2010 ist weniger die Fortsetzung des Romas 2001 als viel mehr die des Filmes. Die Mission der Discovery führte im Buch zum Saturn, und im Film zum Jupiter. Die Fortsetzung nimmt diesen Gedanken auf. Die Begründung ist einfach: Es waren die Aufnahmen der Voyager Raumsonden von den Jupitermonden, die Clarke inspirierten.
In 2010 wird das russische Schiff Leonow zum Jupiter geschickt, mit Heywood Floyd (der den Monolithen auf dem Mond sah, als dieser eine Transmission zum Jupiter sendete)und Dr. Chandra (dem Erbauer des aus dem Ruder gelaufenen Computers HAL, der die Discovery Mission sabotierte) als amerikanischen Gästen an Bord. Seine Aufgabe ist es, näheres über den Ausgang der unglücklichen Mission zu erfahren. Dazu wollen sie unter anderem HAL reaktivieren.
Dass sich diese Mission zu einem Wettrennen steigern würde, ahnte niemand. Ein weiteres Schiff ist zum Jupiter unterwegs, und ein Unglück auf dem Mond Europa führt zu einer schwergewichtigen Entdeckung.
2010 ist einer der besten Science Fiction Romane, die es gibt. Zwar erreicht er nicht ganz die epische Breite von 2001, er ist jedoch auf jeden Fall die optimale Ergänzung und wäre auch ein absolut gelungener Abschluss des Zyklus gewesen. Er ist unterhaltsam geschrieben und überrascht auch immer wieder, und es ist einfach schön, wie er das Schicksal eines Bowman, HAL, oder auch eines Dr. Floyd weiterverfolgt.