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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einstand für Collins und Hacket! Und was für einer.....,
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
...denn dieses wundervolle Album, beginnt mir einem Song, der an sich schon Kaufanreiz genug sein sollte, selbst wenn die anderen Stücke schlecht wären, was sie aber beileibe nicht sind.THE MUSICAL BOX ist wohl das beste Stück auf dem Album, mit einem wundervollen, cleanem Gitarrenintro, und Melodien, dass es einem kalt dem Rücken runterläuft. Schon beim ersten Hören nahm mich dieses herrliche Prog-Kleinod gefangen und erregte eine wohlige Gänsehaut, und das obwohl der Begriff Ballade für diese kleine Minisinfonie keineswegs zutrifft. Anfangs noch zart, dann aber sehr hart und rockig. Härtemäßig wird sogar THE KNIFE vom Vorgängeralbum übertroffen. Neuzugang Steve Hacket zeigt hier an der Gitarre, sowohl an der akustischen, als auch an der elektrischen, was er draufhat und das ist wirklich beachtlich. Wahrscheinlich neben BAKER STREET MUSE von Jethro Tull und HÈART OF THE SUNRISE von Yes der beste und tiefgründigste Progsong überhaupt. GÖTTLICH. FOR ABSENT FRIENDS ist dann auch der gesangliche Einstand für Collins, eine herrlich melancholische Ballade, seicht und keinem wehtuend. Leider wirkt dieser Song hier recht deplaziert, errinnert er doch an die seichteren Songs von Genesis aus dem Radio, als eben dieser Phil Collins Gabriel am Mikro ablößte. THE RETURN OF THE GIANT HOGWEED dann schlägt in eine ähnliche kerbe, wie zuvor THE MUSICAL BOX, sehr aggressiv, allerdings ohne ein dermaßen göttliches Intro. Wahrscheinlich der verrückteste, zerfahrenste und kurioseste Song von Genesis und nicht nur musiklisch makaber (an dieser Stelle verweise ich auf andere Rezensionen). Einfach nur wild und crazy.... SEVEN STONES ist ebenfalls sehr tiefgründig und atmosphärisch dicht geflochten, eingeleitet durch eine wundervoll warm vor sich her röhrende Hammondorgel. Sehr melodisch, allerdings etwas lahmarschig, aber nach THE MUSICAL BOX und dem Auswuchs GIANT HOGWEED braucht das Album eine kleine Atempause. Hätte auf TRESSPASS eine etwas bessere Figur gemacht. HAROLD THE BARREL ist noch so eine Kuriosität, eher ein Scherz, denn ein ernstes Musikstück. Dennoch sehr unterhaltsam und witzig. HARLEQUIN ist ähnlich wie FOR ABSENT FRIENDS. Nett, schön, mehr aber auch nicht, bestenfalls Rührselig. Dann aber: THE FOUNTAIN OF SALMACIS: Zu diesem Song kann ich nicht viel sagen, ausser dass er vom Intro, welches von einer wundervollen Mellotron und Gitarrenmelodie getragen wird, ein klein wenig an King Crimson erinnert. Dieses wundervolle Kleinod ist dem eigentlich schon nicht mehr überragbaren Eröffnungssong ebenbürtig. Hier lassen sich leichte Remineszenzen von YES heraushören. Besonders rhythmisch ist dieser Song interessant arrangiert, denn ich finde, dass Collins und Rutherford in diesem geheimnisvollem Progwunderwerk ihre wohl beste Leistung der gesamten Bandgeschichte hinlegen. Das Keybord/Orgelsolo könnte von Daft Punk sein, zumindest weiß man jetzt wo die geklaut haben. Das Bass/Schlagzeug-Intermezzo direkt danach ist einfach unglaublich. Der erste und der letzte Song alleine rechtfertigen also schon einen Kauf des Albums, die anderen Songs als Füller zu bezeichnen wäree allerdings Ketzerei, denn ein ProgRockalbum kennt keine Füller. Das Booklet trägt dann noch mit seinen tollen Zeichnungen zum überragenden Gesamteindruck bei. CHEERS! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mörderisches Meisterwerk!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
Kopf ab! So wie den enthaupteten Jünglingen auf dem Cover der ,,Nursery Crime" erging es Genesis zum Glück erst 1975. Da beschloß der bisherige Sänger und Texter Peter Gabriel, die Gruppe nach der ,,The lamb lies down on broadway"-Tour endgültig zu verlassen.Was das für die Band bedeutete, merkt man spätestens heutzutage: Im Radio läuft von den einstigen Meistern poetischer Klänge nur noch unerträglich belangloses Gedudel. Lieder wie ,,Invisible Touch" oder gar das unsägliche ,,Congo" befinden sich kompositorisch wirklich hart an der Dieter-Bohlen-Schallgrenze. Von welch unerreichbarer, ja fast weltfremder Schönheit sind hingegen die Klänge auf dieser Platte von 1971. Schon der verhalten geheimnisvolle Einstieg zu ,,The Musical Box" entführen auf einen anderen (Musik-)Planeten. Die dann einsetzenden Bassimpulse erzeugen eine Spannung, die jeden gänsehauterzeugenden Psychoschocker veredeln könnten. Die danach einsetzenden Gitarren schicken die Mannen von AC/DC endgültig ins Altenheim. Über allem schwebt die ebenso poetische wie beschwörende Stimme von Peter Gabriel und läßt den Hörer fassungslos und mit offenem Mund vor dem CD-Spieler zurück. Geht es so weiter? Keineswegs, es kommt ganz anders: Die zweite Nummer ,,For absent friends" könnte ich durchaus auch sonntags neben meiner Omi in der Kirche trällern, so naiv und bescheiden kommen Gitarre und Gesang daher. Und bei ,,Harlequin" tanzen die Blumenkinder barfüßig mit Fußkettchen über die blühende Wiese. Diese Erholung ist auch bitter nötig, denn zuvor hatte Peter ,,Harold the Barrel" vom Fensterbrett springen lassen, und die Musik war mit stakkatohaften Klavierklängen atemlos hinterher gehetzt. Also Leute, nehmt Vernunft an und kauft diese CD. Ihr werdet mit einem ganzen Kosmos von Klängen und Ideen belohnt. Die japanischen Ausgaben (bei amzon.de ist ,,Nursery Crime" leider nicht aufgelistet) der frühen Werke gibts mit verkleinertem Original-Pappcover. Schade, daß man Köpfe nicht wieder annähen kann. Aber vielleicht macht die Gentechnik das ja bald möglich... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
von kriminellen Kindergärten und Riesenbärenklaupflanzen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
Nursery Cryme ist immerhin schon die 3. Genesis-Platte, aber für viele ging es da erst richtig los wegen Collins und Hackett. Die Tonqualität ist besser als auf der Trespass und es fällt auch ganz deutlich auf, warum Mayhew gehen mußte; die Art wie der damals erst 20 jährige Phil bei "Musical Box" auf dem Drumkit losgeht, könnte so manchem Speedmetal-Drummer gelb vor Neid werden lassen! Besagter Titel ist ohnehin einer der Besten der alten Genesis, eine Achterbahnfahrt zwischen hauchzarter akustischer Gitarre und flüsterndem Gesang, und im nächsten Moment ein E-Gitarre-Keyboard-Duell Gewichtsklasse Deep Purple und am Ende ein Gesang, der eigentlich schon "Gebrüll" ist, wenn auch etwas zu leise abgemischt. Besonders bei frühen Live-Versionen (wie dem kultigen Auftritt im Belgischen Fernsehen 1972) steigerte sich Gabriel am Schluß oft so in das Lied hinein, daß ihm fast die Stimme versagte vor Wildheit!Der "Rest" der Platte entwickelt seinen Reiz eigentlich erst nach mehrmaligem Hören, einerseits sehr kurze zarte Lieder wie "For Absent Friends" oder "Harlequin" und andererseits der wohl härteste Genesis-Titel überhaupt: The Return of the Giant Hogweed, eine Moritat über ein Unkraut was hierzulande auf den Namen "Riesen-Bärenklau" hört und unangenehme Erscheinungen wie Sonnenallergie und Verbrennungen verursacht! (also kein Riesenbrombeerstrauch, wie ein anderer Rezensent meinte) Leider fehlt bei der Studioversion der "Schlachtruf" "GIANT HOGWEED LIVES!!" obwohl er auf dem Booklet erwähnt ist... Der letzte Titel "Fountain of Salmacis" erinnert in seiner verträumt-kompliziert-verschachtelten Art eher einwenig an YES und ist eigentlich ein sehr schöner Abschluß eines genialen Frühwerkes, wenn auch die CD mit 37 Minuten ziemlich kurz ist und durchaus für das damals bereits existierende, aber erst 73 auf einer B-Seite erschienene "Twilight Alehouse" Platz gewesen wäre... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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