Die einzelnen Übungen sind sehr gut erklärt. Man erfährt sehr genau was man in jeder Disziplin tun muss, wofür es Punkte gibt, worauf die Richter achten, wie man Fehler vermeiden kann. Das habe ich so detailiert noch in keinem Obedience-Buch gefunden.
Der Aufbau
Nach einigen Seiten zum Obedience allgemein und zum Reglement gibt es zwei grundlegende Kapitel über Motivation und Lernverhalten.
Die Erklärungen zum Clicker habe ich in anderen Büchern schon besser gelesen. Für den Aufbau der Übungen nach diesem Buch ist der Clicker nicht zwingend notwendig, aber es gibt immer Hinweise wenn er die beste Wahl erscheint.
Ein Kapitel widmet sich vorbereitenden Übungen, alle erscheinen mir sinnvoll (Target, Schau, Auflösen....).
Ein weiteres Kapitel behandelt das "Fundament für Obedience" - Grundstellung, Fussarbeit, Positionen, Apportieren. Für jedes wird der Aufbau beschrieben, manchmal angefangen mit Übungen im Wohnzimmer, und es gibt zahlreiche Tipps wie man Fehler vermeidet. Hin und wieder wird man auch mit dem Satz allein gelassen "achten Sie darauf dass der Hund nicht....." und dann fehlt, wie man das Problem behebt wenn es auftaucht.
Es wird aber deutlich, dass jede Übung viel, viel Zeit braucht bis sie sitzt und dass viele kleine Schritte zum Ziel führen. Kein Sport für Eilige.
Den größten Teil nehmen die Kapitel "Gruppenübungen" und "Einzelübungen" ein.
Zu jeder Übung werden zunächst die unterschiedlichen Anforderungen in den einzelnen Klassen erklärt. Was tut der Ringsteward, was Hundeführer und Hund.
Dann gibt es dazu Trainingstipps und weitere Ideen für das Training. Das ist sehr umfangreich, spätestens hier höre ich auf, das Buch von vorn bis hinten zu lesen und verwende es als Nachschlagewerk.
Fazit:
Wer schon Obedience-Prüfungen in mehreren Klassen gelaufen ist, wird das Buch vielleicht nicht brauchen.
Den Anfänger und Umsteiger erschlägt vielleicht die Fülle an Übungen, aber es wird kaum eine seiner Fragen an den Sport offen bleiben.