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Obliquity: Die Kunst des Umwegs oder Wie man am besten sein Ziel erreicht
 
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Obliquity: Die Kunst des Umwegs oder Wie man am besten sein Ziel erreicht [Taschenbuch]

John Kay , Franka Reinhart
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248300
  • ISBN-13: 978-3423248303
  • Originaltitel: Obliquity. Why Our Goals Are Best Achieved Indirectly (Profile Books 2010)
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.126 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Kay legt keine Selbsthilfeliteratur vor, sondern bietet die Grundlage für selbstständiges Weiterdenken.«
Mechthild Herzog, Märkische Allgemeine 2. April 2011



»Seit Jahren überschwemmen Lifestyle- und Managementratgeber den Buchmarkt. Jetzt sollen wir also in der Wirtschaft wie im Privaten auch noch einen Umweg machen, um unser Leben in den Griff zu bekommen? Doch John Kays Buch über die Kunst des Umwegs ist alles andere als ein weiteres nutzloses Produkt. Der frühere Oxford-Professor hat tatsächlich erstaunliche Erkenntnisse zu bieten ... Kay, der auch als Unternehmensberater gearbeitet hat, geißelt das Konzept des 'Business Reengineering', das er beinahe mit Lenins und Pol Pots Überzeugungen gleichsetzt, man müsse einen Plan, der in einem einzelnen Kopf gereift sei, eins zu eins umsetzen und könne daher alles Bisherige, Erfahrungen und historische Entwicklung über Bord werfen ... Dabei zieht Kay Figuren der Zeitgeschichte heran, den Schriftsteller Jorge Luis Borges ebenso wie den Philosophen Isaiah Berlin. Den 'Großen Krummen' erwähnt er nicht. Der hatte Peer Gynt in Ibsens Drama geraten, nicht geradeaus zu gehen, sondern einen Umweg zu machen - aus Bequemlichkeit. Ist das eine Gegenbeispiel zu Kays Thesen? Keineswegs. Denn einen Umweg zu machen bedeutet nicht, die Zeit zu vertrödeln, wie Peer es tut. Kay ist ein schöner Erfolgsratgeber gelungen.«
Ulrich Brömmling, Süddeutsche Zeitung 9. April 2011



»'Durchwursteln' ist eigentlich ein negativ besetzter Begriff. Übersetzt man ihn mit 'obliquity' ins Englische, klingt er gleich viel besser. Mit Fakten und Beispielen unterlegt wird er sogar zum Erfolgsrezept für Manager und Unternehmen, die bislang noch dachten, dass der kürzeste Weg zum Ziel auch der beste sei. Dass dem nicht so ist, legt dieses Buch überzeugend dar.«
Eco SF 1 23. Mai 2011



»Glück und Erfolg sind selten auf direktem Weg zu erreichen. Management-Professor John Kay zeigt, warum ein Umweg oft die bessere Wahl ist.«
Marc Mair-Noack, Saldo Juni 2011



»Die These: Viele Ziele erreicht man leichter, wenn man die Kunst des Umwegs beherrscht. Dieser überaus sympathische Ansatz wird mit allerhand Beispielen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Philosophie, Soziologie u. v. m. belegt. Wer also ein bisschen Futter braucht, um die eigene Lebensplanung zu rechtfertigen, dem sei dieses Buch durchaus ans Herz gelegt ...«
K-Magazin, München Juni 2011



»John Kay gehört unumstritten zu den führenden zeitgenössischen Ökonomen Großbritanniens. In seinem jüngsten Buch verknüpft er Wissenswertes aus verschiedenen Fachrichtungen ..., zeigt auf, dass es oft besser ist, einen Umweg zu gehen, wenn man etwas Bestimmtes erreichen will.«
Hamburger Morgenpost 6. Juli 2011



»In Kays Verständnis entstehen Geschäftssinn und unternehmerischer Erfolg durch weitgehend fehlerfreies Navigieren durch die Unsicherheiten der Märkte und Interpretationen der Kunden, Mitarbeiter und Partner. Trotz Unkenntnis darüber, was am Ende genau steht, und trotz ungenauer Kenntnisse des tatsächlichen späteren Weges. Und erfolgreiche Lösungen sind in einer komplexen Umwelt nur indirekt zu finden, weil die Welt größer ist, als wir sie denken können ... Das Buch ist locker geschrieben, gut strukturiert und voller nachvollziehbarer Beispiele. Es stellt komplizierte Zusammenhänge in einfacher und leicht verständlicher Form dar. Der Autor verliert sich nicht in privaten Anekdoten oder wahrheitspredigend in Schilderungen seiner persönlichen Beobachtungen. Er bemüht sich klug darum, sparsam mit eigener Wertung zu sein. So fühle ich mich nie bevormundet, sondern bei der Lektüre angeregt zum Weiterdenken.«
Ralf J. von Einem, www.zeitzuleben.de 9. August 2011



»Das Buch ist locker geschrieben, gut strukturiert und voller nachvollziehbarer Beispiele. Es stellt komplizierte Zusammenhänge in einfacher und leicht evrständlicher Form dar.«
zeitzuleben.de 10.08.2011



»Der Nutzen des Buches liegt vor allem darin, gängige, starre Denkmuster der westlichen (Business-)Welt zu hinterfragen und alternative Lösungswege anzuregen.«
Makr Hübner-Weinhold, Hamburger Abendblatt 10. September 2011



»Das Wort Obliquity bedeutet Schräge, auch Verirrung. Bei Kay steht es jedoch für indirekte Vorgehensweisen. Denn für gerade Wege, so sein Credo, ist die Welt zu komplex, und einfache,gradlinige Maßnahmen eignen sich nicht zur Lösung komplizierter Probleme ... das Buch präsentiert unerwartete Erkenntnisse und eröffnet neue Sichtweisen. Kurz: Es regt zum Denken an.«
Ingrid Glomp, Psychologie heute November 2011



»Der Wissenschaftler und ehemalige Leiter einer Unternehmensberatung fasst seine Erfahrungen mit britischem Humor zusammen ... hinterfragt den Nutzen von Vorhersagbarkeitsmodellen in Politik und Wirtschaft ... verknüpft Wissenswertes aus verschiedenen Fachrichtungen wie Wirtschaft, Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft und Psychologie.«
Staatsanzeiger für Baden-Württemberg 18. November 2011



»Mit trockenem britischen Humor erläutert er unter anderem, warum die glücklichsten Menschen gar nicht unbedingt nach Glück streben und warum es geradezu schiefgehen muss, wenn ein Unternehmen stur auf die Gewinnmaximierung seiner Aktionäre fixiert ist ... Überhaupt sind es die flott erzählten und zu einer stringenten Argumentation verknüpften Anekdoten aus Wirtschaft, Politik und Geschichte, die das Buch lesenswert machen.«
Die Rheinpfalz 5. Dezember 2011

Kurzbeschreibung

John Kay gehört unumstritten zu den führenden zeitgenössischen Ökonomen Großbritanniens. Er war als Professor für Management in Oxford tätig, hat eine Gastprofessur an der London School of Economics und ist Direktor des Institute for Fiscal Studies, einem renommierten britischen Think Tank. In zahlreichen Büchern und Veröffentlichungen, unter anderem regelmäßig in der Financial Times, gibt John Kay lesenswerte und unterhaltsame Einblicke in sein Know-how.

In seinem jüngsten Buch "Obliquity" verknüpft John Kay Wissenswertes aus verschiedenen Fachrichtungen wie Wirtschaft, Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft und Psychologie. Schon der Titel „Obliquity“, auf Deutsch Verirrung oder auch Umweg, verrät, wovon das Buch handelt. John Kay zeigt auf, dass es oft besser ist, einen Umweg zu gehen, wenn man etwas Bestimmtes erreichen will. So paradox es klingt, viele Ziele erreicht man leichter, wenn man die Kunst des Umwegs beherrscht. Damit propagiert er in "Obliquity" eine Vorgehensweise, die bisherigen Erfolgskonzepten in unserer kapitalistisch orientierten Marktwirtschaft entgegensteht.

„Obliquity“ thematisiert die zentrale Frage: Wie kommt man am besten ans Ziel? Von A über B bis Z oder womöglich doch besser von R über A, also auf einem Umweg? Im richtigen Leben ist das regelmäßig so, in der Welt der Planungen, Strategien und Modelle, ob in der Wirtschaft oder in der Politik, kommen solche Umwege nicht vor. Da bevorzugt man den direkten Weg. Aus dieser Welt kommt John Kay und stellt dieses Konzept in "Obliquity" grundlegend in Frage, für die Wirtschaft, aber auch für andere Bereiche, anhand von zahlreichen aktuellen Beispielen aus dem internationalen Business, der Stadtplanung, dem Fußballmanagement oder auch dem Bekämpfen von Waldbränden. Er befasst sich damit, wie es kommt, dass die glücklichsten Menschen gar nicht nach Glück streben, dass die profitablesten Unternehmen nicht nur am Profit orientiert sind, dass die reichsten Leute nicht nur auf Geld aus sind, und entwickelt eine neue »Theorie für alles«, den Tipping Point für eine neue Dekade. Er tut das in einem lockeren Stil, mit trockenem englischem Humor.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Konstruiert 10. März 2011
Meine Eindrücke decken sich in weiten Teilen mit denen eines englischen Rezensenten auf amazon.uk. (Ozzy D.)
Das Buch ist zwar unterhaltsam geschrieben, nur kommt es über das Anekdotenhafte nicht hinaus. Die Beispiele, die Kay für seine "Theorie des Umwegs" anführt, wirken beliebig, häufig auch schlicht an den Haaren herbeigezogen. So begegnet uns John D. Rockefeller als Wohltäter, für den Geld nur Mittel, nicht aber Zweck war, ebenso wie die Umgehung der Maginot Linie durch die Deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg wie auch die Eroberung Singapurs durch die japanische Armee als gelungene Paradebeispiele des indirekten Weges dienen. Hier werden Sachverhalte wild durcheinander geworfen und theorietauglich gemacht.

Da gefallen mir einige der Klassiker des indirekten Weges weitaus besser, als da wären:

- "Die Kunst des Durchwurstelns" (Muddling through)
- "Die Wissenschaft vom Entwerfen" u. "Gesellschaftsplanung" von Herbert Simon
- Die Logotherapie Vikor E. Frankls, für den galt: Direktes Anpeilen ist kontraproduktiv.
- Die indirekte Strategie der Militärwissenschaft. (Liddell Hart)

Wie überhaupt einige Werke der fernöstlichen Philosophie, insbesondere des Taoismus oder das Buch von Sun Tzu.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anhand vieler Beispiele (z.B. US Nationalparks) verdeutlicht der Autor, dass der direkte Weg zum Ziel ein Wunsch ist, der mit der Realität oft wenig zu tun hat. Öfter mal einen Umweg gehen, lautet die Botschaft. In unserer auf Effizienz getrimmten Gesellschaft mag der Vorschlag provokant sein und vielleicht auch weitgehend ungehört bleiben - vielleicht weil wir Menschen eben doch lieber die Abkürzung als den Umweg mögen.
Aus Sicht vom Innovationsmanagement ist das Buch ein Highlight, gerade weil man oft das Ziel gar nicht genau kennt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Ziel überlegen, einen methodischen Plan erstellen, Hilfsmittel analysieren und dann den Weg Schritt für Schritt abschreiten, dass ist die klassische Art der Planung.

Insofern befremdet der Titel "Die Kunst des Umwegs" zunächst eher und bedarf dringend einer Beleuchtung. Wenn zudem ein ehemaliger Professor für Management in Harvard und späterer, erfolgreicher Unternehmensberater dass behauptet, dann lohnt es sich allerdings allemal, gründlich hinzusehen, wie ein hochgeachtetes Mitglied der streng methodisch und logisch orientierten Wissenschaft und Unternehmensberatung mitsamt seiner praktischen Erfahrungen die Quintessenz zieht, dass Umwege oft nötig sind zur Erreichung von Zielen, wenn nicht sogar die bessere Variante.

Schon im Klappentext werden einige seiner grundlegenden Beobachtungen genannt. Wie kann es sein, dass die glücklichsten Menschen gar nicht nach Glück strebten oder streben? Bergsteiger zum Beispiel gehen schwierige, belastende und, beim Abschreiten zumindest, eher anstrengende und quälende, denn glückliche Wege. Erst, wenn der Gipfel erklommen und man selbst heil wieder zurückgekehrt ist, stellt sich das tiefe Gefühl von Befriedigung ein. Auf unwegsamen Wegen wird die eigene Befriedigung erreicht, auf Umwegen eben.

John Kay stellt im Zuge dieser Beobachtungen (die er natürlich im Buch einprägsam und ausführlich genauer beleuchtet) eine Arbeitshypothese auf, die sich zur Einsicht verdichtet. Komplexe Ziele und Probleme benötigen fast grundlegend eher einen indirekten Weg, um sie umzusetzen. So, wie auch geographisch der direkteste Weg nicht immer der kürzeste ist, wenn man eventuelle Hindernisse mit betrachtet.

Also erst einmal eine andere Richtung einschlagen, Nebengleise betrachten und gehen, statt auf einer vermeintlichen Hauptstrasse nach vorne zu eilen. Die grundlegenden Erfahrungen zeigen, dass analytische Planung und methodisches, zielgerichtetes Vorgehen weitaus weniger zum Erfolg führen denn dass die Versuche versanden oder durch anderweitige Einflüsse in die Irre gehen. Oft sind Ziele nur ungenau zu beschreiben (was genau ist Glück? Für jeden einzelnen?) und Varianten des Lebens kaum vorhersehbar.
Mit diesen Erkenntnissen stellt Kay tatsächlich einige tief innewohnende, grundlegende Überzeugungen der westlichen Welt auf den Kopf. Und tut dies nicht aus der hohlen Hand, sondern in äußerst luzider und argumentativ zwingender Form. Obliquity bezeichnet dabei weniger eine 'erlernbare, logische' Methode, sondern ein alternatives Denken. Ein Denken um Ecken herum, ein Denken, dass die Komplexität des Lebens, der Ziel und mancher Probleme akzeptiert und wahrnimmt.

Die indirekte Herangehensweise, deren Effizienz Kay an vielen Beispielen gerade aus der Kunst, der Politikk und der Architektur verdeutlicht, verkompliziert eine Strategie eben nur vordergründig zu Beginn der Überlegungen, um das Problem sodann zu vereinfachen und somit handhabbarer zu gestalten. Im Kernsatz kann er so formulieren, dass die beste Lösung eines Problems eben häufig nicht die naheliegende Lösung ist. Der erfolgreiche Geschäftsmann z.B. ist in diesem System (und im Rahmen der Erfahrungen Kays) somit nicht der ständig entschlossen vorgehende 'Entscheider', sondern der, der die Potentiale seines Unternehmens unentwegt austariert und das gesamte Unternehmen somit erfolgreich durch 'nicht behebbare' Unsicherheiten navigiert.

Auf das Leben als solches übertragen führt das Buch zum Mut, in seinem eigenen Leben die Unsicherheiten ob der Komplexität der Ereignisse anzunehmen und durchaus auf eher indirekten Wegen sein Lebensschiff hindurch zu navigieren. Das Leben ist kein starres System, dass eindeutig gefasst und entschieden werden könnte, sondern ein variables System mit mannigfaltigen Unsicherheiten, die nicht kontrolliert werden können. Somit besteht der Ansatz von Kay in einem 'alternativen Denken',in dem das Leben an sich als Prozess verstanden wird, der ständige Anpassung an neue Gegebenheiten erfordert.

Ein nicht unbedingt leicht zu verstehendes Buch, trotz der einfachen Sprache, die Kays benutzt, dass hier und da den Kopf rauchen lässt, da es ein ganz anderes als das gewohnte Denken in Ursache-Wirkung Bahnen postuliert. Die Anstrengung des anderen Denkens aber lohnt sich durchaus, denn viele einsichtige Wahrheiten finden sich im Buch, die für das alternative Denkmuster nach Kay aufgeschlossen machen.
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