Nachdem ich mir einige Wochen zuvor einen Sansa Sandisk e250 gekauft hatte, war ich zunächst begeistert, wie gut und ansprechend MP3-Player auch ohne Apfellogo sein können und bestellte den Odys X10 i für eine Bekannte, die erst gerade erst den Einstieg in die digitale Musikwelt findet.
Daher sah ich mir das Gerät - glücklicherweise - zuvor noch einmal an, um seine Funktionen besser erklären zu können.
Ich muss sagen: Ich war schon einigermaßen geschockt, dass ein solches Wunderwerk der Technik noch heute zu einem Preis von über 30 EUR an den Mann / die Frau gebracht werden kann.
Schon der erste Eindruck nach dem Einschalten des Players ließ einiges zu Wünschen übrig.
Die Benuteroberfläche, die man zu sehen bekam, erinnerte stark an das gute alte MS-DOS, wirkte also völlig unansprechend und verwirrend. So auch die Menüführung, die ebenfalls nicht nur ausgesprochen häßlich, sondern auch noch unglaublich umständlich war.
Das Gerät würfelt die Titel eines Ordners völlig willkürlich durcheinander, was, wie man mir beim Support verriet, mit dem Chipsatz zusammen hinge, weshalb es auch kein Firmwareipdate hierfür gäbe.
Das Problem ließe sich nur beheben, indem man mit dem Programm ReOrganize! Playlists erstellt.
Nun bin ich aber kein Musik-, sondern ein Hörbuchhörer. Will ich also für jedes Hörbuch extra eine solche Liste erstellen, nur damit die Tracks in alphanumerischer Reihenfolge abgespielt werden? Sicher nicht.
Nun ist die Resumefunktion bei MP3-Playern der niedrigsten Preisklasse längst Standard, und auch ein solches Feature macht die Bedienung eines MP3-Players für Hörbuchhörer erst interessant.
Beim Odys x10 i dauert es hingegen leider immer ein paar Minuten, bis man wieder an die Stelle findet, bei der man zuletzt aufgehört hat, denn auch an Resume hat man beim Zusammenkloppen dieses Players leider nicht gedacht.
Die Liste ließe sich fortsetzen über den durchschnittlichen Sound, die billigen Plastikkopfhörer, die schwache Batterieleistung, usw. usf.
Insgesamt also eine ganz schwache Leistung. Geht sofort zurück. Für etwas über 10 EUR bekommt man etwa bei Trekstor wesentlich bessere Geräte in Bezug auf Benutzbarkeit, Menüführung und technische Umsetzung.