Antony Pays Interpretation des berühmten Klarinetenkonzerts stellt m.E. alle anderen Aufnahmen in den Schatten - Sabine Meyers zahlreiche Einspielungen inbegriffen. Pay spielt auf einer Bassettklarinette, dem Nachbau eines Instrumentes, wie Mozart es gekannt hat - und damit nicht die heute weit verbreitete, bearbeitete Fassung aus dem 19. Jahrhundert. Sein Ton ist dabei präzise, abwechslungsreich und voll, und seine diffenrenzierte Phrasierung erweckt Details zum Leben, die in anderen, kitschigeren Fassungen gar nicht wahrzunehmen sind. Die "Academy of Ancient Music" unter Christopher Hogwood spielt mit nicht ganz so viel Ideenreichtum und Feuer, was aber nur einer kleinr Wermutstropfen angesichts der ansonsten großartigen Interpretation sein kann, die andere Aufnahmen schlicht langweilig erscheinen lässt. Dringende Hörempfehlung für alle Mozart-Liebhaber!