphem siegt, sondern der Fuchs Odysseus. Schon die Einleitung der Odyssee ist geprägt von List und Witz -- ja, richtig gelesen: Witz! -- Die olympischen Götter beraten über das weitere Schicksal des Odysseus, der noch immer nicht heimgekehrt ist, und nach dem Willen seines göttlichen Erzfeindes Poseidon würde er das auch nie tun. Nun ist aber Poseidon auf Dienstreise (er nimmt ein Opfer im entfernten Äthiopien entgegen), also können seine Kollegen ihm eins auswischen... Auch die List, mit der Polyphem besiegt wird (Odysseus: "Mein Name ist Niemand" -- Polyphem (einige Zeit später): "Niemand hat mich beraubt! Niemand hat mich geblendet!"), ist viel zu schön, als dass man sie den Linguisten überlassen dürfte, denen sie als hilfreiches Beispiel zur Erklärung mancher komplizierter Sachverhalte dient. Und warum wohl verwandelt Kirke die Männer in Schweine? (Hehehe)

Die Odyssee ist x-mal übersetzt worden, und zweifellos gibt es zahlreiche gelungene Prosa-Übersetzungen. Trotzdem empfehle ich die Hexameter-Übersetzung von Voss. Und das nicht nur, weil ein Epos auch von seinem Rhythmus lebt, den keine noch so gelungene Prosa ersetzen kann. Sondern auch, weil Voss die Sprache fast wie einen Pinsel benutzt, er malt mit Worten, und viele seiner "Bilder" setzen sich für immer im Gedächtnis fest. Sei es die "rossenährende Argolis" oder die "rosenfingrige Eos" (Eos war die Göttin der Morgenröte), sei es noch so viel anderes. Und man lasse sich nicht von der auf den ersten Blick ein wenig fremd wirkenden Versform einschüchtern. Man liest sich schneller ein, als man denkt! Nach einer Stunde Voss-Lektüre redet man selber in Hexametern, wenn man nicht aufpasst.
Es könnte also durchaus sein, dass man abends zu lesen anfängt, und aufhört, wenn Eos mit Rosenfingern den irrenden Leser in die triste Gegenwart zurückholt.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
was für's Leben ... 27. August 2006
Format:Taschenbuch
Die Odyssee ist ein Klassiker und auf den Inhalt des Buches (Die Irrfahrt von Odysseus, sein treuer Sohn und seine treue Frau) will ich auch gar nicht weiter eingehen. Bei diesem Buch hat mich besonders der schöne Gebrauch der (deutschen) Sprache beidruckt. Nie hätte ich gedacht, dass Adjektive so schön sein können.

Ich habe die Übersetzung von Roland Hampe (Reclam) gelesen, dem es erstmals gelang, die beiden altgriechischen Werke (Ilias und Odysse) detailgetreu (das heißt auch überwiegend ohne Füllwörter) in deutsche Hexameter zu übertragen (Q: wikidepia).

Als Einstieg in die altgriechische Literatur ist die Odyssee sehr zu empfehlen, da sich z.B. viel leichter lesen lässt als die Ilias und Appetit auf mehr macht.
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