Bereits aus dem Inhaltsabriss geht hervor, dass dieses Buch wie auch die gesamte Reihe "Die besten Rezepte" sozusagen zweisprachig ausgelegt ist, das heißt, voneinander abweichende bundesdeutsche und österreichische Begriffe werden parallel verwendet. Auch die Rezepte kommen den Vorlieben beider Länder entgegen.
Der Begriff "Kuchen" wurde für das Buch großzügig ausgelegt, daher finden sich unter den vorgestellten Backwaren auch Plunder, Törtchen und Muffins. Zahlreiche der präsentierten Gebäcke sehen sehr apart aus, ob als Ganzes oder auch im Anschnitt wie zum Beispiel die Heidelbeer-Cremeschnitten, in denen die Heidelbeeren scheinbar schweben. Wer einen attraktiven Kaffeetisch liebt, wird hier viele schöne Anregungen bekommen.
Zum Einsatz kommen gelegentlich auch Fertigprodukte, zum Beispiel Plunder-, Blätter- oder Strudelteig, wenn die Herstellung in der heimischen Küche zu aufwändig wäre.
Die Rezepte sind klassisch aufgebaut. In der äußeren Spalte sind die Zutaten aufgelistet, getrennt nach Einsatzgebiet, sprich: Teig und Füllung oder Vergleichbarem, die breitere innere Spalte enthält unter den Rubriken "Vorbereitung" und "Zubereitung" Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mit denen auch weniger versierte Kuchenfans gut zurechtkommen. Die Zubereitungszeit, gegebenenfalls auch die Wartezeit ist angegeben.
Etwas klein wirkt die Schriftgröße. Wenn man in einer typischen mäßig ausgeleuchteten Küche schnell einmal einen Arbeitsschritt nachsehen möchte, kann das mühsam werden.
Jedem Rezept steht eine Seite zur Verfügung, in einigen Fällen eine Doppelseite. Zu jedem Rezept gibt es mindestens ein Foto in akzeptabler Größe und von sehr guter Qualität, bisweilen auch Abbildungen mehrerer Arbeitsschritte oder -stufen.
Dank der vielseitigen, attraktiven Auswahl, der praxisorientierten, klaren Darstellung und der insgesamt guten Aufmachung hat dieses Buch Kuchenbäckern, ob erfahren oder nicht, viel Interessantes zu bieten. Nur die Qual der Wahl könnte gelegentlich zum Problem werden.