Nachdem bereits das Debütalbum "Celestial" auf eindrucksvolle Weise bewies, welch Potenzial diese Band, um Mastermind Aaron Turner, besitzt, legen Isis mit "Oceanic" ihr bisheriges Meisterwerk ab.
Bereits mit den ersten Takten des Openers "The Beginning and the End" setzen Isis die Marschrichtung fest; brachialste Riffs fliessen über in minutenlange ambientartige Melodiepassagen.
Doch man spürt förmlich das wiederkehrende Unheil kommen, urplötzlich wandelt sich die noch eben genossene Ruhe in einen tobenden Sturm, welcher mit ungemeiner Kraft über die mit Spannung lauschenden Gehörgänge hinwegfegt. Dazu der angsteinflössende, markerschütterne Gesang, der scheinbar jedwedig zuvor aufgekommene Hoffnung im Keim zu ersticken vermag. Und unverzüglich wird dem Hörer bewusst, Teilhaber an etwas Einzigartigem gewesen zu sein.
Spätestens bei "Carry", dem vielleicht schönstem Song des Albums, wird den Emotionen freier Lauf gelassen. Ein todtrauriger, aber trotz alledem, oder gerade deswegen, hoffnungsspendender Song, der zeigt, wie intensiv Musik sein kann.
Gut eine Stunde später findet man sich als ausgebranntes Wrack wieder, aber wie von selbst greift die Hand unverzüglich zur Plattennadel über, um das Horrorszenario von vorne beginnen (The Beginning and the End) zu lassen.
Isis zeigen mit diesem Album, wie harte, emotional aufwühlende Musik im Jahre 2002 zu klingen hat.
Am besten Nachts, allein im Dunkeln hören !!!