Dieses Buch ist ein typisches negatives Beispiel, was herauskommt, wenn Nicht-Psychologen ein Buch schreiben, wie man Schüchternheit überwindet.
Obwohl die Kapitelüberschriften durchaus interessant klingen (z. B. wie man geringe Selbstachtung erkennt und bessert), geht die Autorin in Ihren Ratschlägen viel zu global und nicht sonderlich fundiert auf mögliche Auswege der Schüchternheit ein.
Neben dem wilden und unsystematischen Vermischen von Psychoanalyse und anderen Therapieverfahren vermisse ich eine ausführlichere Behandlung des so wichtigen Faktors der Einstellung sich selbst und anderen Menschen gegenüber. Auch konkrete Verhaltensübungen und deren Begründung fehlen. Das, was nach wissenschaftlichen Studien wirklich gegen Schüchternheit hilft, wird in diesem Buch nur angerissen (wenn überhaupt).
Insgesamt bleibt der Eindruck eines zusammengeschusterten Buchs, das einen stimmigen Gesamtrahmen wie ihn z. B. die kognitive Verhaltenstherapie oder die REVT bieten, vermissen lässt.