Was wurde nicht damals und auch heute an Eloy herumkritisiert. Über den Gesang hat man gemotzt, die Musik wäre eine Pink Floyd-Kopie, sie wäre nichtssagend, leer und kitschig usw.. O.k., auch ich finde den Gesang und die Aussprache von Frank Bornemann nicht toll. Aber Frank ist Eloy und Eloy ist Frank. Das eine geht nicht ohne das andere, das ist nunmal so. Was mir aber an der Gruppe und insbesondere an "Ocean" immer sehr gut gefallen hat, man bekommt hier das volle Keyboard-Brett. Detlev Schmidtchen spielt Hammond Orgel, Mini Moog, Synthesizers, Mellotron, Keyboard Computer noch und nöcher, genial.
Es geht los mit `Poseidon`s creation`. 11.42 Minuten lang und sicher einer der besten Songs der Gruppe. Ein ganz tolles Intro über mehrere Minuten, steigert sich dann immer mehr um in ein Sounds- und Keyboard-Overkill zu münden. Dazu auch wirklich gute Gitarrenakzente und Jürgen Rosenthal, der die Texte geschrieben hat, ist ein starker Drummer.
`Incarnation of logos` und `Decay of logos` sind zwei gute Songs, der eine etwas ruhiger, der andere etwas rockiger.
Und dann kommt das Bombast-Stück überhaupt `Atlantis agony at June 5th...`. 15.38 Minuten lang, legt die Band alles in den Song was geht. Keyboards, Gitarren, Drums, Geräusche und, und, und. Die Gruppe schreibt selber, dass alle lästigen Nebengeräusche pure Absicht sind. Er (der Song) handelt vom Untergang von Atlantis. Ich finde die Story sehr gelungen, der Song ist es ganz sicher.
1977 erschienen, dürfte "Ocean" ihr erfolgreichstes Album sein und vielleicht auch ihr bestes. Ich liebe es jedenfalls. Eloy ist Kult und "Ocean" auch, 5 Sterne.