Yeasayers zweiter Streich "Odd Blood" schlägt beim Hörer ein wie die sprichwörtliche Bombe. Mit Ihrem undefinierbarem Genremix aus Elektropop, Folk und Electronica wandeln die drei Brooklyner mit Leichtigkeit in den höchsten Sphären der Songschreiberkunst. Dabei beeindruckt vor allem der Hang zu ganz großen Melodien die aber so noch nie gehört wurden. Die Instrumentalisierung von "Odd Blood" darf sich wohl zu Recht als die ungewöhnlichste im Pop-Universum nennen. Es schnarrt, kratzt, piept, fluppt, quitscht und grummelt. Ein schieres Gewitter aus Tönen die sich doch ohne Mühe dem großartigen Gesang unterordnen und gemeinsam ein Album dahin musizieren, dass die ganz großen Vergleiche nicht scheuen muss. Für mich schon jetzt eines, wenn nicht DAS Beste Album 2010.
Süchtig wird man am schnellsten mit "Madder Red", "O.N.E." und "Strange Reunions".
...und wer Yeasayer doch unbedingt einordnen muss, nehme die hübsche Genrebezeichung "Bombast Pop" wörtlich