Leider muss ich immer wieder feststellen, dass mit einigen Schlagwörtern geworben wird, weil sie im Moment eben "in" sind. Beim genauen Hinsehen wird man dann enttäuscht. So ist es hier mit dem Clickertraining. Es wird damit geworben, aber dann stellt sich heraus, dass die Autorin anscheinend gar nicht so recht weiß, wovon sie da spricht, weil sie z.B. nur im Zusammenhang mit dem Clicker von instrumenteller Konditionierung spricht. Dass eine solche auch in der Ausbildung ohne Clicker stattfindet, ist ihr anscheinend fremd.
Außerdem wird immer noch ein sehr großer Wert auf den Begriff "Trieb" gelegt. Für eine Autorin eines so aktuellen Buches würde ich mir wünschen, dass sie sich in der aktuellen Verhaltensbiologie auskennt und weiß, dass dieser Begriff überholt ist.
Nach der Kritik aber nun auch die guten Seiten: Die einzelnen Übungsschritte werden gut erklärt und in einer Art und Weise, wie sie dem Hund bestimmt Spaß machen. Und so viel Auswahl gibt es in der deutschsprachigen Literatur ja noch nicht.