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Ode

Brad Mehldau Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (16. März 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Nonesuch (Warner)
  • ASIN: B0071BY1ZQ
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.459 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. M.B.
2. Ode
3. 26
4. Dream Sketch
5. Bee Blues
6. Twiggy
7. Kurt Vibe
8. Stan The Man
9. Wyatt's Eulogy For George Hanson
10. Aquaman
11. Days Of Dilbert Delaney

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Wie viele seiner Tastenkollegen findet's auch Brad Mehldau im Trio am gemütlichsten. Bass und Drums tragen die Dynamik, flankieren hier elegant, treiben dort die Crescendi zum Höhepunkt, bremsen konsequent aus - eine gleichermaßen logische wie zweckdienliche Symbiose, die Mehldau mit Larry Grenadier und Jeff Ballard seit Jahren kultiviert. Dabei ist sich das Trio auch auf "Ode" in seinem generellen Selbstverständnis weitgehend treu geblieben: Swingwalzer im Uptempo, Balladen an der ganz langen rhythmischen Leine, mit lange im Raum stehenden, sparsam gesetzten Akkorden und klug wechselndem Melodiedialog zwischen linker und rechter Hand. Der neue Mehldau ist noch einen Schritt weiter weg von der Synkope, noch eine Spur dichter an der songorietierten europäischen Konkurrenz. Dabei schlägt er auch gern mal dissonant über die Stränge - immer dann, wenn sich der rhythmische Fluss zu verselbstständigen droht, gibt's eine kleine Hallo-wach-Sekunde. Und so ganz swinglos geht's natürlich auch nicht. Das ist Brad Mehldau sich selbst, seinen Begleitern und dem Publikum einfach schuldig. (ron)

Produktbeschreibungen

DISC 11. M.B.2. ODE3. 264. DREAM SKETCH5. BEE BLUES6. TWIGGY7. KURT VIBE8. STAN THE MAN9. WYATTand#039;S EULOGY FOR GEORGE HANSON10. AQUAMAN11. DAYS OF DILBERT DELANEY

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5.0 von 5 Sternen Trio-Jazz vom Feinsten 6. Mai 2012
Von FuchsPi
Format:Audio CD
Bisher war "Day Is Done" mein Lieblingsalbum dieses wunderbaren Trios. Dies scheint mir gerade auf Platz zwei abzurutschen, je öfter ich das neue Album "Ode" anhöre. Es gibt auf diesem Album keine Lückenfüller. Die Virtuosität dieser drei Musiker zaubert einen mitreissenden Jazz. Bei aller Improvisationsfreude, werden doch die Themen der einzelnen Stücke deutlich herausgearbeitet. Meine Anspieltipps: Titelstück "Ode", das Thema erinnert sofort an "August Ending" vom Album "House On Hill". Des weiteren "Kurt Vibe" und auf jedenfall " Dream Sketch", das in seiner entschleunigten Art an Tord Gustavsen und Marcin Wasilewski erinnert, und doch ganz klar Brad Mehldau demonstriert.
Wer Trio-Jazz mag, verkauft sich mit diesem Album nicht.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr sehr schön !!! 19. März 2012
Format:Audio CD
Man kann als Jazz und Klassik-affiner Zuhörer nur froh sein, dass Brad Mehldau
Musik und CDs sprich Aufnahmen und Konzerte macht.
Leider wird das Wort "genial" so oft und vorschnell verwendet, dass unsere Sprache
an Wörtern verarmt, mit denen man ein solches Ausnahme-Musikertalent und auch diese CD beschreiben kann.

Es ist hier ein grosses Glück, dass er mit Jeff Ballard und Larry Grenadier unterwegs ist.
Jeff Ballard hat Jorge Rossi mehr als ersetzt, und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Mehldau
an seinem Trio festhält, und immer wieder dazu zurückkehrt.
Deshalb schreibt er auch in den Linernotes, dass er die Kompositionen für seine Musiker geschrieben hat,
also an ihre Inspiration denkend und vertrauend.
Was für ein Kompliment an seine Mitmusiker!!!
Mein Lieblingsstück ist momentan das für Kurt Rosenwinkel,
aber ich werde die Platte noch viele male hören und Schritt für Schritt in sie hineinschlüpfen.

10 Sterne
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Steinbruch der Inspiration 12. Mai 2012
Von Gerhard Mersmann TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Der 1970 in Florida geborene Brad Mehldau hat bereits einen langen und turbulenten Weg hinter sich. Nachdem er mit achtzehn Jahren nach New York City gegangen war und dort sein Klavierstudium intensiviert hatte, wurde die Jazzwelt bereits in den frühen neunziger Jahren auf ihn aufmerksam, als er zusammen mit Joshua Redman, der, genauso jung, aber ausgestattet mit dem Signet seines Vaters Dewey, tourte und erfolgreich war. Das Brad Mehldau Trio wurde seine eigene Formation und es steht seit geraumer Zeit für den singulären Zugang Mehldaus zum Jazz. Zusammen mit dem Schlagzeuger Jeff Ballard und dem Bassisten Larry Grenadier nahm das Trio in den letzten Jahren verschiedene Live-Alben auf. Ode ist seit langer Zeit die erste Studio-Konzeption.

Laut Brad Mehldau handelt es sich dabei um Kompositionen, die ihm immer mal wieder eingingen, vor allem in Form von Hommagen an existierende oder fiktive Personen. Niederschlag finden die Oden an reale Personen auf der CD bei den Stücken M.B., d.i. der Ausnahmesaxofonist Micheal Brecker, der mehr als ein Jahrzehnt jenseits aller Trends als state of the art galt, Wyatt's Eulogy for George Hanson, einem Charakter aus Easy Rider und Kurt Vibe, als Referenz an den Gitarristen Kurt Ronsenwinkel.

Mit dem Titel Ode greift Mehldau, man könnte sagen, wie soll es auch anders sein, ein spirituelles Genre aus der europäischen Klassik auf, um wieder einmal auf seinen Bezug zu diesem Erbe zu verweisen. Denn dass die europäische Klassik Mehldau und seine Spielweise geprägt hat, steht außer Zweifel. Und dass es ihm gelingt, die wesentlichen Techniken und mentalen Zugänge, die der Klassik entsprechen, in die Sauerstoffsphären des amerikanischen Jazz zu transportieren, verdankt er zum einen den kongenialen Avancen seiner Mitspieler Ballard und Grenadier und zum anderen seinem eigenen transatlantischen Erbgut, das vor allem der binären Intuition eines Oscar Peterson entspringt.

Bei Ode handelt es sich um eine sehr variantenreiche Sammlung von Einzelstücken, die sich allesamt erstklassig und auf hohem Niveau bewegen. M.B., das erste Stück, vollbringt das quasi Unmögliche, indem das Trio Tunes und Melodielinien intoniert, die aus Tales from the Hudson, dem wohl besten und wirkungsvollsten Album Micheal Breckers entstammen könnten. Und was kann eine Ode besser vollbringen, als die Sehnsucht nach einem Einsatz Breckers mit dem Tenor zu erzeugen. In Ode selbst dominiert das klassische Framing, das nur leicht verfälscht wird durch die beschwingte Leichtigkeit der amerikanischen Interpretation, 26 ist eine rhythmische Referenz an den Bebob, die akzentuiert ist durch das Einschieben von Akkorden, die an Duke Ellington erinnern und sich so gar nicht an den Hochgeschwindigkeitsexzessen vergangener Tage berauschen und auch bei Twiggy wird man das Gefühl nicht los, sich in einer Brecker-Komposition zu bewegen.

Bei Ode handelt es sich um ein Werk der Extravaganz, das intensiv mit unterschiedlichen Aspekten lockt, die man erst bei immer wieder unternommenen Hörversuchen entdeckt. Es ist ein Album, das man sich nicht leid hören kann. Ein Steinbruch der Inspiration.
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