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Nur wenn ich lache: Neue jüdische Prosa
 
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Nur wenn ich lache: Neue jüdische Prosa [Taschenbuch]

Olga Mannheimer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423129557
  • ISBN-13: 978-3423129558
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,2 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.119.984 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Gojim naches
sab. Nicht thematische oder stilistische Kriterien, Generation und kultureller Hintergrund der Autorinnen und Autoren bestimmen die Textauswahl, die Olga Mannheimer und Ellen Presser für ihre Anthologie «Neue jüdische Prosa» getroffen haben. Dreissig Texte ebenso vieler Literaturschaffender aus verschiedenen geographischen und sprachlichen Räumen haben die Herausgeberinnen zusammengetragen und ihre Sammlung unprätentiös «Lesebuch» genannt. So konnten sie sowohl Politisches (Micha Brumlik) als auch Autobiographisches (Alain Finkielkraut), sowohl komische Erzählungen (Leon de Winter) als auch groteske (Paul Beckman), sowohl satirische (Stephen Fry) als auch kulturkritische Skizzen (Melvin Jules Bukiet) versammeln. Dass das Etikett «Neue jüdische Prosa» erklärungsbedürftig ist, war den Herausgeberinnen klar, und im als Dialog inszenierten Nachwort unternehmen sie einen Versuch zu definieren, was «jüdisch» sei – nur um die Unmöglichkeit dieser Definition zu erfahren. (Unter dem Titel «Wer ist Jude?» ist kürzlich auch eine Studie des jüdisch-amerikanischen Theologen Arthur Hertzberg erschienen, der «Wesen und Prägung eines Volkes» in einer Mischung aus allgemein historischem Überblick, biographischer Porträtgalerie und autobiographisch gefärbter Erzählung darstellt und ihre Pluralität als Spezifikum jüdischer Kultur ausmacht.) Im Kontext dieser Anthologie bezieht sich «neu» auf das Alter der Autoren, die als «Autoren der zweiten Generation» bezeichnet werden, also als Nachkommen von Shoah-Opfern und -Überlebenden, und «jüdisch» verweist auf die ethnische oder kulturelle Abstammung oder religiöse Zugehörigkeit der Autoren, also auf ihre jüdische Herkunft oder auf ihr Bekenntnis zur jüdischen Religion. Die Texte behandeln – sei es in literarischer Brechung, sei es in essayistischer Analyse – alle Facetten der Schwierigkeit, moderne jüdische Identität und jüdischen Charakter zu definieren, und wenn sie jenseits formaler und inhaltlicher Unterschiede dennoch einen gemeinsamen Tenor haben, dann denjenigen eines existenziellen Unbehagens: Denn Glück, das implizieren alle Autoren, ist «gojim naches», ist ein Vergnügen der Nichtjuden.

Pressestimmen

... eine exzellente Einführung in die jüdische Gegenwartsliteratur und zugleich ein Buch, das bei der Betrachtung gegenwärtiger innen- und parteipolitischer Diskussionen wichtiger denn je scheint..

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jüdische Vielfalt 14. Mai 2002
Von I. Krause
Den beiden Herausgeberinnen ist etwas großartiges gelungen: nicht nur, daß sie das literarische Judentum der Postmoderne vor- und darstellen, sondern auch, daß sie anhand der ausgewählten und veröffentlichten Texte die Vielfalt jüdischen Lebens präsentieren, wie es rund um den Globus zu finden ist, und das in seinen Niederschriften den Begriff "jüdische Prosa" diversifiziert und eine beachtenswerte Bandbreite jüdischen Schreibens und Denkens reflektiert.
Die Lektüre der Kurzprosa bereitet dem Leser dabei kurzweilige wie nachdenkliche Momente. Jüdisches Selbstverständnis und Sich-Hinterfragen, Komisches und Skurriles begegnen dem lesenden Auge, und insgesamt schafft es die Sammlung der Texte, die Eindimensionalität des pauschalen Labels "jüdische Prosa" auf wundervolle Weise aufzufächern.
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