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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Darauf haben die Fans gewartet!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Da haben wir es ja: „Octavarium". Ein Titel der mir schon beim bloßen hören das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Es ist eigentlich immer so, dass man als fan einer Band wie dumm auf Neuerscheinungen wartet. Gerade Dream Theater haben da ja in den letzten Jahren für sehr viel Wirbel gesorgt. Man bedenke nur mal die gute aber untypische „Six Degrees Of Inner Turbulence" (CD1) oder „Train Of Thought" Härte, oder aber das kitschige Gesamtwerk der zweiten CD von „Six Degrees Of Inner Turbulence". Etwas neues muss her und das kriegt man ein weiteres Mal in Form von „Octavarium". Alle Songs im Überblick:„The Root Of All Evil" folgt dem thematischen, und auch musikalischen Konzepten der Songs „The Glass Prison" und „This Dying Soul". Letzteres wird auch einmal im Song zitiert. Gleich am Anfang geben die Jungs um Petrucci alles: Portnoy drescht auf die Drums, dass es nur so kracht, Myung hat ein paar erstklassige Passagen am Start und Petrucci ist wie immer eigentlich unschlagbar. LaBries Stimme ist dem Song deutlich besser abgepasst als bei den zwei Vorgängern. „The Answer Lies Within" ist die Ballade des Albums und meiner Meinung nach die beste seit dem Album „Scenes From A Memory". Aufgelockert wird der Song deutlich, wenn man so will, durch den leichten orchestralen Bombast. „These Walls" ist wohl DER Ohrwurm des Albums. Eins ist jedenfalls klar: wenn DT versuchen Bombast einzubauen, gelingt das grundsätzlich. Besonderes Lob gilt in diesem eher verklärten leicht melancholisch angehauchten Song deutlich Rudess und seinem Keyboard, aber auch James LaBrie der so gut singt wie selten zuvor. Besonders bei der sich stetig aufbauenden Bridge, die in einem wohlschmeckenden Brei aus den Zutaten Petrucci, Rudess und vor allem Portnoy endet, ist Gänsehautstimmung garantiert. Könnte einer der Songs werden, der mal zu den Dream Theater Klassikern gehören wird. Der nächste Song ist „I Walk Beside You" und reiht sich in Werken wie „Innocence Faded" oder „You Not Me" ein, schlägt aber vor allem zweitgenanntes mühelos. Eine Nummer, die auch locker als Single erscheinen könnte, doch Dream Theater wären nicht Dream Theater, wenn man nicht etwas mehr als Radiokost erwarten dürfte. Besonders Jordan Rudess gibt dem Song kurz vor den Refrains einen sehr schönen Touch und John Petrucci versteht es grandios mit seinem Gitarrenspiel hervorzustechen, selbst wenn ein anderes Instrument oder James LaBrie im Vordergrund ist. Insgesamt eine, für Dream Theater eher untypische, radiotaugliche Nummer. „Panic Attack" fängt mit Myungs bass an und mündet im brachialen Gewitter der Portnoy Drums. Hört man diesen Song, weiß man, dass Dream Theater ein Gleichgewicht aus ihren traditionellen Alben und „Train Of Thought" gefunden haben. „Panic Attack" ist eines der technischsten Lieder des Albums, dominiert von Myungs Bass, pfeilschnellen Drums und einem selten so aggressiv gehörten John Petrucci. Immer wieder drängelt sich Rudess in den Song ein, bombardiert den Hörer mit schnellen Keyboardpassagen. Und, was ganz schön ist, es gibt ein superbes Petrucci Solo. Insgesamt eines der wutentbranntesten, verrücktesten Werke des Traumtheaters. „Never Enough" beginnt mit einem gedämpften Bass bevor Petrucci und Portnoy einsteigen. Rudess und eine leicht verzerrte LaBrie Stimme folgen. Der Song gewinnt mit der zeit immer mehr Dramatik bevor er nach dem Refrain wieder von der Gitarre und den Drums auf den Boden der Tatsachen geholt wird. „Never Enough" ist eine weitere Up-Tempo Nummer, allerdings nicht so hämmernd wie „Panic Attack". LaBrie nervt ein bisschen, aber das verschmerzt man spätestens bei dem bombastischen Gitarrensolo. „Sacrified Sons" beginnt ähnlich wie damals „The Great Debate" mit einigen Stimmfetzen, während sich im Hintergrund langsam etwas anbahnt. Doch statt dem erwarteten Ausbrauch von Portnoy oder Petrucci, beginnt alles recht ruhig und balladesk mit Rudess und LaBrie. Eine Spannung liegt deutlich in der Luft, die man spüren kann. Wow, so was können echt nur Dream Theater. Und tatsächlich: Myung zupft hart am Bass und zusammen mit Petrucci lassen sie den zweiten Teil des Songs schon ganz anders aussehen. Auch Portnoy wird etwas winder, während Rudess kaum noch und LaBrie gar nicht mehr zum Zuge kommt. Dann setzt auch wieder das Orchester ein und treibt „Sacrificed Sons" in Höhen wie wir sie von Dream Theater erwarten. So was hat man zuletzt auf „Scenes From A Memory" hören dürfen. Am Ende kommt noch mal James LaBrie zum Zuge und treibt zusammen mit dem orchester und dem gesamten Team den bereits gehörten „ersten teil" des Songs zum Ende. Ein episches Werk, großartig! Mit dem 23:59 Minuten langem „Octavarium" kommt nun der Longtrack. Mal vorneweg: ein zweites „A Change Of Seasons" darf man nicht erwarte, aber auch glücklicherweise kein „Six Degrees Of Inner Turbulence" (CD 2), auch wenn „Octavarium" oftmals an die Overture jenen Albums erinnert. Zu sagen gibt es hier eigentlich nur: ein musikalisches Abenteuer, das trotz seiner Länge und der Tatsache von Dream Theater zu sein, flott ins Gedächtnis geht, kurzweilig und eingängig ist. Das fängt beim psychedelischem, fast schon floydisch-elegischem, Gitarrenintro an, endet irgendwann in einem Mix aus saugeiler Instrumentbeherrschung und Orchester, und bringt zwischendurch auch mal ein „Scenes From A Memory" Zitat, nämlich aus „The Dance Of Eternity". Insgesamt ist der Song zwar facettenreich, doch es überwiegen deutlich die balladesken Aspekte. Das passt LaBrie natürlich gut, ist er doch eher für die ruhigen Töne geeignet. Es ist fast schon so, als wollen DT ihren perfekten Song schaffen und keine Risiken eingehen. Das ist ihnen gut gelungen, aber ob das hier perfekt ist, sei mal dahingestellt (ich finde nicht). Dennoch ist „Octavarium" ein Song, der mich am Ende aus dem Sofa gehauen hat und mir die Worte „Ja, „meine" Dream Theater sind wieder da!!!" entlockte. Ein ganz besonderes Hörerlebnis. Für Dream Theater Fans ist dieses Werk eh Pflicht. Zu schön um wahrzusein: weder Fans der ersten Stunde noch „Train Of Thought"-Neulinge werden hier enttäuscht werden. Doch dass mich keiner versteht: „Octavarium" ist kein zweites „Images And Words" oder „Awake". „Octavarium" ist „Octavarium" und reiht sich mit Eigenständigkeit, Modernität. Innovationen und dennoch bestehender Dream Theater Tradition in die Reihe ihrer Meisterwerke ein. Schon jetzt das Album 2005 für mich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dream Theater legen wieder mal ne Schippe drauf! :-),
Von
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Dream Theater können selbst mit ihrem 7. Studioalbum ("A change of Seasons" nicht mitgerechnet) noch überraschen!Seit dem Einstieg von Jordan Rudess scheint die Band keine schlechten Songs mehr schreiben zu können. Waren auf älteren Alben hier und da ein paar Ausfälle zu verzeichnen, befindet sich die Band seit "Scenes from a memory" auf einem kreativen Höhenflug. Einzig "Six degress of inner turbulence" klang etwas unausgewogen. Man muss aber dazu sagen, dass man bei einer Bewertung eines DT-Outputs immer nur die Band selbst als Gradmesser nehmen kann, denn DT schweben als "Übermacht" über der Prog-Rock-Szene und sind mit keiner anderen Band vergleichbar. Nach "Train of thought", welches für mich eine Offenbahrung war und in Punkto Härtegrad das wohl kompromissloseste Werk der Bandgeschichte darstellt, habe ich mich in der Tat gefragt, wie DT das noch toppen wollen... Wie eingangs bereits erwähnt, haben DT auf "Octavarium" einen neuen Weg eingeschlagen. Die Veränderungen sind jedoch nicht gravierend, sondern fein dosiert und an den richtigen Stellen plaziert. "Octavarium" ist insgesamt etwas ruhiger als der Vorgänger, aber wenn es zur Sache geht, dann genauso fett wie auf "Train of thought"! DT trauen sich auf dem neuen Album was. Die Songs sind insgesamt sehr orchestral und klingen teilweise fast schon nach einem Musical. Mit "The answer lies within" haben DT auch wieder eine Ballade am Start, die so schnörkellos ist, dass die Herren sich beim Einspielen selbiger bestimmt etwas gelangweilt haben... ;-) Aber warum müssen die Prog-Rock-Götter immer komplizierte Songs schreiben? Dass sie sich spieltechnisch auf höchstem Niveau bewegen, zeigen DT auf dem Rest der Platte zur Genüge. Insofern ist ein "schlichter" Song eine sehr willkommene Abwechslung. "I walk beside you" könnte glatt in die Charts einsteigen. Dieser Song hätte genauso auch auf "Falling into infinity" vertreten sein können. Der absolute Oberhammer ist jedoch das Titelstück "Octavarium". Eine Songlänge von 24 Minuten verspricht Einiges und der Hörer wird auch nicht enttäuscht. Anfangs hört man ganz offensichtlich Pink Floyd und später sogar Anleihen von Queen heraus! Das Ganze klingt jedoch nie aufgesetzt oder fehl am Platz. Selbst Zitate aus früheren DT-Werken sind über das Album verteilt. Für mich haben DT mit "Octavarium" all meine Erwartungen übertroffen. Die Scheibe klingt wie aus einem Guss und ist trotz einer Gesamtspielzeit von 75 Minuten leider viel zu schnell vorbei. Diese Band hat noch lange nicht fertig! :-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nach wie vor in einer ganz eigenen Liga!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Jedes DT-Album ist anders und mit jedem neuen Album begeben sich die New Yorker Ausnahmekönner Stück für Stück auf neues musikalisches Terrain. "Octavarium" bildet hier keine Ausnahme und verzichtet erneut darauf, ein Aufguss früherer Erfolgswerke wie "Images and Words" oder "Scenes from a Memory" zu sein - gut so! Eingängie Songperlen wie "I walk beside you" (WDR2-tauglich, irgendwie an U2 angelehnt) oder das sanfte "The Answer lies within" duellieren sich förmlich mit Metalkrachern der Sorte "Panic Attack" oder "Never enough". Das ganze hat einen orchestralen Touch und ist bewußt mit nicht ganz so vielen Spielerein versehen, als dies beim doch durchweg recht metallisch geprägten Vorgängerwerk "Train of Thought" der Fall war. Positiv fällt zudem die speziell auf diesem Album außergewöhnliche Gesangsleistung von James LaBrie auf, der die Variablität seiner Stimme perfekt auslotet. Seit "Images and Words" hat - trotz aller Klasse - kein DT-Album mehr so frisch und abwechslungsreich geklungen wie "Octavarium". Perfekt und vielleicht auch der Einstieg für Hörer anspruchsvoller Rockmusik, denen Dream Theater bisher zu technisch oder zu sperrig waren.
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