Kurzbeschreibung
Leander Haußmann wurde 1980 in die Reihen der Nationalen Volksarmee eingezogen, um dort seinen Wehrdienst in der damaligen DDR zu absolvieren. So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass der Regisseur von SONNENALLEE und HERR LEHMANN diese Thematik zum zentralen Inhalt und Namensgeber seines neuen Films auserkoren hat. Entstanden ist eine wunderbare Komödie, die das Leben und Treiben in der unattraktivsten Armee aller Zeiten - der NVA - schildert und die Einzelschicksale der beiden aufmüpfigen Soldaten Krüger (Oliver Bröcker) und Henrik Heidler (Kim Frank) erzählt. Apropos Kim Frank, jener hat sich 2001 nach der Veröffentlichung des dritten Albums Recorder seiner Band Echt bis auf weiteres entschieden keine Musik mehr zu machen. Nichtsdestotrotz oder gerade aufgrund seiner Vergangenheit wurde Kim Frank für die Hauptrolle in einem Film besetzt, in dem Musik eine wichtige Rolle spielt.
Songs wie CCRs Bad Moon Rising oder das Element Of Crime-Cover von My Bonnie is over the ocean verdeutlichen in signifikanter Manier das Gefühl, in der Armee zu sein und lassen Zuschauer und Zuhörer teilhaben am Lebensgefühl der damaligen Zeit. Dementsprechend logisch ist es, dass sich die Songauswahl des Soundtracks weitestgehend an den 60er, 70er und 80er Jahren orientiert und Werke von Ten Years After, Cat Stevens, Eric Burdon, Canned Heat und Patti Smith aus diesen Jahrzehnten enthält. Komplettiert wird der Soundtrack durch aktuelles Material von Künstlern wie The Polyphonic Spree, Kristofer Äström und Aimee Mann.
Deshalb ist der am 04.10.2005 erscheinende NVA-Soundtrack auch mehr als nur bloße Filmmusik: Der Soundtrack ist eine musikalische Best Of aus dem Leben von Leander Haußmann, bestehend aus Liedern, die ihn sein Leben lang begleitet haben. Die Zusammenstellung der Titel erfolgte deshalb logischerweise höchstpersönlich. Darüber hinaus wird Leander Haußmann auch noch Teile des Soundtracks selbst moderieren. Kurzum: Leander Haußmann präsentiert den Soundtrack seines Lebens.