roteraupe.de, November 2007
Es ist Musik, die nie den Anschein macht, als ob sie es darauf anlegen würde ein großes Ganzes zu bilden, und sich lieber an der Grenze dessen aufhält, an der alles auseinander brechen zu droht. Ja, solche Musik gibt es immer wieder mal, und dennoch ist sie selten. Umso schöner ist es daher, dass Matthias Grübel alias Phon°noir mit seinem zweiten Album The Objects Don`t Need us einen besonders gelungenen Entwurf dieser Musik an den Tag gelegt hat. Die erdrückend schöne Ehrlichkeit von Naked Lunch verbindet sich mit der konzentrierten Melancholie von The Notwist und wird von eigenwilligen Brüchen und Ideen so lange belagert, bis aus den 11 Liedern ein kleines, entrückt schüchternes Meisterwerk mit dem Namen The Objects Don`t Need Us entsteht.
justmag, November 2007
Es sind immer wieder kleine Momente, die diese Platte über sich hinauswachsen lassen. Die clever arrangierten Beats, die bei Invisible At Last im Tempo variieren. Das Zusammenspiel von Akustikgitarre und Elektroelementen bei Sing Through The Wires oder das wundervolle Titelstück, dass sich als Instrumental entpuppt. Der Mensch und seine Maschine kommen hier beide zum Einsatz. Und im Gegensatz zu vielen anderen Projekten, wird hier scheinbar keine der beiden Seiten unterdrückt. Das Ergebnis klingt experimentell, teils sonderbar und überaus gut. Fazit: The objects do need us. And we need them.