Nach dem Riesenerfolg von "Nightflight to Venus" (mehr als ein Jahr in den europäischen Charts) war die Fangemeinde gespannt auf das neue Album, das 1979 im September nach langen Studio-Sessions mit etlichen Studiogästen herauskam. Eruptiop-Sängerin Precious Wilson plante eine Solo-Karriere und sollte als neues Mitglied eintreten. Überraschend neu waren die Einsätze von Blasinstrumenten wie Flöte, Trumpete, Tromboe, Saxophon, Oboen und Bratschen.
- "Gotta go home" zeigt in den Drums die karribischen Wurzeln, von der Melodie und Tanzbarkeit einer der besten Titel der Gruppe überhaupt.
- "El Lute" ist eine Ballade über soziale Ungerechtigkeit und Freiheit mit Panflöte. Die beiden erstgenannten Songs kamen als Single heraus. "El Lute" stand kurze Zeit an der Sptze der deutschen Hits, genau wie "Fernando" (Abba) ein paar Jahre davor.
-"Bye Bye Bluebird", ist ein Disco-Titel mit der tiefen Stimme von Frank Farian und Saxophonen. Bobby Farrell war sauer, daß Frank Farian ihn nur live singen lies und auf LP-Produktionen seine Stimme übernahm, verlangte nach mehr Gesangsparts.
- "Bahama Mama" ist (nicht gerade der beste) ein Track über die Heiratspläne einer Frau mit 6 Töchtern, Goldkelchen Liz Mitchell hat die Solostimme.
"I'm Born Again" war eine weitere Single und auch Maxi Single. Kam auf Platz 7 in Deutschland.
-"Hold on Coming" ist überraschend von der Solostimme (sexy-)Precions Wilson getragen, die zur gleichen Zeit den Song in Eigenregie als Hit veröffentlicht hatte.
"Two Of Us" - Liz Mitchell singt einen wenig bekannten Beatles-Track
- "Ribbons Of Blue", eine Ballade, erschien auf der B-Seite von "Hooray" in 4 Minuten, hier leider nur mit 2 Minuten.
- "Oceans of Fantasy" klingt nach Earth-Wind and Fire, evtl. wäre es besser gewesen, Liz singen zu lassen statt Frank Farian.
- "No More Chain Gang" gefällt mir mit "El Lute" am besten. Bezwingende Vocals und schwerer, vielschichtige Drum/Percussionsound, der etwas an "Rasputin" erinnert, dazu ein mächtiges Gitarrenriff. Totaler Stimmungswechsel.
-"I'm Born Again" ist ein ruhiger Track, kam auf Platz 7 in den deutschen Charts
- "Time To Lose" mit Marcia Barrett im Vordergrund handelt über deren Mann.
"The Calendar Song" ist ein populärer traditioneller Track aus Südafrika, dessen attraktive Instrumentierung im Gegensatz zu einem banalen Text steht (die Monatsnamen werden aufgesagt).
Das Album kam damals mit Poster heraus, auch als Picture-Disk. und erreichte in der BRD die Spitzenposition der LP-Charts, zum letzten Mal, was nicht heißen soll, das die LPs/Cds der Gruppe in den Achtzigern schlecht waren, im Gegenteil.
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