Unter drei großen Überschriften versammelt Atxaga 25 kürzere Erzählungen, die einen weiten Bogen zwischen Reiseberichten und Legenden aus 1001 Nacht spannen. Sie spielen an verschiedenen Orten zwischen dem heimatlichen Baskenland des Autors, der deutschen Stadt Hamburg, Südamerika und dem Orient. In den realistischen bis fantastischen Geschichten beweist Atxaga ein großartiges Einfühlungsvermögen in die menschliche Seele, v.a. auch die der Verlierer. Die vorherrschende Grundstimmung ist melancholisch, aber nicht fatalistisch. Dazu führt der Autor in die Situation der baskischen Sprache und Literatur ein, ohne zu polemisieren.
Das Buch ist ideal für Leser, die regelmäßig eine gute Geschichte lesen wollen, aber nicht die Zeit haben, ein langes Werk in einem durchzulesen.