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Nur wer träumt, ist frei Taschenbuch – 11. September 2007

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (11. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442721121
  • ISBN-13: 978-3442721122
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 1 x 18,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 111.662 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

E.W. Heine, in Berlin geboren, arbeitete über ein Jahrzehnt als Architekt in Südafrika und mehrere Jahre in arabischen Ländern. Er ist ein Meister der kleinen Form satirisch-makaberer Miniaturen wie der großen Form des opulenten historischen Romans. Mit seiner Mittelalter-Trilogie erweckte er höchst erfolgreich eine Welt voller Geheimnisse, Sinnlichkeit und Tragik zum Leben. Heine lebt als freier Autor in der Nähe von Regensburg.

Er gehört zu den ganz Großen: Helme Heine, der berühmte Autor und Illustrator, dessen Kinderbücher Klassiker sind und auf der ganzen Welt begeisterte Leser finden. Aber er schreibt auch für Erwachsene, zeichnet Cartoons und gestaltet Zeichentrickfilme, Skulpturen und Möbel. Helme Heine wurde 1941 in Berlin geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und Kunst. Anschließend ging er auf Reisen durch Europa und Asien. Lange Jahre lebte er in Südafrika, begründete dort u.a. ein Kabarett, brachte eine satirische Zeitschrift heraus und spielte Theater. Für seine Arbeiten erhielt Helme Heine zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. Juni 1999
Format: Taschenbuch
Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch von meinem absoluten Lieblingsautoren. Es wird die Geschichte von Herrmann und Tusnelda erzählt und dies ist nicht etwa eine Liebesgeschichte, wie man es vielleicht aus den beiden Namen herauslesen könnte. Nein, Herrmann ist ein deutscher Strafvollzugsbeamter. Sein bürgerlicher Name lautet Wilhelm Mann. Da in Deutschland aber jeder mit "Herr" angesprochen wird, heißt Herr Mann eben "Herrmann". Der Strafgefangene Otto Tusnelda stammt aus dem ehemaligen deutschen Osten und hat in Wirklichkeit einen Namen mit zehn Konsonanten und drei Vokalen, den aber hierzulande keiner auszusprechen vermag, der aber fast so klingt wie Tusnelda. Vor seiner Inhaftierung war er acht Jahre lang Tierpfleger und liebte seine Tiere mehr als die Menschen. Er sitzt lebenslänglich, weil er seine Frau genau aus diesem Grund umgebracht hat. Brunhilde, seine Ehefrau, wollte keine Tiere mehr im Haus haben und das führte zu einem heftigen Streit. Brunhilde vergiftete seinen Affen und starb an dem gleichen Gift. E.W.Heine, der in Berlin geborene Autor dieses Buches, arbeitete über ein Jahrzehnt als Architekt in Afrika und mehrere Jahre in Saudi-Arabien. Heute lebt er als freier Autor in Bayern. Neben seinen kulturgeschichtlichen Büchern wurde er vor allem durch seine skurril-makaberen "Kille Kille" Geschichten bekannt. Auch dieses Buch schreibt er in einem für ihn so typischen Stil. Alles wird so ausfühlich und schön beschrieben, daß es einem überhaupt nicht schwerfällt sich an Ort und Stelle des Geschehens zu versetzen. Die zusätzliche Portion Witz macht ein Beiseitelegen des Buches unmöglich.Lesen Sie weiter... ›
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 7. Mai 2000
Format: Taschenbuch
Gefange träumen von der Vergangenheit, vom letzten Urlaub, von vergangenen Abenteuern. Tusnelda, Häfling in einer norddeutschen Strafvollzugsanstalt, ist da normalerweise keine Ausnahme. So träumt er von seinen Tieren: den Affen, die er so sehr liebt, oder auch von Clivia, der Schlange aus dem Zoo, die er eines Tages im Paradies wiedertrifft. Manchmal allerdings verlässt Tusnelda die grauen Mauern der Haftanstalt und träumt sich in die Ferne, in die Zukunft. Dann stellt er sich vor, was diese wohl bringen mag. Den Kriminologischen Garten zum Beispiel, wo die Menschen ihre Gefangenen den Menschen zur Schau stellen. Oder das FHS-System, das einem jede möglich Realität in perfekter Form vorspielen kann. Tusnelda sieht die Welt auf seine Weise; eine Weise, die viel Platz hat für Phantasie, Poetik, Philosophien und, vor allem, Träume. Und anders als sein Wärter Herrmann (der eigentlich Willhelm Mann heisst aber wie jeder männliche Erwachsene in Deutschland mit "Herr" angesprochen wird, was dann wir Herrmann klingt) hat Tusnelda die Fähigkeit noch nicht verloren, Dinge zu hinterfragen. Und wenn er sich im Gefängnisgarten einfach mal die Hosen auszieht, das Hemd, Schuhe und Strümpfe, und sich so ganz einfach "frei macht", dann kommt auch Herrmann immer öfters ins Grübeln. E.W.Heine beschreibt die Gespräche zwischen den beiden so unterschiedlichen Freunden auf eine sehr eindringliche, poetische Art. Das Leben, welches Tusnelda führt, erscheint so friedlich und sorgenfrei, dass man sich ohne Probleme selber in seiner Situation, das heisst, im Gefängnis, sehen kann.Lesen Sie weiter... ›
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 29. Juni 2000
Format: Taschenbuch
Mein Arzt meint: „Herr Aerni, Sie müssen Ihre Mitte finden." Tja, leicht gesagt und überhaupt, was meint er damit?
Ich fühle mich gut. Habe immer was zu tun. Bin stets auf Achse und fühle mich frei... frei? Auch so ein Wort, das vielmals neu definiert und verstanden wird. Ein dehnbarer Begriff, finden Sie nicht?
Ich bin ja nicht im Knast und atme keine gesiebte Luft. Das Eingesperrtsein beginnt eventuell bei der Quetschhaltung in der Straßenbahn, im Menschengewimmel zwischen den Abfahrtstafeln und Perrons oder wenn der Sitznachbar im Zugsabteil nach allem riecht nur nicht nach Deo, oder der kleine unerzogene Bub, der mir mit seinen niedlichen schmutzigen Schühchen im unregelmäßigem Rhythmus gegen meine mit hellen Hosen überzogenen Knien stößt und schräg gegenüber das Handy wimmert während der stolze Besitzer nichts dergleichen tut, da er sich via Kopfhörer dem Technosound hingibt. Fühle ich mich dann frei?
Terminjagd gehört doch zum guten Ton des urbanen Erfolgsmenschen. Sehnsüchtige Gedanken nach lauschigen Ecken und schattigen Liegestühlen müssen ständig verscheucht werden, denn die Pflicht ruft - besser schreit. Tja, das ist das Leben des ausgehenden 20. Jahrtausends*- dachte ich. Bis zur Lektüre bestimmter Bücher, die mir Aha-Effekte bescherten. Unter diesen Büchern sei ein kleines dünnes Taschenbuch hervorgehoben:
Es erzählt von einer Freundschaft zwischen einem 'freien' Gefängnis-Insassen und einem 'unfreien' Gefängnis-Wärter. Äußerliche klare Rollenverteilung wird innerlich ausgetauscht.
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