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Ein verzogener Prinz tyrannisiert seine Bediensteten wo er nur kann, und führt sich in jeder Lebenslage ganz unmöglich auf. Einzig Zauberer Drosselmeier bietet dem St. Petersburger Edel-Knirps Paroli. Doch selbst eine wohlgemeinte Zaubernuss wirft der Rotzlöffel kurzerhand ins Feuer - mit schlimmen Folgen: Er und sein gesamter Hofstaat werden in Spielzeugfiguren verwandelt. Seither fristet der Ex-Prinz ein Dasein als Nussknacker und kann nur durch einen echten Träumer mit einer zweiten Zaubernuss befreit werden.
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E.T.A. Hoffmanns beliebtes Märchen erfährt in Michael Johnsons und Tatjana Ilyinas Zeichentrickproduktion die x-te Wiederauflage. Aufwändig in fünfjähriger Arbeit vorwiegend in Moskau realisiert, überzeugt das Werk als technisch ordentliche, bisweilen etwas zu überladene Arbeit. Top-Sprecher wie Rufus Beck, Wolfgang Völz oder Hannes Jaenicke sorgen dafür, dass das zwischen "Alice im Wunderland" und "Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh" pendelnde Animationsabenteuer nicht nur den Kleinen gefallen sollte.
Blickpunkt: Film
Der deutsche Zeichentrick braucht den internationalen Vergleich nicht scheuen. Qualitativ nicht, aber auch nicht in punkto Zuschauer, siehe etwa 'Till Eulenspiegel' (knapp 750.000 Besucher), oder Innovation, siehe 'Back to Gaya', dem hierzulande ersten komplett digital hergestellten Animationsfilm. Das Weihnachtsgeschäft fest im Auge bringt MC One, produktionsbeteiligt am Oscar-Gewinner 'Nirgendwo in Afrika', nun die animierte Märchenverfilmung 'Nussknacker und Mausekönig' in die Kinos - eingedenk des Sujets und des avisierten jungen bis sehr jungen (Festtags-)Publikums ein vermeintlich risikoarmes Geschäft.
Im Jahr 1816 verfasste E.T.A. Hoffmann, Vorreiter der 'schwarzen Romantik' und einer der wichtigsten deutschen Schauer-Romanciers, sein Märchen 'Nussknacker und Mausekönig'. Der Stoff diente in seiner Urfassung keineswegs der Erbauung lieber Sprösslinge, wie man angesichts von Tschaikowskys Ballett-Variante oder Alexandre Dumas' 'weichgespülter' Umarbeitung annehmen könnte, sondern zielte mit morbider Geschichte und sarkastischen Untertönen deutlich auf erwachsene Leser. Insofern hält sich die aktuelle, von den Nachwuchsregisseuren Tatjana Ilyina und Michael Johnson inszenierte Animationsadaption enger an die ursprüngliche Intention des Autors als andere Verfilmungen.
Hier nun tyrannisiert der verzogene Prinz seine Bediensteten nach einem Drehbuch von Andy Hurst ('You Are Dead') und Ross Helford, führt sich in jeder Lebenslage ganz unmöglich auf. Einzig der Zauberer Drosselmeier bietet dem Edel-Knirps in dessen St. Petersburger Palast Paroli, versuchte ihn auf den rechten Weg zu bringen. Dafür schenkt er ihm eine Zaubernuss, die der Rotzlöffel jedoch kurzerhand ins Feuer wirft - mit schlimmen Folgen: Er und sein gesamter Hofstaat werden in Spielzeugfiguren verwandelt. Seither fristet der Ex-Prinz ein Dasein als Nussknacker und kann nur durch einen echten Träumer mit einer zweiten Zaubernuss befreit werden.
Fünf Jahre Arbeit und 500 Mitarbeiter aus fünf Ländern - beachtliche Zahlen für eine deutsche Zeichentrickproduktion, die vorwiegend im Moskauer Trickstudio Argus International sowie in den kroatischen Studios IFA und Infine entstand. Während das Ergebnis sich optisch sehen lassen kann, sind die Handlungsstränge etwas verworren, für Vorschulkinder möglicherweise zu komplex. Dafür entschädigt bei dieser Mixtur aus 'Alice im Wunderland' und 'Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh' die sorgfältige musikalische Ausgestaltung (Originalscore: Peter Wolf) sowie die liebevolle Synchronisation, verantwortet von Könnern wie Wolfgang Völz (Mausekönig), Rufus Beck (Squeak) oder Volker Brandt (Drosselmeier). Ein international produzierter, höchst moderner deutscher Trickfilm, der auf ein weltweites Publikum zielt und für die ganz Kleinen vielleicht etwas zu erschreckend sein dürfte. Für die bleibt aber immer, ganz altmodisch, 'Drei Nüsse für Aschenbrödel' im Fernsehen - mehr Nüsse, mehr Magie, mehr Fantasie. geh.
Im Jahr 1816 verfasste E.T.A. Hoffmann, Vorreiter der 'schwarzen Romantik' und einer der wichtigsten deutschen Schauer-Romanciers, sein Märchen 'Nussknacker und Mausekönig'. Der Stoff diente in seiner Urfassung keineswegs der Erbauung lieber Sprösslinge, wie man angesichts von Tschaikowskys Ballett-Variante oder Alexandre Dumas' 'weichgespülter' Umarbeitung annehmen könnte, sondern zielte mit morbider Geschichte und sarkastischen Untertönen deutlich auf erwachsene Leser. Insofern hält sich die aktuelle, von den Nachwuchsregisseuren Tatjana Ilyina und Michael Johnson inszenierte Animationsadaption enger an die ursprüngliche Intention des Autors als andere Verfilmungen.
Hier nun tyrannisiert der verzogene Prinz seine Bediensteten nach einem Drehbuch von Andy Hurst ('You Are Dead') und Ross Helford, führt sich in jeder Lebenslage ganz unmöglich auf. Einzig der Zauberer Drosselmeier bietet dem Edel-Knirps in dessen St. Petersburger Palast Paroli, versuchte ihn auf den rechten Weg zu bringen. Dafür schenkt er ihm eine Zaubernuss, die der Rotzlöffel jedoch kurzerhand ins Feuer wirft - mit schlimmen Folgen: Er und sein gesamter Hofstaat werden in Spielzeugfiguren verwandelt. Seither fristet der Ex-Prinz ein Dasein als Nussknacker und kann nur durch einen echten Träumer mit einer zweiten Zaubernuss befreit werden.
Fünf Jahre Arbeit und 500 Mitarbeiter aus fünf Ländern - beachtliche Zahlen für eine deutsche Zeichentrickproduktion, die vorwiegend im Moskauer Trickstudio Argus International sowie in den kroatischen Studios IFA und Infine entstand. Während das Ergebnis sich optisch sehen lassen kann, sind die Handlungsstränge etwas verworren, für Vorschulkinder möglicherweise zu komplex. Dafür entschädigt bei dieser Mixtur aus 'Alice im Wunderland' und 'Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh' die sorgfältige musikalische Ausgestaltung (Originalscore: Peter Wolf) sowie die liebevolle Synchronisation, verantwortet von Könnern wie Wolfgang Völz (Mausekönig), Rufus Beck (Squeak) oder Volker Brandt (Drosselmeier). Ein international produzierter, höchst moderner deutscher Trickfilm, der auf ein weltweites Publikum zielt und für die ganz Kleinen vielleicht etwas zu erschreckend sein dürfte. Für die bleibt aber immer, ganz altmodisch, 'Drei Nüsse für Aschenbrödel' im Fernsehen - mehr Nüsse, mehr Magie, mehr Fantasie. geh.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Traditionelles Kinderzeichentrick-Weihnachtsmärchen nach der klassischen Vorlage von E.T.A. Hoffmann.
Kurzbeschreibung
Der Magier Drosselmeier schenkt seinen verzogenen Neffen und Prinzen eine von zwei Zaubernüssen, die Wünsche erfüllen können, um ihn zu testen. Der Prinz denkt daraufhin, alle Menschen um ihn herum in Spielzeug verwandeln und wird aber selbst zu einem Nussknacker. Das bleibt dem Mausekönig nicht verborgen: Der wittert die Chance, das Königreich zu übernehmen. Hat aber die Rechnung ohne Onkel Drosselmeier gemacht, der das Mädchen Klara zur Rettung in die Spielzeugwelt sendet.
Produktbeschreibungen
Es war einmal ein kleiner verwöhnter Prinz, der lebte mit seinen braven Dienern und seinem Onkel Drosselmeier - einem waschechten Zauberer - in einem sagenhaften Schloss. Der unartige Prinz besaß alles, was man sich nur wünschen und kaufen konnte, nur kein mitfühlendes Herz. Als ihn der Zauberer auf eine Probe stellt, verwandelt sich der unachtsame Junge in einen harmlosen, stummen Nussknacker und die gesamte Dienerschaft in Spielzeugfiguren. Auf diese Gelegenheit hat der fiese Mausekönig nur gewartet: Zusammen mit seinen trotteligen Gehilfen Bubble und Squeak macht er sich daran, das verwaiste Königreich zu übernehmen. Einziger Schönheitsfehler dabei: Die wundersame Zaubernuss muss vorher in seinen Besitz gebracht werden, um zu verhindern, dass der Bann, der auf dem kleinen Prinzen liegt, gelöst wird. Doch das kann nur passieren, wenn der Prinz die Bedeutung von Liebe und echter Freundschaft zu erkennen bereit ist.
Onkel Drosselmeier schafft es allerdings, Klara, ein junges Mädchen, verzaubert vom Anblick des holzgewordenen, traurigen Nussknackers, auf eine Reise zur Rettung des Königreichs zu schicken. Klara findet sich wieder in einer spannenden, abenteuerlichen und nicht immer ungefährlichen Reise durch zum Leben erweckte Traum- und Spielzeugwelten voller Überraschungen und wundervoller Ereignisse. Als sie mit dem Nussknacker und seinen treuesten Dienern den unvermeidlichen Kampf gegen den Mausekönig und sein Gefolge aufnehmen muss, lernt der Prinz die Bedeutung wahrer Freundschaft und Liebe kennen. Aber werden die Beiden auch in der Lage sein den Zauberspruch zu brechen und das Königreich vor der Mause-Tyrannei zu retten?
Frei nach Motiven von E.T.A. Hoffmann und
Onkel Drosselmeier schafft es allerdings, Klara, ein junges Mädchen, verzaubert vom Anblick des holzgewordenen, traurigen Nussknackers, auf eine Reise zur Rettung des Königreichs zu schicken. Klara findet sich wieder in einer spannenden, abenteuerlichen und nicht immer ungefährlichen Reise durch zum Leben erweckte Traum- und Spielzeugwelten voller Überraschungen und wundervoller Ereignisse. Als sie mit dem Nussknacker und seinen treuesten Dienern den unvermeidlichen Kampf gegen den Mausekönig und sein Gefolge aufnehmen muss, lernt der Prinz die Bedeutung wahrer Freundschaft und Liebe kennen. Aber werden die Beiden auch in der Lage sein den Zauberspruch zu brechen und das Königreich vor der Mause-Tyrannei zu retten?
Frei nach Motiven von E.T.A. Hoffmann und